Museen – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu von Dr. Andreas C. Hofmann Fri, 13 Jan 2023 17:28:56 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.6.2 https://eindruecke.achmnt.eu/wp-content/uploads/2020/05/cropped-einsichten-titel1-2-32x32.jpg Museen – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu 32 32 208800265 #museumsreport Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee https://eindruecke.achmnt.eu/2022/07/15939/ Fri, 08 Jul 2022 22:52:42 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=15939 Read more…]]> http://www.wasmeier.de

Das 2007 vom Skirennläufer Markus Wasmeier in Neuhaus am Schliersee eröffnete Freilichtmuseum rekonstruiert ein altbayerisches Dorf. Wasmeier versetzte mit Unterstützung von Sponsoren vom Verfall bedrohte Bauern- und Almhäuser in das Freilichtmuseum. Dieses ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Bayerische Oberlandbahn erreichbar und außerdem wenige Gehminuten von der Haltestelle Fischhausen-Neuhaus entfernt. Das Zentrum des Dorfes bildet die 15 Minuten vom Eingang entfernte Dorfwirtschaft, welche bayerische Kost zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis bietet.

Direkt an die Dorfwirtschaft grenzt der Dorfladen an, der Lebensmittel aus eigener Produktion und Souvenirs bietet. Der Lukashof beherbergt die Ausstellung „Strom im Wandel der Zeit“ und zeigt elektrische Beleuchtung und Haushaltsutensilien von 1900 bis zu den 1970er Jahren. Weitere Höfe in der Dorfmitte sind ferner der im Stand von 1730 wieder aufgebaute Riederhof und der Behamhof als eine der jüngsten Errungenschaften. An der Peripherie des Dorfes befinden sich die Dorfkapelle, die Kasalm sowie das Bienenhaus mit seinem beeindruckenden in Plexiglas eingekleideten Bienenstock.

Das Freilichtmuseum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, eine längere Öffnung in den Abendstunden wäre wünschenswert. Der Eintritt ist mit 9,90 € für Erwachsene erschwinglich, wobei die Kosten für die Einkehr in der Dorfwirtschaft noch dazukommen. Ein Besuch im Freilichtmuseum ist für den interessierten Laien sowohl eine Erholung als auch ein fachlicher Gewinn. Dieses Zusammenwirken des prominenten und verantwortungsbewussten Sohns des Schliersees und den an den jeweiligen Stationen sichtbar angebrachten Sponsoren steht für andere heimatgeschichtliche Stätten durchaus Pate.

Auch in digitaler Hinsicht ist das Freilichtmuseum einen Besuch wert. Die nicht immer intuitiv gestaltete Homepage enthält zahlreiche Informationen, Landkarten und aktuelle Informationen. Was sich indes hinter der angekündigten ‚Wasmeier´s App‘ verbergen wird, bleibt noch im Verborgenen.

Datum des Museumsbesuchs
Mai 2022

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#museumsreport Kempten-Museum im Zumsteinhaus https://eindruecke.achmnt.eu/2022/02/15226/ Thu, 10 Feb 2022 23:09:28 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=15226 Read more…]]> https://kempten-museum.de/

Als Teil der Museen der Stadt Kempten ist das Kempten-Museum im Zumstein-Haus das Stadt- und Heimatmuseum. Der Besucher erhält im Erdgeschoß durch eine Zeitleiste mit partizipativen Elementen anhand von 100 Ereignissen einen Überblick über die Kemptener Geschichte von der Römerzeit bis zur Gegenwart. Ein weiterer Raum im Erdgeschoß beleuchtet die Familie Zumstein, ihre wirtschaftlichen Betätigungsfelder und deren Bedeutung für Kemptens. 

Im I. und II. Obergeschoß illustrieren elf Themenräume die wechselreiche Geschichte Kemptens: Macht und Ohnmacht; Verkehr; Glauben; Gesundheit; Stadtraum; Produktion; Migration; Markt; Wohnen; Freizeit; Allgäuer Festwoche. Das multimediale Highlight des Museums ist das Stadtmodell im Stadtraum, auf welches die verschiedenen Entwicklungsstufen und Ereignisse der Kemptener Geschichte pr0jeziert und somit plastisch gemacht werden. Kulturgeschichtlich besonders interessant ist der Raum Migration, in welchem die Lebenswege verschiedener Personen vorgestellt werden, die in Kempten eine neue Heimat gefunden haben. 

Das Museum setzt die neuen Medien gewinnbringend und zugleich sparsam ein. Die Interaktion mit dem Nutzer wird durch verschiedene Mitmach-Stationen erreicht. Diese haben wie der Zeitstrahl teilweise digitale Elemente, sind aber wie eine Prägezange zum Fertigen von Prägesiegeln teilweise auch rein mechanisch. Das museumspädagogische Ziel wird klar erreicht: Als zwar fachlich vorbelasteter, aber inhaltlich unkundiger Gast hatte ich nach dem Besuch des Kempten-Museums den Eindruck, der facettenreichen Geschichte dieses Ortes deutlich näher gekommen zu sein.

Dass der Eintritt für ein Museum dieses Formates kostenlos ist, ist keine Selbstverständlichkeit. Am besten ist das Museum mit dem Bus erreichbar, da es über keine eigenen Parkplätze verfügt. Der Museumsshop und das Museumscafé im Erdgeschoß runden den inhaltlich wie atmosphärisch erfreulichen Besuch ab.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
August 2021

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15226
#museumsreport Schlossmuseum Murnau https://eindruecke.achmnt.eu/2021/08/15050/ Wed, 25 Aug 2021 21:38:58 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=15050 Read more…]]> www.schlossmuseum-murnau.de 

Das Schlossmuseum Murnau erstreckt sich über sechs Ebenen. Den Schwerpunkt bilden die Arbeiten Gabriele Münters und der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ sowie das Leben und Wirken des Murnauer Schriftstellers Ödon von Horvath. Darüber hinaus sind Gemälde des 19. Jahrhunderts sowie lokale und internationale Hinterglaskunst ausgestellt. Der Ort Murnau selbst ist durch Ausstellungen über das Murnauer Schloss, den Markt Murnau und die Murnauer Landschaften vertreten. Die Kombination von Ausstellungen über Murnauer Künstler, Murnauer Sammlungen und Murnauer Geschichten macht das Museum zu einem Kristallisationspunkt für Murnauer Kulturortschaftsgeschichte im besten Sinne. 

In museumspädagogischer Hinsicht verfolgt das Schlossmuseum seinen eigenen, in sich schlüssigen, Stil. Die Verwendung mechanischer Mittel wie verschiebbarer Tafeln oder bemalbarer Folien ist gepaart mit dem behutsamen Einsatz audiovisueller Mittel. Leider gelingt die Orientierung zwischen den einzelnen Ausstellungen nur schwerlich ohne die Unterstützung des Aufsichtspersonals. Ein klareres Besucherleitsystem würde diesem Mangel Abhilfe leisten. Vorbildlich gestaltet ist die Internetpräsenz, welche das Museum selbst, seine Sammlungen und die begleitenden Publikationen vorstellt. Darüber hinaus bietet das Museum Kurse zur Kunstvermittlung und stellt in einer Mediathek zahlreiche kunstpädagogischen Materialien bereit. 

Der Eintritt kostet für Erwachsene 10 € für alle Ausstellungen, der ermäßigte Preis liegt bei 5 €. Vor dem Hintergrund des Angebots ist dies eine sinnvolle Investition. Der naheliegende Schlossgarten Murnau bietet hochwertige Küche zu einem vertretbaren Preis, auch wenn das Ambiente auf den ersten Blick eher wie ein klassischer Biergarten erscheint. 

Zeitpunkt des Museumsbesuchs
Juli 2021

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15050
#museumsreport Holzknechtmuseum Ruhpolding https://eindruecke.achmnt.eu/2020/12/14732/ Sat, 19 Dec 2020 21:15:22 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=14732 Read more…]]> www.holzknechtmuseum.com

Das Holzknechtmuseum Ruhpolding widmet sich Leben und Arbeiten der Waldarbeiter und Forstwirte im ehemaligen Salinengebiet Traunstein. Die Dauerausstellung zeigt die Geschichte der Holzknechte mit ihren Arbeitsbedingungen und Lebensumständen sowie edie Entwicklung der Werkzeuge und Methoden zur Holzgewinnung. Die thematischen Schwerpunkte werden durch Tondokumente und lebensgroße Szenarien illustriert. Im Freigelände des Museums stehen originale Holzknechthütten, die ursprünglich in den Bergwäldern der Umgebung standen und den Holzknechten als Wohn- und Schlafraum dienten. In den 1980er Jahren wurden diese Hütten im Freigelände des Museums wieder aufgebaut.

Das Museum befindet sich in der Trägerschaft eines Zweckverbades aus Bezirk Oberbayern, Landkreis Traunstein, Gemeinde Ruhpolding und dem Förderverein des Mueums. Dieser breite institutionelle Hintergrund erklärt die für ländliche Verhältnisse gute Ausstattung des Museums: Die sich über mehrere Etagen erstreckende Dauerausstellung ist museumspädagogisch zwar konservativ ausgerichtet. Trotz oder gerade wegen des unterbliebenen mediendidaktischen Feuerwerks ist die Konzeption für den Nutzer leicht zugänglich. Das Highlight ist defintiv das Freigelände, in welchem Holzknechthütten die Lebensumstände verdeutlichen und einzelne Konstruktionen den Transport des Holzes nachahmen.

Urlauber in der Region sollten das Museum in jedem Fall besuchen und ein bis zwei Stunden einplanen. Der Eintritt ist mit 4 € (Erwachsene) bzw. 2 € (Kinder) durchaus günstig. Wegen seiner Lage ist das Holzknechtmuseum allerdings nur mit dem Auto oder Bus erreichbar.

Zeitpunkt des Mueumsbesuchs
August 2020

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#museumsreport Lascaux IV. Centre International d’Art Pariétal https://eindruecke.achmnt.eu/2020/07/13985/ Fri, 03 Jul 2020 20:58:26 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=13985 Read more…]]> www.lascaux.fr/en

Im Jahre 1940 wurde die jungpaläolithische Höhle von Lascaux entdeckt. Zum Schutz vor hohem Besucherandrang wurden Nachbildungen erstellt. Während Lascaux II und Lascaux III die Höhle nur in Teilen nachbildeten, präsentiert Lascaux IV Reproduktionen aller Kunstwerke und auch einiger kompletter Räume. Für den Laien und wohl auch den Experten ist ein Unterschied mit bloßem Auge nicht erkennbar. So bietet Lascaux IV dem Besucher eine Doppelsensation: die urgeschichtlichen Höhlenmalereien und ihre neuzeitliche Reproduktion. Der museumspädagogische Einsatz moderner Technologien ist behutsam genug, um das urgeschichtliche Flair nicht zu (zer)stören.

