Wissenschaftsbetrieb – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu von Dr. Andreas C. Hofmann Thu, 02 Feb 2023 20:10:38 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.6.2 https://eindruecke.achmnt.eu/wp-content/uploads/2020/05/cropped-einsichten-titel1-2-32x32.jpg Wissenschaftsbetrieb – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu 32 32 208800265 #wissorg hochschulwatch. Das Portal zu den Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft an deutschen Hochschulen https://eindruecke.achmnt.eu/2017/01/6880/ Sun, 08 Jan 2017 01:18:19 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=6880 Read more…]]> http://www.hochschulwatch.de

hochschulwatch.de ist ein Projekt von Transparency International Deutschland, der taz und dem freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs). 1,4 Milliarden Euro fließen aus der gewerblichen Wirtschaft jedes Jahr an deutsche Hochschulen — das entspricht einem Fünftel aller Drittmittel. Versuchen Unternehmen damit, Einfluss auf die Wissenschaft zu nehmen? Ist die Freiheit von Forschung und Lehre in Gefahr? hochschulwatch gibt einen Überblick über Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft an allen deutschen Hochschulen.

Dieser Ansatz ist sehr lobenswert, obwohl sich das Projekt leider viel zu sehr auf Stiftungsprofessuren konzentriert. Hierbei handelt es sich um planmäßige Professuren auf Zeit oder Lebenszeit, die befristet oder auf Dauer von Drittmittelgebern finanziert werden. hochschulwatch bietet in einer Art Datenbank Informationen zu Stiftungsprofessuren an nach eigener Angabe allen deutschen Universitäten. Leider ist die inhaltliche Darstellung nicht immer kenntnisreich und differenziert genug sowie teilweise sogar fehlerhaft:

1. Es erscheint wenig überzeugend, bei der Auflistung der Hochschulen nicht klar und deutlich zu unterscheiden, ob diese in staatlicher, kirchlicher oder privater Trägerschaft sind. Darüber hinaus erscheint es sehr fraglich, bei einer privaten Hochschule den Einfluss der Wirtschaft kritisch beäugen zu wollen. Kennern der bayerischen Hochschullandschaft ist beispielsweise auch bekannt, dass die „Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege“ weder rechtlich noch faktisch eine Hochschule im herkömmlichen Sinne ist — sondern vielmehr eine Berufs(hoch)schule für den gehobenen Dienst in Bayern.

2. Man ist geneigt, die Macher der Seite hätten nicht sine ira et studio nach Einfluss der Wirtschaft auf das Hochschulwesen gesucht. So findet sich der Eintrag einer Stiftungsprofessur für Neueste Geschichte mit einer Stiftung zur wissenschaftlichen Erforschung der Zeitgeschichte als Stifter. Es handelt sich um das Institut für Zeitgeschichte (IfZ), das in der Rechtsform einer öffentlichen Stiftung bürgerlichen Rechts von Bund und Ländern getragen wird. Die Professur ist keine Stiftungsprofessur, die Stelle des Direktors des IfZ beinhaltet aufgrund einer Kooperation vielmehr auch eine planmäßige Professur.

3. Aber auch in anderen Fakultäten wäre es genauerer Recherchen wert, ob etwa die Bundesagentur für Arbeit oder ein Helmholtz-Zentrum als Stifter von Stiftungsprofessuren auf einer Watchlist gegen Einfluss der Wirtschaft auf die Lehre und Forschung geführt werden sollten. Denn während die Bundesagentur für Arbeit als Körperschaft öffentlichen Rechts ohnehin Teil der mittelbaren Staatsverwaltung sind, wird etwa das Helmholtz-Zentrum grundlegend von der öffentlichen Hand finanziert. Alles in allem leuchten einige der genannten Akteure als Negativbespiele nicht ein.

