Kriegsgefangene – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu von Dr. Andreas C. Hofmann Tue, 23 Jul 2024 21:15:25 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.6.2 https://eindruecke.achmnt.eu/wp-content/uploads/2020/05/cropped-einsichten-titel1-2-32x32.jpg Kriegsgefangene – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu 32 32 208800265 #schleissheim Einsatz französischer Kriegsgefangener für die Schieneninstandhaltung (1914) https://eindruecke.achmnt.eu/2021/06/15009/ Thu, 10 Jun 2021 21:27:22 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=15009 Read more…]]> sliusica generalia Nr. 78 [10.06.2021]

Ein Zeitungsbericht aus der frühen Zeit des Ersten Weltkrieges berichtet über den Arbeitseinsatz französischer Kriegsgefangener für die Instandhaltung der Schienen in Oberschleißheim. Der Artikel enthält – wie für die damalige Zeit üblich – Klischees über das Aussehen der aus Nordfrankreich stammenden Soldaten. Besonders betont wird aber, dass die Kriegsgefangenen nicht mehr arbeiten mussten, als einheimische Arbeiter. Positiv angemerkt wird ferner, dass einheimische Frauen die ausländischen Männer nicht mehr wie früher mit „Liebesgaben“ bedenken würden (zur Vorgeschichte vgl. sliusica generalia Nr. 61).  

München-Augsburger Abendzeitung Nr. 170 (8. September 1914)

Auf der Eisenbahnstrecke in Schleißheim werden einige dutzend französische Gefangene zur Ausbesserung des Schienenstranges verwendet. Es sind meist Nordfranzosen. Sie haben die typische hagere Gestalt, die dunklen Augen und schwarze Haare der Bewohner dieser Gegend. Fast schweigsam arbeiten sie im heißen Sonnenbrande, bewacht von Soldaten des Eisenbahner⸗Regiments mit aufgepflanztem Gewehr. Um die Mittagsstunde geht es zur Menage. Die Leute bekommen gute und kräftige Soldatenkost und man sieht es ihnen an, daß ihnen die „bayerische Militärküche“ vorzüglich schmeckt, denn alle entwickeln einen tüchtigen Appetit und löffeln die Menageschalen fein und säuberlich aus. Die Arbeitszeit entspricht der ortsüblichen und daher werden die Leute nicht übermäßig angestrengt. Unter der Leitung eines Bahnmeisters und seiner Gehilfen vollziehen sich die Arbeiten ohne großen Aufwand von Stimmitteln. Zumeist geschieht die Verständigung mit den Gefangenen durch die Zeichensprache und die wird von ihnen allen verstanden. Die Strecke ist nicht gar lang, welche täglich bearbeitet wird. Nach Feierabend bringt man die Gefangenen nach ihren Quartieren. Von den Soldaten des Eisenbahner⸗Regiments zu beiden Seiten geleitet, tritt der Zug seinen Marsch an, natürlich unter Nebenbegleitung von vielen Neugierigen. Im übrigen trägt das Publikum, das sich hier um die Gefangenen sammelt, der Situation Rechnung und läßt die Leute in Ruhe, auch werden an sie keine sogenannt Liebesgaben mehr, wie dies früher versucht wurde, verteilt. Wie man daraus ersehen kann, hat der Hinweis durch die Presse seine Wirkung getan und auch auf das „Ewig⸗Weibliche“ erzieherischen Einfluß genommen.

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#schleissheim „Liebesgaben“ für Kriegsgefangene in Oberschleißheim (1914) »ᴀʟʟɢᴇᴍᴇɪɴ https://eindruecke.achmnt.eu/2016/06/7674/ Thu, 02 Jun 2016 22:40:52 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=7674 Read more…]]> sliusica generalia Nr. 61 [03.06.2016]

schleissheim.link/ctj94

Bereits kurz nach Beginn des Ersten Weltkrieges wurden in Oberschleißheim offensichtlich Kriegsgefangene untergebracht. Diese wurden von Passanten über damalige Gebühr mit Tabak und Geld versorgt sowie fotographiert, weshalb die Militärverwaltung eingreifen musste.

Ressource: Bayerische Staatsbibliothek / digipress2 / Allgemeine Zeitung (12.09.1914)

searchid: osh-press-old

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#ww1 Das Kriegstagebuch des katholischen Feld­geistlichen Fridolin Mayer aus dem Großen Krieg https://eindruecke.achmnt.eu/2016/03/11083/ Mon, 28 Mar 2016 19:41:21 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=7169 Read more…]]> http://tagebuch.hypotheses.org/

Am 1. August 2014 jährte sich der Ausbruch des Ersten Weltkriges zum 100sten Mal. Neben zahlreichen gedruckten Beiträgen spielen erstmals auch die digitalen Medien eine wesentliche Rolle bei der Aufarbeitung dieses traurigen Jubiläums. Portale wie die Europeana 1914-1918 laden ihre Nutzer ein, zu einer außergewöhnlichen Vielfalt der Quellen zu diesem Ereignis beizutragen und diese zu nutzen. Eine wichtige Rolle im Rahmen dieser Aufarbeitung spielen zahlreiche Tagebücher, die den Krieg aus ganz verschiedenen Situationen und Blickwinkeln beleuchten und erfahrbar werden lassen. […] Während ein Großteil dieser Tagebücher von den traumatischen und entbehrungsreichen Erfahrungen im Feld oder an der sogenannten Heimatfront berichten, möchte das vorliegende Projekt das religiöse Element des Krieges in den Blickpunkt nehmen […] Das Erzbischöfliche Archiv Freiburg hat das Glück, in dieser Hinsicht einen kleinen Schatz zu bewahren: Die Kriegstagebücher des freiwilligen Feldgeistlichen Fridolin Mayer.

© Text: http://tagebuch.hypotheses.org/das-projekt

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aventinum Nr. 56 [17.06.2013]: Französische Kriegsgefangene in Regensburg im Ersten Welt­krieg. Digitalisate der Staatlichen Bibliothek Regensburg https://eindruecke.achmnt.eu/2013/06/11000/ Mon, 17 Jun 2013 10:35:26 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=4466 Read more…]]> Eine von der Staatlichen Bibliothek Regensburg antiquarisch erstandene Zeitung gibt Einblick in das Schicksal hunderter französischer Kriegsgefangener in Regensburg: „Le Pour et le Contre – Journal hebdomadaire des Prisonniers de Regensburg“ lautet der Titel einer Lager-Zeitung, die zwischen Juli 1916 und April 1917 in Regensburg verfasst und gedruckt wurde. Es wurde von der Staatlichen Bibliothek Regensburg digitalisiert und ist über die Bayerische Landesbibliothek Online abrufbar.

http://bit.ly/11Tpktc

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