Ein Aufenthalt in der südfranzösischen Provinz lässt sich gut mit einem Besuch in Lascaux kombinieren. Die urgeschichtlichen Malereien und ihre unglaubliche Reproduktion sind beeindruckend. Der Ruf, der dem Centre International d’Art Pariétal vorauseilt, ist allerdings doch etwas größer als die Tatsachen. Wegen des hohen Andrangs ist wenig Zeit, das Areal in Ruhe zu studieren, so eine Führung weniger als anderthalb Stunden braucht. Ein Eintrittspreis von 20 € für Erwachsene ist für diese technische Meisterleistung aus Vergangenheit und Gegenwart allerdings durchaus angemessen. Einzig einen Parkplatz zu finden, war trotz konservativer Zeitplanung fast unmöglich. 

Zeitpunkt des Mueumsbesuchs:
August 2019

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#museumsreport Heimatmuseum Freudenthal/Altvater im Stadtmuseum Memmingen https://eindruecke.achmnt.eu/2020/01/10573/ Sat, 25 Jan 2020 20:12:27 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=10573 Read more…]]>

www.memmingen.de/kultur/museen-kunst/stadtmuseum/heimatmuseum-freudenthalaltvater.html

Heimatvertriebenen ein Heimatmuseum bieten. In Memmingen ist dies mit der Heimatstube Freudenthal meisterhaft gelungen. Auf 135 qm in vier Zimmern und drei Gängen wird im Stadtmuseum dem Besucher verdeutlicht, was Heimat ausmacht. Sei es die allgemeine Geschichte des Sudetenlandes und des Deutschen Ordens oder die Stadtgeschichte Freudenthals im Kontext der allgemeinen historischen Entwicklung der Region. Karten, Großaufnahmen und Ortschroniken ermöglichen den Besucher eine historische Einordnung in den größeren Kontext. Aber auch Kultur- und Alltagsgeschichte spielen eine Rolle, wenn Trachten, das Leben in der Gemeinschaft, die industrielle Arbeiterschaft sowie heimische Literatur betrachtet werden.

Besucher des Stadtmuseums werden an einen anderen Ort in einer anderen Zeit versetzt. Heimatvertriebene und deren Nachkommen haben einen Anlaufpunkt, um ihrer Herkunft zu gedenken oder mehr darüber zu erfahren. Errichtet wurde das Heimatmuseum anlässlich der Patenschaftsübernahme von Memmingen für die Freudenthaler Bevölkerung im Jahre 1956. Wie für alle Memminger Museen ist auch der Eintritt in das Heimatmuseum Freudenthal kostenlos, auch wenn diese positive Tatsache auf der Museums-Homepage nicht beworben wird. Vom Bahnhof Memmingen ist das Museum in etwa zehn Minuten zu Fuß zu erreichen. Zu beachten ist, dass wegen fehlender Heizung das Museum nur von Mai bis Januar geöffnet ist.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs
Juni 2019

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#museumsreport Burgmuseum Grünwald »ᴄᴏᴍᴘᴀᴄᴛ https://eindruecke.achmnt.eu/2019/10/10460/ Thu, 17 Oct 2019 22:51:33 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=10460 Read more…]]> http://www.archaeologie-bayern.de/de/zweigmuseen/gruenwald/

Das Burgmuseum Grünwald, ein ehemaliges Wittelsbacher Jagdschloss, wurde in den letzten Jahren umfangreich saniert. Mit der baulichen Erweiterung ging auch eine inhaltliche Neugestaltung der Dauerausstellung mit dem Thema „Burgen in Bayern“ einher. Im Mittelpunkt steht dabei die Geschichte der Burg Grünwald. Dem Besucher werden zudem Burgen aus dem Isartal und aus ganz Bayern vorgestellt, von der frühmittelalterlichen Fliehburg bis zur romantischen Ritterburg.

Hands-on Stationen und Inszenierungen laden ein, sich mit der Welt des Mittelalters vertraut zu machen. […] Der Museumsshop bietet Ihnen ein ausgewähltes Sortiment an Textilien, Literatur, Schmuck, Porzellan, Kinderspielzeug, Souvenirs sowie Kaffee, Kuchen und Getränken an. Neu ist ein Buchsortiment zum Thema Karl Valentin, der am Ende des zweiten Weltkrieges regelmäßiger Besucher der Burg war. Der Grünwalder Burghonig ist an der Kasse erhältlich.

Der Eintritt ist mit 4.50 € (ermäßigt: 3.00 €) für alle Ausstellungen sehr günstig. Ein Besuch lässt für den geneigten Laien, wie auch den mediaevistischen Experten das Mittelalter lebendig werden. Das Museum ist von der Straßenbahnstation Grünwald in etwa fünf  Minuten zu erreichen. Falls man sich also bereits in Grünwald befindet, sollte ein Besuch von ca. einer Stunde in jedem Fall eingeplant werden. Günstige Verkostung ist indes in der Hochpreisgemeinde nicht zu erwarten.

Textnachweis Abs. 1 und 2: Archäologische Staatssammlung München

Zeitpunkt des Museumsbesuchs
September 2018

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#museumsreport DB-Museum / Verkehrsmuseum Nürnberg https://eindruecke.achmnt.eu/2019/08/10261/ Tue, 06 Aug 2019 16:09:15 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=10261 Read more…]]> https://www.dbmuseum.de/

Ein Muss für alle Eisenbahnfreunde! Das DB-Museum (vormals Verkehrsmuseum) Nürnberg bietet in seiner Dauerausstellung einen Gang durch die Geschichte der deutschen Eisenbahn ab urbe condita – ein Augenschmaus für den Eisenbahnfreund: Angefangen mit einem Nachbau des Adlers über die Entwicklung im langen 19. Jahrhundert (1835-1919), der Bahn im Dienst von Weimarer Republik und Nationalsozialismus (1920-1945), der geteilten Entwicklung in BRD und DDR (1945-1990) sowie den Jahren bis zur Gegenwart. 

Mit zahlreichen Devotionalien wird Geschichte lebendig gemacht. Uniformen, Fahrkarten, Kursbücher und Fotographien versetzen den Besucher in die jeweiligen Epochen zurück. In der Fahrzeughalle können neben dem Adler beispielsweise der Hofzug des Bayernkönigs Ludwig II. oder der Salonwagen des Reichskanzlers Otto von Bismarck bewundert werden. Das Modellarium mit über 2.000 Modellen aus den letzten 150 Jahren sowie die Modellbahnanlage mit Gleisen von über 500 Metern länge gehören untrennbar dazu.

Das DB-Museum befindet sich in Laufweite des Nürnberger Hauptbahnhofs. Es ist an Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr sowie Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist mit 6 € für Erwachsene (ermäßigt 5 €) sowie 3 € für Kinder und Jugendliche gut bemessen, die Familienkarte kostet 12 €. 

Zeitpunkt des Museumsbesuchs
Juli 2018

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#museumsreport Deutsches Historisches Museum, Dauer­ausstellung „Deutsche Geschichte vom Mittelalter bis zum Mauerfall“ https://eindruecke.achmnt.eu/2019/02/10049/ Sat, 09 Feb 2019 17:20:36 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=10049 Read more…]]> http://www.dhm.de

Die Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums bietet eine Reise durch die Deutsche Geschichte anhand einer Sammlung von rund 7000 Exponaten von unschätzbarem kulturgeschichtlichem Wert. Allein durch die geballte Masse an ‚Geschichte pur‘ lohnt sich ein Besuch für interessierte Laien wie geschichts­wissen­schaftliche Experten. Vor allem durch alltags-, kunst- und militärgeschichtliche Gegenstände aber auch historische Dokumente wird Geschichte in ihren unterschiedlichsten Facetten erlebbar gemacht.

Leider werden die historischen Objekte nicht konsequent nach modernen museums­didaktischen Methoden dargestellt. Es kann dem Besucher passieren, dass er in Ermangelung eines modernen Leitsystems sich zwischen den Epochen ‚verläuft‘ und Zeitsprünge vollzieht. Auch sind Gemälde und Vitrinen teils auf äußerst unglückliche Weise auf den Rückseiten anderer Exponate versteckt, ohne dass ein entsprechender Hinweis auf sie aufmerksam machen würde. Auch kommen neueste geschichts­wissen­schaftliche Erkenntnisse zu kurz. Sicher ist hier eine Gratwanderung zwischen populärwissenschaftlicher Simplizität und fachwissenschaftlicher Aktualität geboten. Trotzdem ist der historische Kontext beispielsweise zum 19. Jahrhundert zu pessimistisch dargestellt.

Mehr als nur vorbildlich ist die Internetpräsenz des Deutschen Historischen Museums, welche die gängigen Informationen zu Einrichtung, Ausstellungen, Konditionen und Museumspädagogik enthält. Darüber hinaus bietet eine Datenbank Informationen zu mehr als 600.000 Objekten, wovon nach ca. die Hälfte als Digitalisat zur Verfügung steht. Einziger Wermutstropfen ist, dass die Objekte mit keinen persistenten Identifikatoren ausgezeichnet sind. Eine museumspädagogische Freude ist auch das Lebendige Museum Online, welches es als virtuelles Museum allerdings an dieser Stelle nicht ausführlich zu besprechen gilt.

Das Deutsche Historische Museum befindet sich im Gefolge anderer kultureller Einrichtungen an der Straße Unter den Linden. Es ist in Laufweite der S-Bahn Haltestelle Friedrichstraße und somit für Besucher zentral zu erreichen. Die Preise bieten mit 8 € für Erwachsene, 4 € ermäßigt und kostenlosem Eintritt für Minderjährige ein äußerst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Garderobe ist kostenlos und nimmt auch größere Gepäckstücke entgegen, so dass das Museum auch am Tag der Abreise besucht werden kann.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs
Juni 2018

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#museumsreport Museum für Angewandte Kunst Gera, Rettung des Ferberschen Hauses »sᴘᴇᴢɪᴀʟ https://eindruecke.achmnt.eu/2018/11/9862/ Sun, 18 Nov 2018 00:15:49 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=9862 Read more…]]> Das Ferbersche Haus ist eines der ältesten Gebäude in Gera und beherbergt das Museum für Angewandte Kunst. Wegen zu hoher Kosten stand ein privater Investor zur Debatte, an dessen Zielen allerdings berechtigte Zweifel bestanden. Der Geraer Stadtrat hat am 15. November 2018 ohne Gegenstimmen nun beschlossen von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch zu machen. Damit ist der Weg frei für einen Verkauf an die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen, was auch den Bestand des dort angesiedelten Museums für angewandte Kunst sichert. Dieser Erfolg ist nicht zuletzt ein Verdienst der Freunde des Ferberschen Hauses e.V. mit der Vereinsvorsitzenden Sigrid Müller an der Spitze.