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#wissorg CfA: Nicht berufen. Arbeitsverhältnisse im Literaturwissenschaftsbetrieb (H-Soz-Kult) https://eindruecke.achmnt.eu/2016/03/6369/ Mon, 21 Mar 2016 10:30:23 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=6369 Read more…]]> http://www.hsozkult.de/event/id/termine-30443

Die achte Ausgabe von Undercurrents beschäftigt sich mit den Arbeitsbedingungen an deutschen Hochschulen, die nicht nur in den Geisteswissenschaften unzumutbar sind. In der „neoliberalisierten“ Universität — so der Call for Articles — stehen die meisten Beschäftigten unter ständigem Vorbehalt. Undercurrents verschreibt sich hierbei einer dezidiert linken Betrachtungsweise, was nicht zuletzt in den gewünschten Fragestellungen zum Ausdruck kommt.

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aventinus collectanea [31.03.2015]: Andreas C. Hofmann: Studieren und Publizieren. Beiträge aus Theorie und Praxis zu einer modernen Form von Wissenschaftskommunikation https://eindruecke.achmnt.eu/2015/03/5756/ Tue, 31 Mar 2015 21:59:23 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=5756 aventinus-online.de/collectanea/

Die Schriftensammlung bietet einen Überblick zum Œuvre des Geschäfts­führenden Herausgebers zu Studentischem Publizieren. Die Abschnitte Theorie und Praxis vereinen hierbei seine theoretisch-deskriptiven Erörterungen mit Beiträgen aus der Studienzeit.

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#wisskomm2.0 Library 2.0 und Wissen­schafts­kommunikation, von Ben Kaden https://eindruecke.achmnt.eu/2015/02/5679/ Mon, 23 Feb 2015 12:44:27 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=5679 Read more…]]> https://books.google.de/books?id=Un7R9lcLq7sC

Das Verhältnis von Bibliotheken und den Werkzeugen der Web 2.0 Kommunikation ist seit einigen Jahren aktuelles Diskussionsthema. Bislang fehlte jedoch eine systematische Auseinandersetzung darüber, ob die Werkzeuge des Web 2.0 zu einer neuen Qualität führen, wie die Bibliotheken die Entwicklung mit gestalten können und wie sich die Rolle der Institution Bibliothek verändert. Der Wissenschaftskommunikation und ihrer Vermittlung eröffnen sich neue Perspektiven. Die Bibliothek kann bei diesem Prozess eine zentrale Rolle einnehmen, sie koordiniert und sichert die Qualität der Kommunikationsprozesse. Der Band vermittelt mit umfassenden Beschreibungen und Interpretationen notwendiges Wissen für ausgewogene Kritik und Reflexion der strukturellen Veränderungen in der Wissenschaftskommunikation und zeigt auf, wie Bibliotheken mit diesen Veränderungen umgehen sollten.

© Text: Simon Verlag für Bibliothekswissen; Quelle: http://www.simon-bw.de/library2.0

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#wissorg Ausbildung von Hochschuldozenten. Ungelernte Lehrende https://eindruecke.achmnt.eu/2014/09/5351/ Thu, 04 Sep 2014 16:55:26 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=5351 http://sz.de/1.2115150

Langweilige Vorlesungen, zu wenig Debatte: Viele Professoren und Lehrbeauftragte haben keine didaktische Ausbildung und scheuen Diskussionen. Wer Karriere an der Uni machen will, konzentriert sich auf Forschung statt auf Lehre.

© Text: SZ

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TUM-Präsident Herrmann zur Promotion von FH-Absolventen: Kooperation statt Vermischung der Hochschularten https://eindruecke.achmnt.eu/2014/04/5020/ Wed, 02 Apr 2014 18:49:38 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=5020 Read more…]]> http://www.einsichten-online.de/url/kb85w

Sollen die Fachhochschulen das volle Promotionsrecht bekommen? „Es ist nicht sinnvoll, die Hochschularten zu vermischen und aus sehr guten Fachhochschulen schlechte Universitäten zu machen“, schreibt TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann in einem Gastbeitrag für die Bayerische Staatszeitung. Die bildungspolitische Herausforderung bestehe in der individuellen Förderung junger Talente. Deshalb kooperiert die TUM mit den FHs bei der Promotion sehr guter FH-Absolventen. Bei einer Abstimmung auf der Webseite der Staatszeitung sprach sich nun die Mehrheit der Leser für die Position der TUM aus.