Eine Berichterstattung finden Sie beispielsweise bei folgenden Medien:

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#museumsreport Nationale Museen für Archäologie und Geschichte in Sofia/Bulgarien https://eindruecke.achmnt.eu/2018/08/9675/ Mon, 27 Aug 2018 21:45:02 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=9675 Read more…]]> http://www.naim.bg/en/home/
http://www.historymuseum.org/en/

Ein Besuch im Nationalen Archäologischen Museum und im Nationalen Historischen Museum ist nichts für schwache germanozentrische Gemüter. Wer wie der sowohl persönlich als auch fachlich westeuropäisch sozialisierte Unterzeichnete bislang von bulgarischer Geschichte nur wenig — oder ehrlich gesagt gar nichts — wusste, wird nach der Besichtigung der beiden Museen für die Kultur und Geschichte Bulgariens vor allem Staunen und Bewunderung empfinden. Es ist ein in jedem Fall bemerkenswertes Land, das aufgrund seiner vielseitigen Geschichte verschiedene kulturelle Einflüsse in einer vielschichtigen Identität vereint.

Das Nationale Archäologische Museum befindet sich im Zentrum von Sofia unweit des Nationaltheaters und der Nationalgallerie. Es zeigt Fundstücke, die auf dem Boden des heutigen Bulgariens gefunden wurden. Das Museum unterteilt sich in Bereiche zur Prähistorie (bis zur mittleren Bronzezeit / 1.600 v. Chr.), Antike (späte Bronzezeit / 1.600 v. Chr. bis Spätantike / 600 n. Chr.) sowie dem Mittelalter (7. bis 15. Jahr­hundert). Darüber hinaus zeigt die Aula Ausstellungsstücke aus der Antike und dem Mittelalter. Als ein Institut der Akademie der Wissenschaften ist das Museum führend in der archäologischen Erforschung des Landes.

Am südlichen Stadtrand liegt das Nationale Historische Museum, das im ehemaligen sozialistischen und architekturpsychologisch nur schwer zu ertragendem Präsidenten­palast residiert. Seine 30 Sammlungen reichen von der Vor- und Frühgeschichte, über Antike und Mittelalter bis zur Osmanischen Herrschaft und der Zeitgeschichte. Die Ausstellungsstücke decken mit Alltagsgegenständen, Kunstwerken, Kriegsgeräten, Dokumenten, Kleidungsstücken sowie Ton-, Bild- und Filmdokumenten ein breites Spektrum ab. Es gibt ferner Abschnitte zu Folklore und Münzen sowie Schenkungen von Boyan Radev und Ivan Stancioff. 

Beide Museen bieten Informationen auf einer englischsprachigen Internetseite, wobei die des Nationalen Historischen Museums sprachlich und technisch besser konzipiert ist. Bei einem Aufenthalt in Sofia ist ein Besuch im zentral liegenden Nationalen Archäologischen Museum eine Pflicht, die aber in etwa ein bis zwei Stunden absolviert werden kann. Für eine Visite im Nationalen Historischen Museum ist in etwa ein halber Tag einzuplanen, wobei die längere Wegstrecke auch mit dem öffentlichen Nahverkehr zurückgelegt werden kann. In nächster Nähe zum Nationalen Historischen Museum liegt die aus dem 10. Jahrhundert stammende Bojana-Kirche.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs
Juni 2017

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9675
Museumsreport: Goethes Gartenhaus in Weimar https://eindruecke.achmnt.eu/2018/01/9121/ Mon, 22 Jan 2018 21:26:33 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=9121 Read more…]]> https://www.klassik-stiftung.de/einrichtungen/museen/goethes-gartenhaus/

Das zur Klassik Stiftung Weimar gehörende Gartenhaus Johann Wolfgang Goethes war von 1776 bis 1782 sein hauptsächlicher Wohn- und Arbeitssitz, den er danach allerdings nur noch gelegentlich besuchte. Hier führte er seine Regierungsgeschäfte aus und schrieb beispielsweise an seiner Ballade „Der Erlkönig“. Das Anwesen ist originalgetreu erhalten und bietet somit einen authentischen Einblick, wie das Leben Goethes damals gewesen ist. Besonders interessant ist es, die Arbeitsatmosphäre und die Inspiration des Gartens nachzuempfinden.

Das Anwesen liegt am Rande des Parks an der Ilm und ist für Besucher der Weimarer Innenstadt fußläufig erreichbar. Mit einem Eintrittspreis von 6,50 € für Erwachsene schlägt der Eintrittspreis insofern unverhältnismäßig zu Buche, als auch der aufmerksame Museumsgänger ob der hohen Besucherzahl nicht mehr als eine viertel Stunde in Goethes Gartenhaus verweilen wird. Als Teil einer Stadtbesichtigung lohnt sich Goethes Gartenhaus in jedem Fall, zumal bei schönem Wetter auch der umliegende Park an der Ilm Raum für Erholung bietet.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs
April 2017

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9121
Museumsreport: Localbahnmuseum Bayerisch-Eisenstein – mit virtueller Teilausstellung https://eindruecke.achmnt.eu/2017/06/8470/ Thu, 29 Jun 2017 19:03:42 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=8470 http://www.localbahnverein.de/localbahnmuseum.htm

[See image gallery at eindruecke.achmnt.eu]

Veröffentlichung der Fotographien mit freundlicher Erlaubnis des Localbahnmuseums Bayerisch-Eisenstein

I. Der Museumsgedanke

Bereits 1976 wurde im Verein die Idee eines Lokalbahnmuseums geboren und an Behörden sowie an die Öffentlichkeit herangetragen. Auf dem ehemaligen Gelände der Localbahn AG in München-Thalkirchen sollte das Museum entstehen. Der Standort schien deshalb so gut geeignet, weil die Betriebsanlagen und Gebäude noch weitgehend vorhanden waren. Auch ein historischer Betrieb auf der stillgelegten Teilstrecke der Isartalbahn schien möglich zu ein.

Trotz laufender Vorstöße des Vereins gemeinsam mit dem Arbeitskreis Kulturelles München und dem Münchner Forum ließen sich keine konkreten Ergebnisse erzielen. Da für die im Aufbau befindliche Fahrzeugsammlung eine dauerhafte Unterbringung gefunden werden mußte, beschloss der Vorstand im Jahr 1978, sich um den Lokschuppen in Bayerisch-Eisenstein zu bemühen. Das hier vorgefundene Esemble von 1877 bot eine hervorragende Alternative zur ursprünglichen Planung, steht unter Denkmalschutz und ist inzwischen mit tatkräftiger Hilfe der Zuschussgeber restauriert worden und als Museum im Betrieb.

Quelle: Ausstellungstext „Der Träger des Museums“; © Bayerischer Localbahnverein e.V.

II. Die Lokstation Bayerisch Eisenstein

Da Bayerisch-Eisenstein Grenzbahnhof ist, wurden hier die Lokomotiven gewechselt. Die bayerischen Maschinen kamen vom Bahnbetriebswerk Plattling herauf. Sie mussten in Eisenstein mit Kohle und Wasser versorgt, gedreht, sowie für die Rückfahrt vorbereitet werden und übernachteten teilweise hier. Hierzu wurde 1877 der Lokschuppen zusammen mit dem Bahnhof und den übrigen Gebäuden nach Plänen der Bayerischen Ostbahn Gesellschaft errichtet. Auch auf der böhmischen Seite entstand ein entsprechendes Betriebswerk, wo die Lokomotiven aus Klattau versorgt wurden.

Im Laufe seines Bestehens wurde der Lokschuppen mehrmals umgebaut, weil die Gleislänge im Rundhaus für die immer größer werdenden Lokomotiven nicht mehr ausreichte. Dies ist am dargestellten Grundriss deutlich erkennbar. Das wesentliche Langhaus wurde später als Bahnmeistermagazin genutzt. Im Dachraum des Lokschuppens sind drei Wassertanks mit einem Fassungsvermögen von 55 m3 eingebaut, die aus einer Quelle am gegenüberliegenden Hang gespeist wurden. Ferner enthält das Obergeschoss zwei Wohnungen für örtliche Eisenbahnbedienstete, deren Aufgabe die Betreuung und Wartung der Lokomotiven während des Aufenthalts in der Lokstation war.

Quelle: Ausstellungstext „Localbahnmuseum Bayrisch Eisenstein“; © Bayerischer Localbahnverein e.V.

III. Teilausstellung: „Waldbahn-Momente“

Dr. Wolfgang Baierl, Jahrgang 1958, ist von Beruf Unfallchirurg, wohnt in Deggendorf und ist am dortigen Klinikum seit 1984 beschäftigt. […] An einerr Fülle von Aufnahmen, die in relativ kurzer Zeit an seiner Hausstrecke entstanden waren, konnte dem überaus interessiertem Publikum 1996 eine umfangreiche Ausstellung im Bürgerspital in Plattling dargeboten werden. In aktualisierter und erweiterter Form kann die „Reise in Bildern“ künftig im Localbahnmuseum in Bayerisch-Eisenstein unternommen werden. 

Anliegen der hier gezeigten Fotografien soll nicht eine Darstellung verschiedener Arten von Schienenfahrzeugen sein. Die Typenvielfalt der Dampflokzeit und der frühen Bundesbahnära ist ja ohnehin für immer verloren! Diese Bilder leben vom atmosphärischen Reiz des Bahnwesens, der auch in unseren Tagen praktisch vor der Haustüre sichtbar ist. Sie zeigen Schienen, Züge, Signale und Bahnarchitektur lebendig und in ästhetischer Harmonie mit Landschaften und Stadtbildern, Wetter- und Zeitzyklen. 

Quelle: Ausstellungstext „Zur Entstehung der Ausstellung ‚Waldbahn-Momente'“; © Bayerischer Localbahnverein e.V. / Dr. Wolfgang Baierl

IV. Summa summarum

Die hier gezeigten Fotographien bieten nur einen Bruchteil dessen, was das Lokalbahnmuseum zu bieten hat. Insbesondere weitere Fahrzeuge und hierbei insbesondere Dampflokomotiven können von Fans und Fachleuten gleichermaßen bewundert werden. Für alle Gäste der Region Bayerischer Wald, die zugleich eine minimale Affinität zur Eisenbahn haben, ist der Besuch im Lokalbahnmuseum ein ‚Muss‘. Diese Ausstellung bietet alles, was das Eisenbahnerherz begehrt und auch noch manches darüber hinaus.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
September 2016

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8470
Museumsreport: Schnupftabak- und Stadtmuseum Grafenau https://eindruecke.achmnt.eu/2017/02/8259/ Sat, 25 Feb 2017 19:46:17 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=8259 Read more…]]> http://www.museum-grafenau.de/

Das Schnupftabakmuseum ist im ehemaligen Spital der Stadt Grafenau untergebracht. Es erwartet den Besucher eine Auswahl an ca. 1.500 Schnupftabakgläsern verschiedener Farben, Größe und Bemalung. Dass einige Exponate auch aus China und Afrika kommen verdeutlicht, wie weit verbreitet und kulturell integriert das „Schnupfen“ ist. Ein Schmankerl ist das größte Schnupftabakglas der Welt mit 69,7 x 45,7 cm und einem Gewicht von ca. 32 kg. Ein Film zeigt seine Produktion und erste Nutzung des Rekordbehältnisses. Angegliedert ist eine Sammlung mit Karikaturen zum „Schnupfen“.

Im Stadtmuseum finden sich eine Reihe an Exponaten wie v.a. Uniformen der Bürgerwehr mit direktem Bezug zur Geschichte der Stadt Grafenau. Neben einer Reihe an Kramerläden ist die auf die 1860er Jahre datierte originalgetreue Stadtapotheke einer der Hingucker des Museums. Aber auch das religiöse Brauchtum der Region wird durch eine Reihe an Wachs­stöcken präsentiert. Ein eigenes Stockwerk richtet sich dem Handwerk der Region und zeigt vergangene Instrumente, die der nachwachsenden Generation des 21. Jahrhunderts nur als fremd erscheinen können.

Sowohl der interessierte Laie als auch der geneigte Experte sollten einen Aufenthalt in der Region nutzen, um das Schnupftabak- und Stadtmuseum Grafenau zu besuchen. Für einen aufmerksamen Besuch sollte mindestens eine Stunde eingeplant werden. Das Museum befindet sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
September 2016

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8259
Museumsreport: Freilichtmuseum Finsterau i. NB. https://eindruecke.achmnt.eu/2016/12/8118/ Mon, 26 Dec 2016 22:45:21 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=8118 Read more…]]> http://www.freilichtmuseum.de/museum-finsterau/

Das Freilichtmuseum Finsterau ist Teil des kommunalen Zweckverbandes Freilichtmuseum Massing/Rottal und Finsterau/Bayerischer Wald, welcher das frühere Leben, Wirtschaften und Bauen der bäuerlichen Bevölkerung Niederbayerns darstellen möchte. Es ist Zeit erforderlich, um das weitläufige Freilichtmuseum mit den über zehn Gehöften und Gebäuden mit Ruhe und Aufmerksamkeit zu erleben. Die bis ins 18. Jahrhundert zurück­datierten Gebäude wurden aus verschiedenen Teilen des Bayerischen Waldes abgebaut und im Freilichtmuseum orginal­getreu wiedererrichtet. Hierbei sind im Freilichtmseum ‚klassische‘ Höfe gleichermaßen zu sehen wie im bayerischen Wald nur selten vorkommende Bauwerke. Der Besucher wird mit einem Rundgang geleitet und erlebt eine Reise in die Vergangenheit. Museumspädagogisch setzt das Freilichtmuseum moderne Konzepte und Techniken eher konservativ ein, was dem Konzept des Nachbaus vergangener Lebensweisen nicht zuwider läuft.

Absolut vorbildlich ist der Internetauftritt des Museums, der den interessierten Nutzer bereits mit sehr umfangreichen Informationen versorgt, natürlich ohne den Besuch des Freilicht­museums entbehrlich zu machen. So wird beispielsweise die Geschichte eines jeden Gebäudes mit Außen- und teilweise Innenaufnahmen kurz vorgestellt. Öffnungszeiten, Preise, Anfahrtmöglichkeiten, Pressefotos und Termine sind übersichtlich strukturiert und aktuell gehalten. Flyer und andere Broschüren zum Freilichtmuseum sowie wissenschaftliche und heimatkundliche Beiträge werden kostenlos zum Download angeboten. Ein Leckerbissen wartet in der Museumsgastronomie, die Brotzeit, Kaffee und Kuchen auf geschmacklich hohem Niveau bietet. Das Museum ist nahe der deutsch-tschechischen Grenze und somit leider nicht zentral gelegen. Es ist allerdings mit dem Auto und den öffentlichen Verkehrsmitteln der Region erreichbar.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
September 2016

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Museumsreport: Glasmuseum Frauenau / Gläserne Gärten https://eindruecke.achmnt.eu/2016/09/7915/ Tue, 20 Sep 2016 21:49:18 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=7915 Read more…]]> http://www.glasmuseum-frauenau.de/
http://www.die-glaesernen-gaerten-von-frauenau.de/

Das Staatliche Museum zur Geschichte der Glaskultur / Glasmuseum Frauenau befindet sich inmitten der Gläsernen Gärten der Gemeinde. Die auf drei Ebenen untergebrachte Ausstellung hat zwei Schwerpunkte: Der museumspädagogische Teil führt in die Geschichte des Glases und seiner Produktion ein. Im Boden des Museums nachgebildete historische Glasfunde lassen den Besucher über die Geschichte des Glases schweben. Diesen Eindruck verstärken zeitgenössische Quellen mit Konzessionen oder handwerklichen Anleitungen, die auf gläserne Säulen aufgedruckt sind. Echte Exponate führen den interessierten Gast schließlich durch alle Epochen der Glasproduktion bis zur Neuzeit. Den museumspädagogischen Höhepunkt bildet ein in Originalgröße nachempfundener Glasofen mit schriftlichen und bildlichen Dokumenten aus einer Glashütte.

Der Sammlungsteil macht einzigartige Exponate der internationalen Glaskunst der Öffentlichkeit zugänglich, wobei die Farbenfreude bis hin zu neongelbem Uranglas besonders beeindruckt. Zusammen mit Sonderausstellungen sowie einer Studiensammlung zu Schnupftabakgläsern, Schmuck und Hinterglasbildern wird das Glasmuseum für den interessierten Touristen sowie den fachkundigen Experten zu einem Muß. Vorbildlich sind der Internetauftritt des Museums sowie die Einbindung der bibliothekarischen Fachbestände in den Bibliotheksverbund Bayern. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag jeweils 9 bis 17 Uhr und könnten in den Abendstunden etwas länger sein. Der Eintritt ist mit 4.00 € für Erwachsene / 3.00 € ermäßigt durchaus erschwinglich, zumal Kinder unter 18 Jahren nichts zahlen. Für das leibliche Wohl sorgt ein Museumscafé.

Die Gläsernen Gärten erstrecken sich auf ca. 8 Hektar. Im öffentlichen Raum werden insgesamt 24 Glasskulpturen präsentiert, die 2010 nach einem internationalen Wettbewerb ausgesucht wurden. Der Initiator der Gläsernen Gärten war Lothar Nebl (†2012), Diplom-Designer und Geschäftsführer der Kreativwerkstatt Atelier & Friends in Grafenau. In ihm reifte bereits 1998 die Idee zu einem Projekt, das Natur und Kultur vereint. Wer alle Exponate ansehen will muss für Hin- und Rückweg ca. 3 km einplanen, wobei die Wege überwiegend barrierefrei sind. Da es sich um ein Projekt im öffentlichen Raum handelt, wird ein Eintritt nicht verlangt. Die Anreise kann mit der Waldbahn erfolgen, wobei der Haltepunkt Frauenau vom Glasmuseum nur wenige Meter entfernt ist und sich selbst inmitten des Areals der Gläsernen Gärten befindet.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
September 2016

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7915
Museumsreport: MVG-Museum in München https://eindruecke.achmnt.eu/2016/05/7591/ Tue, 31 May 2016 21:45:57 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=7591 Read more…]]> https://www.mvg.de/museum/

Für Freunde der Münchner Verkehrsgeschichte ist das MVG-Museum ein Muss. Es ist in einer ehemaligen Werkstätte für Tram und Bus untergebracht und verfügt daher über eine Anbindung an das Tramnetz. Betrieben und mit Personal und Ressourcen ausgestattet wird das MVG-Museum durch die Freunde des Münchner Trambahnmuseums e. V.« und den »Omnibusclub München e. V.« Da es sich hierbei sehr häufig um aktive oder ehemalige Tram- und Busführer handelt, ist eine kompetente Erläuterung sichergestellt. An Exponaten verfügt das MVG-Museum über historische Trambahnen sowie Omnibusse, die teilweise auch im Sinne eines aktiven Erfahrungsraumes begangen werden dürfen.

Eine technische Freude ist die Visualisierung der historischen Entwicklung von U-Bahn und Tram. Auf einer Kartei werden die jeweiligen Linien seit 1900 angezeigt und verdeutlichen eindrucksvoll, wie ausgeprägt beispielsweise das Münchner Tramnetz weit vor der Olympiade 1972 bereits war. Darüber hinaus bietet das MVG-Museum eine umfangreiche Sammlung an künstlerischen Darstellungen von Münchner Trambahnen. Diese zeigen teils stilisiert das Stadtbild zu verschiedenen Zeitpunkten des letzten Jahrhunderts und verwenden Trambahnen und Omnibusse als Motive. In einem kleinen Shop bietet das Museum historische Souveniers, Literatur, Giveaways sowie zur Mitnahme alte Broschüren.

Leider ist das Museum wegen des ausschließlich ehrenamtlichen Engagements in der Regel nur an zwei Tagen pro Monat geöffnet. Darüber hinaus ist das Museums-Café entsprechend karg ausgestattet. Der EIntritt ist mit 3,00 € für Erwachsene überaus günstig. Ein Besuch lohnt sich für Einheimische und interessierte Touristen gleichermaßen.

Publikation der folgenden Aufnahmen und Kunstwerke mit freundlicher Genehmigung des MVG-Museums München.

[See image gallery at eindruecke.achmnt.eu] Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
Dezember 2015

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7591
Museumsreport: Deutsches Museum / Flugwerft Schleißheim https://eindruecke.achmnt.eu/2015/08/6872/ Sun, 30 Aug 2015 21:37:59 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=6872 Read more…]]> http://www.deutsches-museum.de/flugwerft/

Die nach dem historischen Gebäude Flugwerft genannte Außenstelle des Deutschen Museums zeigt Exponate der Luftfahrt von den Anfängen bis zur Gegenwart. Die am Eingang befindliche Werfthalle und die Ausstellungshalle Helikopter, Kleinflugzeige sowie Transportflugzeuge mittlerer Größe. Die Ausstellungsstücke sind teils begehbar und bieten durch transparente Hüllen Einblicke in die Technik. Einen Höhepunkt bildet der Flugsimulator eines Helikopters, der aber nur zu bestimmten Uhrzeiten und gegen Gebühr in Betrieb genommen wird.

Der zweite Hauptbereich der Ausstellung führt den Besucher in die Geschichte der Luftfahrt ein und beginnt hierbei bereits bei den ersten historischen Drachen. Es ist zu sagen, dass die Ausstellung auf Aspekte des Fluges aufmerksam macht, die im Allgemeinen nicht im kollektiven Bewusstsein vorhanden sind. Eine eigene Fotostrecke schildert nicht zuletzt die Geschichte des Oberschleißheimer Flughafens sowie der Flugwerft selbst. So werden die Präsenz der Amerikaner, die Renovierung der Flugwerft aber auch der sportliche und polizeiliche Flugbetrieb betrachtet.