Quelle: http://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/kurz/article/31271; © Text: Pressestelle @ TUM

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Präsidentin der MGH verzichtet als Protest gegen die bayerische Wissenschaftspolitik auf Entfristung https://eindruecke.achmnt.eu/2014/03/5013/ Fri, 28 Mar 2014 21:45:28 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=5013 Read more…]]> http://www.mgh.de/home/aktuelles/newsdetails/praesidentin-der-mgh-verzichtet-auf-entfristung/0d2aec8397/

Nachdem Frau Prof. Dr. Claudia Märtl am 3./4. März 2011 von der Zentraldirektion der MGH zur Nachfolgerin von Prof. Dr. Rudolf Schieffer als Präsidentin gewählt worden war, wurde sie seit 1. April 2012 vom seinerzeit noch allein für Wissenschaft und Kunst zuständigen Bayerischen Staatsministerium nicht ernannt, sondern befristet für zwei Jahre mit der Wahrnehmung des Präsidentenamts betraut. Da seither in den Verhandlungen mit dem Ministerium hinsichtlich der Zukunft des Münchner Instituts der MGH keinerlei Fortschritte erzielt werden konnten, verzichtet Frau Prof. Dr. Claudia Märtl auf eine Entfristung ihrer Beauftragung über den 31. März 2014 hinaus.

© Text: http://www.mgh.de

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Von der hohen Kunst ein Plagiat zu fertigen … und keinen Spaß zu verstehen https://eindruecke.achmnt.eu/2014/01/4874/ Tue, 07 Jan 2014 21:34:12 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=4874 Read more…]]> http://www.bild.de/bildlive/2014/-34112780.bild.html

Karl-Theodor zu Guttenberg (42, CSU), nach Abschreibevorwürfen bei seiner Doktorarbeit zurückgetretener Bundesverteidigungsminister, hat den Münsteraner LIT- Verlag verklagt. Der Ex-Politiker fordert von dem Wissenschaftsverlag die Zahlung von 633,32 Euro sowie eine Erklärung, den Buchtitel „Von der hohen Kunst ein Plagiat zu fertigen” nicht weiter zu vertreiben. Für den 11. April ist eine Güteverhandlung vor dem Hamburger Landgericht angesetzt, so ein Verlagssprecher.

Text: http://www.bild.de; Via Archivalia [07.01.2014], http://archiv.twoday.net/stories/603122603; Vgl. ferner http://bit.ly/1cz0KC7 (WDR); Zusatz zum Titel: Klaus Graf

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Konf.: Bibliometrische Verfahren und die Bewertung wissenschaftlicher Leistungen https://eindruecke.achmnt.eu/2013/04/4147/ Mon, 22 Apr 2013 16:21:19 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=4147 Read more…]]> http://www.uni-salzburg.at/portal/page?_pageid=747,2319527&_dad=portal&_schema=PORTAL

Wo liegen Möglichkeiten und Grenzen der Bewertung wissenschaftlicher Leistungen? Welche Rolle kann hier die Bibliometrie spielen und wie können in diesem Zusammenhang bibliometrische Dienstleistungsangebote Wissenschaftlicher Bibliotheken aussehen? Sind bibliometrische Verfahrensweisen auch für die Geisteswissenschaften geeignet und wie lassen sich bibliometrische Indikatoren für die eigene wissenschaftliche Karriere nutzen? Wie können Modelle zur leistungsorientierten Mittelvergabe ausgestaltet werden? (Dazu werden Beispiele aus den Universitäten Duisburg-Essen und Graz präsentiert).

Text nach Ankündigung unter http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg50318.html

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Harald v. Kalm: Fragen der Forschungsorganisation (=Lehrgang für Wissenschaftsmanager und Wissenschaftsmanagerinnen, Speyer, 31. März 2012) https://eindruecke.achmnt.eu/2012/12/3681/ Thu, 20 Dec 2012 01:02:49 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=3681 Read more…]]> http://www.wissenschaftsmanagement-online.de/converis/artikel/85

Drittmittelverwaltung, Hausberufungsverbot, Ausschreibungsverzicht und Befristungsrecht: Der universitäre Alltag wird durch vielfältige rechtliche Regelungen bestimmt, die tief in die Lebensgestaltung der Akteure hineinreichen können. Harald von Kalm erklärt die juristischen Rahmenbedingungen der Forschungsorganisation. Die Regelungen zur Juniorprofessur kommen dabei ebenso zur Sprache wie die Forderung nach einem Wissenschaftstarifvertrag.