Auf den Internetseiten des Deutschen Museums können Sie sich über diverse Sonderausstellungen informieren. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6,00 € sowie für Kinder ab 15 Jahren 3,00 €; das Familienticket kostet 12,00 €. Das Museum ist nicht zentral erreichbar, sondern ist am südlichen Ortsrand. Von der S-Bahn Haltestelle sind etwa 15 Gehminuten einzuplanen. Von der A99 erreichen Sie es über die Ausfahrt Neuherberg. Jägerstraße und Ferdinand-Schulz-Allee führen direkt zum Museum; eine Weiterfahrt zur Ortsmitte ist nicht möglich.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
April 2015

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6872
Cyberarchäologie im Widerstand gegen IS, Beitrag von Rainer Schreg (14.03.2015) https://eindruecke.achmnt.eu/2015/04/6648/ Mon, 20 Apr 2015 21:15:08 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=6648 Read more…]]> http://archaeologik.blogspot.de/2015/03/cyberarchaologie-im-widerstand-gegen-is.html

Das durch IS zerstörte Museum von Mosul soll nach einer Idee junger Kollegen aus dem EU-Projekt ‚Initial Training Network for Digital Cultural Heritage: Projecting our Past to the Future‘ als crowd-sourcing-Projekt digital rekonstruiert werden. In einem „call for action“ wird um Hilfe bei der Sammlung von Fotos gebeten, die das Museum und die Objekte zeigen. Ziel ist es, mit photogrammetrischen Methoden 3D-Modelle der zerstörten Objekte zu schaffen, die später Grundlage sein könnten, ausstellbare Kopien zu erstellen. […]

Quelle: Rainer Schreg (Link s.o.); Lizenz: CC BY-NC-SA 3.0 DE, http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de

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6648
arthistoricum.net: Caricature. Satirezeitschriften und Karikaturen https://eindruecke.achmnt.eu/2015/03/5707/ Wed, 04 Mar 2015 21:37:26 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=5707 Read more…]]> http://www.arthistoricum.net/themen/portale/caricature/

Die Karikatur spiegelt wie kaum ein anderes Medium menschliche, gesellschaftliche und politische Themen der Zeit und macht sich über diese lustig, amüsiert, belehrt, klagt an oder übt Kritik. Aufgrund der Vielseitigkeit ihrer Themen dient sie unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen als Quelle oder Forschungsgegenstand, dazu gehören unter anderem Kunst-, Geschichts-, Medien-, Politik- und Sozialwissenschaft. Das Themenportal CARICATURE möchte die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Forschung unterstützen und bietet den unterschiedlichen Disziplinen eine Plattform, auf der diese über ihre Forschungen und Veranstaltungen informieren können.

© Text: arthistoricum.net; via: http://blog.arthistoricum.net/beitrag/2015/03/03/neues-themenportal-caricature

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5707
Museumsreport: Münchner Stadtmuseum https://eindruecke.achmnt.eu/2014/11/6103/ Thu, 13 Nov 2014 14:06:21 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=6103 Read more…]]> http://www.muenchner-stadtmuseum.de

Das Stadtmuseum München ist etwa fünf Gehminuten vom Marienplatz entfernt und somit zentral erreichbar. Das Museum unterhält vier Dauerausstellungen (Musik / Nationalsozialismus in München / Puppentheater und Schaustellerei / Typisch München!) sowie diverse Sonderausstellungen, die entsprechend nur vorübergehend aufgestellt sind. Wer ein Museum über die Stadt München erwartet, wird — zumindest teilweise — enttäuscht. Es wird zwar die Zeit des Nationalsozialismuus genau beleuchtet und in der Dauerausstellung „Typisch München!“ wird auch sehr viel über Geschichte und Geschichten gezeigt. Eine kompletten Durchgang durch die Geschichte der Stadt „ab urbe condita“ liefert das Museum allerdings nicht.

Besonders beeindruckend ist die Musikausstellung, welche nicht zuletzt Instrumente aus aller Herren Länder beinhaltet, die dem Besucher bislang komplett unbekannt waren. Durch die nutzergesteuerte Aktivierung verschiedener Instrumente wird ein interaktives Moment geschaffen, wobei die technischen Mittel nicht ganz den aktuellen Stand entsprechen. Ebenfalls in eine fremde Welt taucht man in der Puppenausstellung ein, die verschiedenste Exponate unterschiedlichen Geschmacks darstellt. Auch hier darf die Interaktion mit dem Nutzer nicht fehlen, wobei die über die über Bewegungsmelder gesteuerten Puppen Gefahr laufen, ins klamaukistische abzugleiten.

In „München im Nationalsozialismus“ findet der Besucher eine Mischung aus Bild-, Ton- und Textdokumenten, die ihm sowohl den damaligen Zeitgeist, als auch die Absurdität des nationalsozialistischen Systems plastisch vor Augen führt. Über lasergesteuerte Animationen werden dem Nutzer auf einem Stadtplan sowohl Gebäude als auch Aktionen der Nationalsozialisten aufgezeigt. „Typisch München“ ist hingegen eine Mischung aus Ausflügen in die Vergangenheit der Stadt und behutsamer Parodierung des speziellen Charakters unseres Isar-Athens. Für einen ruhigen Gang durch das Museum sollte der geneigte Besucher etwa zwei Stunden einplanen.

Die Öffnungszeiten sind mit Dienstag – Sonntag 10.00-18.00 Uhr durchaus besucherfreundlich. Wer sich gewahr ist, keinen Durchzug durch die Geschichte Münchens zu erhalten, dem sei ein Besuch ans Herz gelegt. Wirklich sämtliche Klischeés bedient allerdings der angegliederte Museumsshop, der dem eingeborenen Schreiber dieser Zeilen zu sehr in richtung Ludwig II. und einem Wolpertinger frohnt.

Datum des Museumsbesuchs:
August 2014

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6103
Museumsreport: Landesausstellung „Wir sind Kaiser“ in Regensburg https://eindruecke.achmnt.eu/2014/09/5924/ Wed, 24 Sep 2014 11:20:31 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=5924 Read more…]]> http://www.hdbg.de/ludwig-der-bayer

Um es vorwegzunehmen: Die bayerische Landesausstellung „Wir sind Kaiser“ in Regensburg zu Ludwig dem Bayern ist — den Titel mal nicht bewertet — ein museumspädagogischer Genuss! Sie ist in drei Etappen unterteilt, die im fußläufigen Bereich der Regensburger Innenstadt sich befinden. Der Hauptteil in der Minoritenkirche bildet zweifelsohne den Höhepunkt der Ausstellung. Auf fünf Ebenen wird der Besucher in die damalige Welt hineingeführt, wobei ihn eine Mischung aus authentischen Quellen, modernen Karten und Schautafeln sowie ausführlichen Beschreibungen erwartet. Eine durchaus nennenswerte Zahl an Urkunden und Schriftstücken wurde aus den Archiven in die Ausstellung gebracht und bei Einhaltung aufwändiger konservatorischer Maßnahmen zur Schau gestellt. Stammtafeln und Landkarten verleihen der Ausstellung durch passende Lichtinstallationen einen modernen Touch sind durchaus geeignet, das weitere Interesse des Besuchers zu wecken. Dieser erhält darüber hinaus auch die Gelegenheit, eine digitalisierte Buchrolle nach historischen Gegebenheiten zu durchsuchen und mit dem nachgebildeten Siegel Ludwig des Bayern Postkarten zu stempeln; einziger Fauxpas ist eine Schreibfeder, die eine Kugelschreibermine enthält.

Auch wenn der in der Landesausstellung gezeigte Film „Regensburg. Stadt und Dom 1300-1350“ den wissenschaftlichen Betrachter nicht zuletzt ob seiner Vermischungen von Gegenwart und Vergangenheit erschauern lässt: Die filmische, populärwissenschaftliche, schauspielerische und nicht zuletzt technische Leistung ist nicht zu verkennen. Denn alle Rollen, sei es als Kaiser, Papst, Betler, Bote etc. werden allein durch Christoph Süß dargestellt. Dass hierbei eine Interaktion von Süß als in der Gegenwart auftretendem Moderator mit Akteuren der Vergangenheit stattfindet ist zwar gewöhnungsbedürftig, entbehrt aber trotzdem nicht einer gewissen Raffinesse. Das technische Highlight ist zweifelsohne die auf einer Kombination von HD-Projektoren und Spezialfolien basierende 3D-Holographie. Mit ihr wird Christoph Süß auf die Bühne projiziert und schreitet vor der eigentlichen Projektionsfläche des Films auf und ab. Der Film dauert etwas mehr als eine halbe Stunde und ist auch online und im TV Verfügbar ist. Ohne den persönlichen Gang ins 3D-Kino würde der Film allerdings einen großen Teil des filmischen und technischen Genusses verlieren.

Nur von geringem musealem Mehrwert für das Thema der Landesausstellung ist der Domkreuzgang, der Einblicke in mittelalterliches Alltagsgeschehen bieten soll. Ebenfalls sparsam ausgefallen ist die der Homepage des HdbG angegliederte Internetpräsenz zur Ausstellung. Hier musste bei den ansonsten offensichtlich nicht gescheuten Kosten gespart werden. In Regensburg ist die Landesausstellung vom Hauptbahnhof aus fußläufig erreichbar.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
August 2014

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5924
Museumsreport: Galleria dell’Accademia in Florenz/Italien https://eindruecke.achmnt.eu/2014/09/5844/ Wed, 10 Sep 2014 14:19:06 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=5844 Read more…]]> http://www.gallerieaccademia.org

Die Fiorentiner Akademiegallerie ist eine der beeindruckendsten Samm­lungen der Welt. Großherzog Pietro Leopoldo — der aufgeklärte der Lothringer Fürsten, die etwa ein Jahrhundert lang über die Toskana herrschten — verordnete 1784, sämtliche damalige Zeichenschulen von Florenz in einer einzigen Akademie zusammen­zufassen. Er bestimmte ferner, daß diese Akademie eine Galerie alter Gemälde erhalten sollte, um deren Kenntnis und Studium den jungen Studenten besser nahezubringen. Der dort seit 1873 auf einem Podium thronende und zwischen 1501 und 1504 entstandene David des Michelangelo gilt als eine der berühmtesten Skulpturen der Kunstgeschichte. Dement­sprechend hoch ist auch der Andrang auf das wohl berühmteste Kunstmuseum in Florenz.

Da stets nur Kontingente an Besuchern eingelassen werden, empfiehlt es sich zur Vermeidung horrender Wartezeiten, mit dem Kartenkauf eine Reservierung zu tätigen, die auch noch vor Ort vorgenommen werden kann. Der Eintritt kostet 9 € für Erwachsene bzw. 6 € ermäßigt, wobei Minderjährige, Schüler und Studenten sowie Behinderte freien Zutritt haben. Nach dem Zutritt zum Haus sind je nach Publikumsverkehr noch einige Minuten für ausführliche Sicherheitschecks einzuplanen. Die Gallerie befindet sich ca. 15 Fußminuten vom Hauptbahnhof entfernt und liegt im Zentrum der Stadt, womit zahlreiche Verpflungsmöglichkeiten in nächster Nähe zur Verfügung stehen. Für einen ausführlichen Besuch der Akademiegallerie sind in etwa anderthalb bis zwei Stunden einzuplanen.

Die Vielfältigkeit der auf zwei Ebenen ausgestellten Objekte macht es unmöglich, auch nur eine Auswahl davon mit der gebotenen Sorgfalt vorzustellen. Ausgestellt sind zahlreiche Gemälde deren Entstehungszeit bis ins 14. Jahrundert reicht, religiöse Ikonen wie Triptycha und Altäre, aber auch Skulpturen und Gipsmodelle sowie Michaelangelos ‚Gefangene‘. Einen virtuellen Rundgang mit Erläuterungen und (eingeschränkten) Sichten auf die Ausstellungsobjekte gibt es beim elektrinischen Museumsführer der Stadt Florenz.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
August 2014

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5844
Museumsreport: Besucherzentrum Welterbe Regensburg https://eindruecke.achmnt.eu/2014/09/11058/ Wed, 03 Sep 2014 11:27:03 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=5803 Read more…]]> http://www.regensburg.de/welterbe/besucherzentrum

Das aus Investitionsmitteln des Bundes und der Europäischen Union finanzierte Ausstellungszentrum zeigt in diachroner und synchroner Betrachtung verschiedene Aspekte der Geschichte Regensburg. Es liegt direkt an der Steinernen Brücke und ist etwa 20 Gehminuten vom Hauptbahnhof bzw. knapp 10 Gehminuten vom historischen Zentrum entfernt. Die Austellungsflächen erstrecken sich auf zwei Stockwerke, wobei der quantitaive und qualitative Schwerpunkt auf der zweiten Ebene zu finden ist. Die Öffnungszeiten sind mit 10 bis 19 Uhr durchaus arbeitnehmerfreundlich; der Eintritt ist zudem frei. In unmittelbarer Nähe befindet sich mit der ‚Historischen Wurstküche‘ darüber hinaus eine Möglichkeit zur durchaus empfehlenswerten kulinarischen Stärkung, wobei die Preise eher einer touristischen Kragenweite entsprechen.

Kernstücke der Ausstellung sind zweifelsohne die multimedialen Angebote: Ein nach Epochen aufgeteilter Film bietet einen Gang durch die Geschichte der Stadt, wobei vor der Leinwand auf ein Modell Regensburg die jeweiligen Stadtgrenzen und -zentren projiziert werden. So kann ein jeder Besucher sich den jeweiligen Referenzrahmen der abgespielten Filme plastisch vorstellen. Besonders liebevoll ist im Stil eines historischen Comics eine Projektion aufgestellt, welche das alltägliche Leben einer mittelalterlichen / frühneuzeitlichen Stadt zeigt. Seien es Hinsichtungen an der Steinernen Brücke durch Ertränken, handeltreibende Schiffe oder schlichtes Alltagsgeschehen — die Projektion zeigt alle Lebenslagen in zwar verharmlosend stilisierter, aber trotzdem aufschlussreicher Form.

Die Ausstellung beheimatet auch zahlreiche Exponate und Schautafeln, wobei der interessierte Besucher eine Miniaturkarte in Form eines Abrisszettels mitnehmen und sich somit gleich auf den Weg zu behandelten Stätten der Stadtgeschichte machen kann. Eine virtuelle Bibliothek wendet sich an die Besucher, welche noch mehr über Regensburg erfahren möchten. Terminals stellen vielfältige Informationen zu aktuellen und geschichtlichen Themen zur Verfügung. Ein Infostand bietet weiterführende Informationen mit Flyern sowie umfassendere Literatur und Giveaways zum Kauf an. Wer die gesamte Ausstellung aufmerksam und umfassend besuchen möchte sollte ein bis zwei Stunden Zeit mitbringen. Insgesamt eine sehr lohnende und museumspädagogisch fortschrittliche, aber nicht technologisch aufdringliche Dauerausstellung.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
August 2014

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11058
Museumsreport: Leuchtenburg bei Seitenroda/Thüringen https://eindruecke.achmnt.eu/2014/08/5761/ Sun, 24 Aug 2014 19:37:11 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=5761 Read more…]]> http://www.leuchtenburg.de

„Die Königin des Saaletals“ wurde sie streckenweise genannt — die Leuchtenburg im thüringischen Seitenroda. Die von einer Stiftung bürgerlichen Rechts getragene um 1200 errichtete Leuchtenburg, die nun eine Museumsstätte beheimatet, hat allerdings weitaus mehr als ihre Aussicht zu bieten. Die Ausstellungen im Einzelnen vorzustellen würde den Rahmen einer Kurzbesprechung bei weitem sprengen. Hierfür sei auf die genau so ausführliche wie vorbildhafte Internetpräsenz verwiesen, welche die unterschiedlichen Nutzungsarten der Leuchtenburg als Sitz der sächsischen Adelsgeschlechts der Lobdeburger, Schwarzburger und Wettiner (13. / 14. Jhd.), als Verteidungsbastion und Sitz verschiedener Ämter (15. / 16. Jhd.), als Zucht-, Armen- und Irrenhaus (18. / 19. Jhd.) sowie schließlich Begegnungsstätte (20. Jhd.) lebhaft verdeutlichen.

Die Leuchtenburg liegt etwa 20km von Jena, über 40km von Erfurt bzw. 60 km von Gera entfernt und eignet sich daher bestens für Tagesausflüge in die Region. Die Parksituation ist als eher entspannt zu bezeichnen, da die Leuchtenburg wegen ihrer ausgesprochen ländlichen Lage nur wenig Laufkundschaft zu verzeichnen hat. Die Öffnungszeiten sind mit 9 bis 19 Uhr im Sommer- sowie 10 bis 17 Uhr im Winterhalbjahr im Vergleich zu anderen Museumsstätten durchaus großzügig. Ebenfalls großzügig schlagen leider mit 9,90 € auch die Eintrittskarten zu Buche, wobei es Ermäßigungen (8,90 €) für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte und Arbeitslose gibt — für Minderjährige kostet der Eintritt 6,80 €. Es ist anzufügen, dass der Eintritt sich auf die Burg sowie alle Ausstellungen bezieht und Sondergebühren somit nicht anfallen.

Burg und Ausstellungen selbst sind in ihrer museumspädagogischen Zielführung außerordentlich lebendig gestaltet und laden zum „Mitmachen“ ein. Anders als die Bezeichnung einer „Ausstellung“ vermuten ließe, erwarten den Besucher beispielsweise ein Wasserförderrad, in welches er selbst einsteigen kann, eine Tiefseeprojektion für das Umfeld ausgestellter unterwasserarchäologischer Fundstücke oder ein Film über die Nutzung der Leuchtenburg beispielsweise als Zucht- und Irrenhaus. Der im Film gezeigte damals für Selbstmorde genutzte Brunnen kann im Original betrachtet werden. Der (bewusst) nicht ganz stilgetrau angebaute Museumsshop bietet neben Infomaterial auch eine kleine Auswahl an (wohlgemerkt durchaus genießbaren) Speisen und bietet eine majestätische Aussicht auf das Saaletal.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
Januar 2014

Unveränd. Zweitpubl. v. einsichten [03.05.2014], http://www.einsichten-online.de/2014/05/5070/

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5761
Museumsreport: Residenzschloss Heidecksburg in Rudolstadt/Thüringen https://eindruecke.achmnt.eu/2014/08/11055/ Sat, 23 Aug 2014 21:16:43 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=5744 Read more…]]> http://www.heidecksburg.de

Die Heidecksburg im thüringischen Rudolstadt ist ein prachtvolles Barockschloss aus dem 18. Jahrundert. Während die Burg im Hochmittelalter noch den Grafen von Orlamünde gehörte, wurde sie 1340 von den Schwarzburger Grafen erworben und schließlich 1574 Stammsitz der Grafen und späteren bis 1918 regierenden Fürsten von Schwarzburg Rudolstadt. Das dort untergebrachte Thüringer Landesmuseum Heidecksburg bietet neben Einblicken in die Fest-, Arbeits- und Schlafsäle des Schlosses mit rococo en miniature Einsichten in eine mühevoll dem 18. Jahrhundert durch Miniaturen nachempfundene Phantasiewelt. Darüber hinaus stehen Dauerausstellungen zur Schwarzburgischen Geschichte, ein Naturhistorisches Museum sowie eine Porzellan- und Gemäldegallerie bereit. Sie können im Rahmen dieser Kurzbesprechung nicht einzeln betrachtet werden, sind allerdings auf den Seiten der Heidecksburg einzeln vorgestellt.

Die Heidecksburg ist von Erfurt und Jena eine Wegstrecke von ca. 40 km entfernt, während aus Gera ungefähr 70 km zurückzulegen sind. Als Parkmöglichkeit bietet sich der Bahnhof an. Von dort erreicht man nach einem kleinen Spaziergang durch die Rudolstadter Altstadt und einem kurzen Aufstieg nach insgesamt einer knappen halben Stunde die Heidecksburg. Das Museum ist in der Sommerzeit von 10 bis 18 Uhr sowie in der Winterzeit von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Preise für Einzelkarten erreichen je nach Kombination der enthaltenen Ausstellung bis zu 9 €, wobei auch Gruppentarife möglich sind. Hauptpunkt des Museumsbesuchs ist die etwa 45 Minuten dauernde Führung durch die Säle des Schlosses, wobei die Fortbewegung in den aus konservatorischen Gründen verordneten Rutschpantoffeln sich streckenweise mühselig gestaltete und die museumspädagogische Zielsetzung der Führung geschärfter hätte sein können.