Text nach dem Abstract auf den Seiten von Wissenschaftsmanagement online

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aventinus generalia Nr. 16 [17.12.2012]: Wissenschaftstheorie, Wissenschaftspolitik und die Gründung eines „Instituts für Studentisches Publizieren“ — ei­ni­ge Überlegungen [=L.I.S.A. (Jan. 2013)] https://eindruecke.achmnt.eu/2012/12/3665/ Mon, 17 Dec 2012 14:15:20 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=3665 aventinus-online.de/no_cache/persistent/artikel/vz5u/

Im Preprint eines bei „L.I.S.A. Das Wissenschaftsportal der Gerda-Henkel-Stiftung“ erscheinenden Artikels rekurriert der Geschäfts­füh­rende Heraus­geber Andreas C. Hofmann über wissenschafts­theoretische, wissenschafts­politische sowie institutionelle Aspekte Studentischen Publizierens.

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„Die fallen zeitnah weg“. LMU-Präsident Bernd Huber zu Studiengebühren in der Süddeutschen Zeitung https://eindruecke.achmnt.eu/2012/11/3525/ Tue, 06 Nov 2012 21:17:19 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=3525 Read more…]]> http://www.uni-muenchen.de/aktuelles/spotlight/2012_meldungen/interview_huber.html

Bernd Huber, 52, ist seit 2002 Präsident der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Dort wurde im Vergleich zu den anderen Münchner Hochschulen immer besonders heftig über Studiengebühren diskutiert. Doch was kommt, wenn die Gebühren tatsächlich bald wegfallen sollten? Im Interview erklärt er, wie irritierend er die derzeitige politische Debatte findet.

Text aus Vorbemerkung des Interviews

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Bayerischer Verfassungsgerichtshof: Volksbegehren zur Abschaffung der Studienbeiträge in Bayern wird zugelassen https://eindruecke.achmnt.eu/2012/10/3456/ Tue, 23 Oct 2012 22:40:19 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=3456 Read more…]]> http://www.bayern.de/Pressemitteilungen-.1255.10397907/index.htm

Gegen die Erwartungen aller anderen Landtagsfraktionen hat der Bayerische Verfassungsgerichtshof das Volksbegehren der Freien Wähler gegen Studienbeiträge in Bayern zugelassen. Der Argumentation der Bayerischen Staatsregierung, wonach es sich um eine unzulässige Abstimmung über Teile des bayerischen Staatshaushaltes handele, folgten die Richter nicht. Da die Studienbeiträge vielmehr direkt den Universitäten als Körperschaften öffentlichen Rechts wie Stiftungsmittel zugewiesen werden, ließen sie das Volksbegehren zu.

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MBA Hochschul- und Wissenschaftsmanagement der Hochschule Osnabrück https://eindruecke.achmnt.eu/2012/05/2808/ Sun, 20 May 2012 20:19:11 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=2808 Read more…]]> http://www.wiso.hs-osnabrueck.de/hwm-mba.html

Dass die Hochschule Osnabrück einen eigenen MBA in Hochschul- und Wissenschaftsmanagment anbietet ist durchaus einen Blogeintrag wert. Sind Prozesse innerhalb der Hochschule und ihre Einbettung in den wissenschaftspolitischen Gesamtkontext doch äußerst komplex. Auch wenn es der anbietenden wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät nicht zu verübeln ist, so ist in dem Studiengang doch die starke Tendenz zu erkennen, die Verwaltung einer Hochschule allein auf Marketing und Management auszurichten – eine Tendenz, die einem Geisteswissenschaftler v.a. vor dem Hintergrund seiner universitätsgeschichtlichen wissenschaftlichen Tätigkeit nur bedingt gefallen kann. Um so erfreulicher ist es, dass beispielsweise an der LMU München unter der Führung eines Professors der Finanzwissenschaften ein Altphilologe Vizepräsident für Personal- und Wirtschaftsangelegenheiten werden konnte (http://www.einsichten-online.de/2010/05/96)

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