Ein absolutes Muss ist für jeden Besucher der Heidecksburg an Gang durch die Ausstellung rococo en miniature. Ausgehend von einer Phanatasiewelt haben die beiden Schöpfer der Ausstellung maßstabs- und detailgetreue Szenerien aus der Zeit des Rococo nachgebildet. Hierbei sind sowohl Schlösser als auch Gärten und Einzelhandlungen zu sehen, die einen authentischen Einblick in die Zeit des 18. Jahrhunderts bieten. Die Phantasie der Königreiche Pelarien und Dyonien spielt sich hierbei nicht nur auf der Oberfläche ab, da zu allen Monarchen Stammbäume existieren und auch echt gelaufene Briefe der als Könige handelnden Schöpfer die Ausstellung bereichern. Das dazugehörige Internetangebot unter rococoenminiature.heidecksburg.de bietet neben weiteren Hintergrundinformationen zum Projekt und seinen Schaffern auch eine zoombare Karte der beiden Königreiche.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
April 2014

Unveränd. Zweitpubl. v. einsichten [17.06.2014], http://www.einsichten-online.de/2014/06/5171

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11055
Museumsreport: Residenzschloss Heidecksburg in Rudolstadt/Thüringen https://eindruecke.achmnt.eu/2014/06/5171/ Tue, 17 Jun 2014 08:10:10 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=5171 Read more…]]> http://www.heidecksburg.de

Die Heidecksburg im thüringischen Rudolstadt ist ein prachtvolles Barockschloss aus dem 18. Jahrundert. Während die Burg im Hochmittelalter noch den Grafen von Orlamünde gehörte, wurde sie 1340 von den Schwarzburger Grafen erworben und schließlich 1574 Stammsitz der Grafen und späteren bis 1918 regierenden Fürsten von Schwarzburg Rudolstadt. Das dort untergebrachte Thüringer Landesmuseum Heidecksburg bietet neben Einblicken in die Fest-, Arbeits- und Schlafsäle des Schlosses mit rococo en miniature Einsichten in eine mühevoll dem 18. Jahrhundert durch Miniaturen nachempfundene Phantasiewelt. Darüber hinaus stehen Dauerausstellungen zur Schwarzburgischen Geschichte, ein Naturhistorisches Museum sowie eine Porzellan- und Gemäldegallerie bereit. Sie können im Rahmen dieser Kurzbesprechung nicht einzeln betrachtet werden, sind allerdings auf den Seiten der Heidecksburg einzeln vorgestellt.

Die Heidecksburg ist von Erfurt und Jena eine Wegstrecke von ca. 40 km entfernt, während aus Gera ungefähr 70 km zurückzulegen sind. Als Parkmöglichkeit bietet sich der Bahnhof an. Von dort erreicht man nach einem kleinen Spaziergang durch die Rudolstadter Altstadt und einem kurzen Aufstieg nach insgesamt einer knappen halben Stunde die Heidecksburg. Das Museum ist in der Sommerzeit von 10 bis 18 Uhr sowie in der Winterzeit von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Preise für Einzelkarten erreichen je nach Kombination der enthaltenen Ausstellung bis zu 9 €, wobei auch Gruppentarife möglich sind. Hauptpunkt des Museumsbesuchs ist die etwa 45 Minuten dauernde Führung durch die Säle des Schlosses, wobei die Fortbewegung in den aus konservatorischen Gründen verordneten Rutschpantoffeln sich streckenweise mühselig gestaltete und die museumspädagogische Zielsetzung der Führung geschärfter hätte sein können.

Ein absolutes Muss ist für jeden Besucher der Heidecksburg an Gang durch die Ausstellung rococo en miniature. Ausgehend von einer Phanatasiewelt haben die beiden Schöpfer der Ausstellung maßstabs- und detailgetreue Szenerien aus der Zeit des Rococo nachgebildet. Hierbei sind sowohl Schlösser als auch Gärten und Einzelhandlungen zu sehen, die einen authentischen Einblick in die Zeit des 18. Jahrhunderts bieten. Die Phantasie der Königreiche Pelarien und Dyonien spielt sich hierbei nicht nur auf der Oberfläche ab, da zu allen Monarchen Stammbäume existieren und auch echt gelaufene Briefe der als Könige handelnden Schöpfer die Ausstellung bereichern. Das dazugehörige Internetangebot unter rococoenminiature.heidecksburg.de bietet neben weiteren Hintergrundinformationen zum Projekt und seinen Schaffern auch eine zoombare Karte der beiden Königreiche.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
April 2014

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5171
Museumsreport: Leuchtenburg bei Seitenroda/Thüringen https://eindruecke.achmnt.eu/2014/05/5070/ Fri, 02 May 2014 22:48:55 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=5070 Read more…]]> http://www.leuchtenburg.de

„Die Königin des Saaletals“ wurde sie streckenweise genannt — die Leuchtenburg im thüringischen Seitenroda. Die von einer Stiftung bürgerlichen Rechts getragene um 1200 errichtete Leuchtenburg, die nun eine Museumsstätte beheimatet, hat allerdings weitaus mehr als ihre Aussicht zu bieten. Die Ausstellungen im Einzelnen vorzustellen würde den Rahmen einer Kurzbesprechung bei weitem sprengen. Hierfür sei auf die genau so ausführliche wie vorbildhafte Internetpräsenz verwiesen, welche die unterschiedlichen Nutzungsarten der Leuchtenburg als Sitz der sächsischen Adelsgeschlechts der Lobdeburger, Schwarzburger und Wettiner (13. / 14. Jhd.), als Verteidungsbastion und Sitz verschiedener Ämter (15. / 16. Jhd.), als Zucht-, Armen- und Irrenhaus (18. / 19. Jhd.) sowie schließlich Begegnungsstätte (20. Jhd.) lebhaft verdeutlichen.

Die Leuchtenburg liegt etwa 20km von Jena, über 40km von Erfurt bzw. 60 km von Gera entfernt und eignet sich daher bestens für Tagesausflüge in die Region. Die Parksituation ist als eher entspannt zu bezeichnen, da die Leuchtenburg wegen ihrer ausgesprochen ländlichen Lage nur wenig Laufkundschaft zu verzeichnen hat. Die Öffnungszeiten sind mit 9 bis 19 Uhr im Sommer- sowie 10 bis 17 Uhr im Winterhalbjahr im Vergleich zu anderen Museumsstätten durchaus großzügig. Ebenfalls großzügig schlagen leider mit 9,90 € auch die Eintrittskarten zu Buche, wobei es Ermäßigungen (8,90 €) für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte und Arbeitslose gibt — für Minderjährige kostet der Eintritt 6,80 €. Es ist anzufügen, dass der Eintritt sich auf die Burg sowie alle Ausstellungen bezieht und Sondergebühren somit nicht anfallen.

Burg und Ausstellungen selbst sind in ihrer museumspädagogischen Zielführung außerordentlich lebendig gestaltet und laden zum „Mitmachen“ ein. Anders als die Bezeichnung einer „Ausstellung“ vermuten ließe, erwarten den Besucher beispielsweise ein Wasserförderrad, in welches er selbst einsteigen kann, eine Tiefseeprojektion für das Umfeld ausgestellter unterwasserarchäologischer Fundstücke oder ein Film über die Nutzung der Leuchtenburg beispielsweise als Zucht- und Irrenhaus. Der im Film gezeigte damals für Selbstmorde genutzte Brunnen kann im Original betrachtet werden. Der (bewusst) nicht ganz stilgetrau angebaute Museumsshop bietet neben Infomaterial auch eine kleine Auswahl an (wohlgemerkt durchaus genießbaren) Speisen und bietet eine majestätische Aussicht auf das Saaletal.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
Januar 2014

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5070
durchsichten: Arbeitsgruppe Transnationale Museumsgeschichte der Technischen Universität Berlin https://eindruecke.achmnt.eu/2013/06/4527/ Wed, 19 Jun 2013 12:30:59 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=4527 Read more…]]> http://www.kunstgeschichte.tu-berlin.de/index.php?id=307

Die Arbeitsgruppe untersucht transnationale Phänomene der Museumsgeschichte, wie insbesondere Verflechtung musealer Formen und Praktiken in Europa. 18.-20. Jh., internationales Expertentum in Museumsfragen, theoretische Museumsliteratur im europäischen Vergleich und Mäzenatentum als internationales Phänomen. Die Arbeitsgruppe bietet auch fachlich einschlägige Lehrveranstaltungen an und kooperiert mit universitären und außeruniversitären Partnern.

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aventinum Nr. 47 [18.04.2013]: Online-Gang von ‚bavarikon. Kultur und Wissensschätze Bayerns‘ – ein Portal der Bayerischen Staatsbibliothek https://eindruecke.achmnt.eu/2013/04/4234/ Thu, 18 Apr 2013 19:40:18 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=4234 Read more…]]> Am 16. April 2013 ging das Portal „bavarikon – Kultur und Wissens­schätze Bayerns“ online. Wichtige Zeugnisse des kulturellen Erbes Bayerns sollen damit in Zukunft für jeden und jederzeit zugänglich sein. Die Internetpräsenz, die sich noch im Aufbau befindet, enthält bereits mehrere tausend Digitalisate von Archivalien, Handschriften, Gemälden und weiteren Museums­objekten über Datensätze zu Schlössern und Burgen hin zu Karten und Fotografien sowie Informationen zu Orten, Institutionen und Personen.

http://www.bavarikon.de

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4234
#fes Karl-Marx-Haus Trier https://eindruecke.achmnt.eu/2012/02/2438/ Sat, 11 Feb 2012 18:16:25 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=2438 Read more…]]> http://www.fes.de/marx

Das Karl-Marx-Haus ist das einzige Museum in Deutschland zu Leben, Werk und Wirkung von Karl Marx. Er war in seiner Zeit und ist bis heute ein umstrittener Gesellschaftskritiker. Das Karl-Marx-Haus ist Teil der Friedrich-Ebert-Stiftung. Ausgerichtet ist es an den Grundwerten der sozialen Demokratie und bietet parteiübergreifend Veranstaltungen zu sozialen und politischen Fragen. Mit Hilfe eines internationalen Solidaritätskomitees wurde das Haus nach Kriegsende an die Sozialdemokratie zurückgegeben, die es 1947 als Erinnerungsstätte an Karl Marx eröffnete. 1968 vertraute die SPD das Haus der Friedrich-Ebert-Stiftung an.

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2438
(H-Soz-u-Kult): Job: 1 wiss. Volontariat „Kunst- und Kulturgeschichte“ (Landesmuseum Württemberg, Stuttgart) https://eindruecke.achmnt.eu/2011/04/1233/ Tue, 26 Apr 2011 12:43:59 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=1233 Read more…]]> From: Katharina Kuester-Heise

Date: 19.04.2011
Subject: Job: 1 wiss. Volontariat "Kunst- und Kulturgeschichte"
(Landesmuseum Württemberg, Stuttgart)
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Landesmuseum Württemberg Stuttgart, Stuttgart, 17.08.2011-16.08.2012
Bewerbungsschluss: 14.05.2011

Beim Landesmuseum Württemberg ist ab 17. August 2011 ein

wissenschaftliches Volontariat

in der Abteilung Kunst- und Kulturgeschichte in Vollzeit zu besetzen.

Wir setzen voraus:

- Abgeschlossenes Studium in Kunstgeschichte oder Geschichte

Die Tätigkeit umfasst insbesondere:

- Mitarbeit an der Landesausstellung " Im Glanz der Zaren - Die
Romanovs und Württemberg"

Wir erwarten:

- Sehr gute Russischkenntnisse
- Sehr gute Kommunikationsfähigkeit in Wort und Schrift
- Erfahrung in der Museumsarbeit
- Fundierte Kenntnisse mit Datenbanken
- Überdurchschnittliches Engagement, Belastbarkeit,
Einsatzbereitschaft, Flexibilität, Teamfähigkeit

Die Vergütung beträgt EUR 1.555,26 brutto monatlich.

Das Volontariat ist zunächst auf 1 Jahr befristet; eine Verlängerung um
ein weiteres Jahr ist möglich.

Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt
berücksichtigt.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bis zum 14.
Mai 2011 an das
Landesmuseum Württemberg
Abteilung Kunst- und Kulturgeschichte
Herrn Dr. Fritz Fischer
Schillerplatz 6
70173 Stuttgart

Online-Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden.

Ihre Bewerbungsunterlagen werden nur dann zurückgesandt, wenn Sie einen
adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlag beifügen.
Bewerbungskosten können leider nicht erstattet werden.

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Fritz Dr. Fischer

Landesmuseum Württemberg
Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

fritz.fischer@landesmuseum-stuttgart.de

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historicum.net – Newsletter Nr. 12 (2010) – spezial https://eindruecke.achmnt.eu/2010/12/919/ Wed, 15 Dec 2010 17:28:41 +0000 http://einblicke.andreashofmann.eu/?p=919 Read more…]]> historicum.net
Newsletter Nr. 12 (2010) – spezial
15. Dezember 2010

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NEU! CHRONICON. DIE METASUCHE VON HISTORICUM.NET

http://www.historicum.net/chronicon

Das 2004 freigeschaltete Fachportal Chronicon ist seit 23. November 2010 in technisch verbesserter Form Teil von historicum.net. Die Metasuche bietet dem Benutzer die Möglichkeit, mit nur einer Suchanfrage gleichzeitig in verschiedenen Fachdatenbanken und Katalogen zur allgemeinen und europäischen Geschichte zu recherchieren. Der Einsatz von Suchmaschinentechnologie ermöglicht eine schnelle Ergebnisanzeige und das nachträgliche Fokussieren der Treffermenge durch verschiedene Navigatoren. Das Angebot an Datenquellen wird kontinuierlich ausgebaut.

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NEUES AUF DEN SEITEN VON HISTORICUM.NET

Lehren und Lernen: Link-Hint
Feldpostsammlung des Museums für Kommunikation Berlin
http://www.historicum.net/lehren-lernen/internetressourcen/link-hints-12010-ff/2010/art/Feldpostsammlun/html/ca/e7618be79fc0aefbc230f4fcfba6c5f6/?tx_mediadb_pi1
[maxItems]=10

Mit 1.400 online verfügbaren Feldpostbriefen aus dem Zweiten Weltkrieg steht ein Ausschnitt aus dem etwa 90.000 Briefe starken Bestand der Museumsstiftung Post und Telekommunikation zur Verfügung. Die aussagekräftigsten Briefe wurden ausgewählt, digitalisiert, transskribiert und sacherschlossen.

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historicum.net
Übernahme des technischen Betriebs und der Systemadministration durch die Bayerische Staatsbibliothek
http://www.bsb-muenchen.de/Stabsreferat-Informationstechn.298.0.html

Nach längeren Vorarbeiten sowie einer kompletten Neuaufsetzung des technischen Systems durch das Stabsreferat für Informationstechnologie der Bayerischen Staatsbibliothek übernimmt dieses nun den technischen Betrieb von historicum.net.

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historicum.net
Online-Befragung zu historicum.net vom 15.11. bis 30.11.2010 am Historischen Institut der Universität zu Köln
http://histinst.phil-fak.uni-koeln.de

Das Angebot von historicum.net soll am Bedarf von Studium und Lehre orientiert weiterentwickelt werden. Mit Unterstützung des Historischen Instituts in Köln werden die Studenten aller Semester und Studiengänge aufgerufen, das aktuelle Portal zu bewerten.

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THEMEN: Hexenforschung
Tagungsbericht: Grenzüberschreitungen. Magieglaube und Hexenverfolgung als Kulturtransfer
http://www.historicum.net/themen/hexenforschung/thementexte/forschungsberichte/art/Tagungsbericht/html/ca/5fa61998dd/

Nikolas Schröder gibt in Form eines Tagungsberichtes den Ausblick zur Tagung am DHI Paris „Grenzüberschreitungen“, die sich mit Stand und Perspektiven einer weit gespannten Magieforschung beschäftigte.

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NEUE AUSGABEN DER SEHEPUNKTE

sehepunkte 12 (2010), Nr. 12
www.sehepunkte.de/2010/12/
Im Forum:Geschenktipps zu Weihnachten und
Mehrfachbesprechung: Erinnerungsorte des Christentums

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sehepunkte 11 (2010), Nr. 11
www.sehepunkte.de/2010/11/

Im Forum:Islamische Welten

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NEUE ARTIKEL BEI AVENTINUS

BAVARICA: Neuzeit
Symbolische Kommunikation und die gesellschaftliche Positionierung des hohen Adels im (früh-) modernen Bayern
http://www.aventinus-online.de/bavarica/fruehe-neuzeit/art/Symbolische_Kom/html/ca/8c1a892718ca27cbcbdba1a42cbf40d5/?tx_mediadb_pi1[maxItems]=10

Die Gesellschaft ist in Bewegung, im Aufbruch oder Umbruch. Während heute ein enormer Anpassungsdruck der Globalisierung auf die Gesellschaft wirkt, wirkte einst der Anpassungsdruck der Moderne auf den Adel. Wer oder was aber bestimmt über Kontinuität oder Bruch?

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VARIA: Literaturgeschichte
Origenes’ peri archon Eine Analyse des Aufbaus
http://www.aventinus-online.de/varia/literaturgeschichte/art/Origenes_peri/html/ca/5e0e40f3b4ae384a810af60a71697235/?tx_mediadb_pi1[maxItems]=10

„Es gibt bei Origenes keinen Satz, der nur obenhin gesagt wäre, keinen Gedanken, der nicht ernst genommen und weiterverfolgt werden könnte.“ Schenkt man dieser Aussage Campenhausens Glauben, so müsste der Aufbau des Werkes peri archon leicht nachzuvollziehen sein. Dennoch herrscht darüber große Uneinigkeit in der Wissenschaft

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RECENSIO: Neuzeit
Klaus Ries: Wort und Tat. Das politische Professorentum an der Universität Jena im frühen 19. Jahrhundert. Stuttgart 2007
http://www.aventinus-online.de/recensio/neuzeit/art/Rezension_Klaus/html/ca/d340b61bf2ccf16860cf6b0b4792fd2c/?tx_mediadb_pi1[maxItems]=10

Ob die Frage der Einmischung der Wissenschaft in die Politik bis heute Brisanz besitzt oder nicht: Vor 200 Jahren beantworteten die Karlsbader Beschlüsse von 1819 diese mit einem rigorosen Nein. Wie aber kam es dazu, dass die Obrigkeit ihre Macht gefährdet sah?

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MITTELALTER: Stauferzeit und der Weg ins Spätmittelalter
Kriegsführung der Templer und Johanniter im Nahen Osten während des 12. Jahrhunderts
http://www.aventinus-online.de/mittelalter/die-stauferzeit-und-der-weg-ins-spaetmittelalter-1138-bis-1250/art/Kriegsfuehrung_d/html/ca/51980fee8e/?tx_mediadb_pi1[maxItems]=10

Die Untersuchung beschäftigt sich mit dem Personal der geistlichen Ritterorden und seiner militärischen Funktion. Dabei wird aufgezeigt, welche Kämpfer in den Reihen der Orden dienten und wer sie befehligte. Ferner beleuchtet die Arbeit das direkte kriegerische Geschehen

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VARIA: Geschlechtergeschichte
Eine Geschichte des Fußballs aus der Genderperspektive
http://www.aventinus-online.de/varia/geschlechtergeschichte/art/Eine_Geschichte/html/ca/f61d8425ce/?tx_mediadb_pi1[maxItems]=10

In einem Streifzug von der Antike bis zum 20. Jahrhundert rekurriert der Autor die Geschichte des Fußballs und zeigt hierbei die Rolle der Frauen in diesem landläufig als genuin männlich erachtetem Sport auf.

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ALTERTUM: Hellenismus
Herrschaftsideologie der Ptolemäer
http://www.aventinus-online.de/altertum/hellenismus-338-30-vchr/art/Herrschaftsideo/html/ca/dfbaf76d8d/

Das Thema dieser Arbeit ist die Ptolemäische Königsideologie. Kernpunkt der Darstellung soll sein, wie es den Ptolemäern gelang sich in einem fremden Land als legitime Herrscher zu behaupten, weshalb sich die Arbeit auf den ägyptischen Aspekt der ptolemäischen Herrschaftsideologie beschränkt.

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NEUIGKEITEN AUS DER BAYERISCHEN STAATSBIBLIOTHEK

„Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter“ – Internationale Tagung zum Onlinegang von recensio.net; Donnerstag, 20. Januar und Freitag, 21. Januar 2011, Historisches Kolleg München
http://recensio.net/tagung.php

Mit der internationalen Tagung reagieren die Bayerische Staatsbibliothek, das Deutsche Historische Institut Paris und das Institut für Europäische Geschichte Mainz gemeinsam mit dem Historischen Kolleg auf die Umbrüche, die sich angesichts der zunehmenden Digitalisierung wissenschaftlicher Kommunikations- und Publikationswege für das Rezensionswesen in den Geschichtswissenschaften ergeben. »Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter« erfordert angesichts der stetig wachsenden Zahl von Neuerscheinungen einen offenen und schnellen Online-Zugriff auf wissenschaftliche Buchbesprechungen. Online-Rezensionsjournale verzeichnen stetig wachsende Nutzungsraten.

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Trachtenhüte und Touristen: Das Fotoarchiv Johannes in der Bayerischen Staatsbibliothek
http://www.bsb-muenchen.de/Ausstellungen.ausstellungen.0.html

Die Abteilung Karten und Bilder zeigt vom 15.11.2010 bis 29.4.2011 in sechs Vitrinen Fotografien aus dem Fotohaus Johannes (Bernhard Johannes, Max und August Beckert sowie Franz Kölbl) in Garmisch-Partenkirchen aus den Jahren 1869 bis 2004. Zu sehen sind Ansichten aus dem Hochgebirge, von Orten und Gebäuden im Werdenfelser Land und benachbarten Tirol, Aufnahmen im Atelier von Einheimischen und Touristen sowie von Ereignissen in der Region.

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WEIHNACHTS- UND NEUJAHRSWÜNSCHE

Zu Ende diesen Jahres möchte die Redaktion Ihnen allen für die treue Leserschaft sehr herzlich danken. Wir freuen uns darauf, Sie auch im neuen Jahr wieder als Interessenten von historicum.net begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit sowie ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2010.

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Wir freuen uns, wenn Sie auf unser Angebot verlinken und den Link mit unserem Logo ergänzen möchten. Sie finden dieses unter:

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