1980er Jahre – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu von Dr. Andreas C. Hofmann Tue, 23 Jul 2024 21:14:33 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.6.2 https://eindruecke.achmnt.eu/wp-content/uploads/2020/05/cropped-einsichten-titel1-2-32x32.jpg 1980er Jahre – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu 32 32 208800265 #schleissheim Oberschleißheimer Volksfestgeschichten (1980er / 1990er Jahre) https://eindruecke.achmnt.eu/2022/03/15559/ Sun, 13 Mar 2022 23:25:22 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=15559 Read more…]]> sliusica memoria Nr. 6 [13.03.2022]

Als ich drei Jahre alt war, zogen meine Eltern zogen im Sommer 1983 mit mir nach Oberschleißheim in die Staatsbedienstetenwohnungen in der Theodor-Heuss-Str. Seitdem war für mich das Oberschleißheimer Volksfest einer der Höhepunkte eines Jahres.

Meine erste Erinnerung dürfte aus dem Jahr 1984 oder 1985 sein und hat einen traurigen Hintergrund. Ich weiß noch, dass ich aus dem Fenster den Volksfestumzug beobachtete, als kurze Zeit später auf dem Pausenhof der Grundschule in der Parksiedlung ein Rettungshelikopter landete. Meine Eltern erzählten mir Jahre später, dass beim Einzug der Vereine ein Mitglied der Blaskapelle einen Herzinfarkt erlitten habe und leider im Krankenhaus verstorben sei.

Zu dieser Zeit ging es auf dem Volksfest auch deutlich rauer zu. Ich habe mich als kleiner Junge am Rande der Schaustellerbuden umgesehen und erinnere mich, dass etwas – es war vermutlich ein Bierkrug – über meinen Kopf flog. Unversehens bin ich zwischen die Fronten einer Volksfestschlägerei geraten. Da der Bierkrug mich nicht traf, sondern über mich hinwegflog, dürfte ich noch im Kindergartenalter gewesen sein, das Ereignis trug sich folglich 1986 oder 1987 zu.

In den frühen 1990er Jahren war das Highlight des Volksfestes der jedes Jahr am Mittwoch auftretende Pony Express. Zu Country-Musik trafen sich im Bierzelt Jung und Alt, hohe Tiere und normale Bürger und tanzten auf den Bänken und Tischen. Da das Bierzelt mehr als nur gut gefüllt war, musste man bereits früh einen Platz freihalten. Damals nahm man auch das für 23 Uhr vorgeschriebene Ende nicht so genau, weshalb der Pony Express schon einmal bis ein Uhr nachts spielte.

Seit den 1990er Jahren nahm ich – meist mit dem Kleingartenverein – am Einzug der Vereine teil. Die Route hat sich bis heute nicht geändert.* An der Spitze war damals noch ein Pferdegespann der Brauerei, wobei die „Pferdeäpfel“ so manchem Teilnehmer zum Verhängnis wurden. Die Blaskapelle marschierte spielend in das Bierzelt ein und nahm für die Eröffnung auf der Bühne platz. Bis letztlich ‚ozapft woa‘ wurde auch noch kein Bier ausgeschenkt.

Zur Jahrtausendwende hatte das Volksfest an Charm verloren. Die Brauereigäule waren nicht mehr Teil des Umzuges, die Blaskapelle eröffnete nicht mehr musikalisch und Bier gab es schon, wenn die Vereine noch nicht eingezogen waren geschweige denn das Gemeindeoberhaupt ‚ozapft hod‘. 2002 trat die Band ‚Der Schuh des Manitu‘ auf. Ob der an diesem Abend entstandene Tinnitus nur aus Lärm resultierte oder der auf einem Holzpferd auf der Bühne galoppierende Frontmann der Band dazu beitrug, vermag ich bis heute nicht zu beurteilen. Das auf dem Volksfest gebotene Programm hat sich danach allerdings wieder deutlich verbessert.

Das Volksfest ist bis heute ein Teil der Kultur unseres Ortes geblieben. Den ausrichtenden Vereinen FC Phoenix und RSV Oberschleißheim gebührt ein großes Dankeschön dafür, dass sie diesen Beitrag für die Gemeinschaft unseres Ortes leisten. Damit dies so bleibt seien diese Erinnerungen auch der Aufruf an alle Oberschleißheimer, die Gemütlichkeit nicht nur in der Ferne zu suchen, sondern an diesen paar Tagen im Jahr das Oberschleißheimer Gemeinschaftsgefühl zu stärken uns unsere Volksfestkultur zu feiern.

* Hofkurat-Diehl-Straße, Mittenheimer-Straße, Professor-Otto-Hupp-Straße, Fohlengarten, Stutenanger, Theodor-Heuss-Straße

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#schleissheim Als in Oberschleißheim noch ein Postzug hielt (späte 1980er Jahre) https://eindruecke.achmnt.eu/2021/11/15103/ Sat, 06 Nov 2021 19:09:52 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=15103 Read more…]]> sliusica memoria Nr. 5 [06.11.2021]

Bereits im jungen Alter begeisterte ich mich für die Eisenbahn – sowohl im Modell, aber vor allem in der Realität. Es dürfte während meiner Grundschulzeit in den späten 1980er Jahren gewesen sein, als mein Vater mit mir gelegentlich zum S-Bahnhof ging, um den Postzug zu beobachten. Dieser kam immer Mittwoch abends und hielt auf Gleis 2 in Höhe des Bahnhofskiosks. Welche Lokomotive und welche Wagons genau den Postzug bildeten, weiß ich nicht mehr. Ich habe aber noch bildlich vor Augen, wie die Fracht des Postzuges auf dem Bahnsteig ausgeladen wurde. 

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#LexCompuHist (1982 bis 1991): PiCture eXchange – PCX https://eindruecke.achmnt.eu/2020/08/14078/ Fri, 14 Aug 2020 12:13:38 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=14078 Read more…]]> Revision: [¹14.08.2020]

PCX wurde in den frühen 1980er Jahren als Dateiformat für das unter MS-DOS laufende Bild­bearbeitungs­programm PaintBrush entwickelt. Die zu dieser Zeit geläufigen Grafikkarten stellten in der Regel nur eine Farbtiefe von 4 Bit (16 Farben) dar. Durch die Verwendung bislang nicht genutzter Speicherräume erreichten neue Revisionen des Dateiformates schnell 8 Bit (256 Farben). Eine Farbtiefe von 24 Bit (16,7 Mio Farben) wurde durch die Überlagerung von drei Ebenen je 8 Bit erreicht. Gegenüber neu aufkommenden Dateiformaten wie JPEG oder GIF setzte sich PCX nicht durch. Die letzte Spezifikation erschien 1991.

Quellen: ZSoft PCX File Format Technical Reference Manual (rev. 5, 1991); PCX File Format Summary (13.02.2017); Grafik mit Format. Aufbau von PCX-Dateien, in: mc. Magazin für Computerpraxis (12/1990), S. 104-109; Wikipedia (EN), s.v. Picture exchange (23.02.2018‎).

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#linkhint WINHISTORY.DE – deutschsprachige Seite zur Entwicklung seit Windows 1 im Jahre 1985 https://eindruecke.achmnt.eu/2019/12/10801/ Sat, 21 Dec 2019 21:58:45 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=10801 Read more…]]> https://www.winhistory.de/

Das privat betriebene Angebot bietet einen virtuellen Durchgang zur Computergeschichte entlang der Entwicklung der grafischen Benutzeroberfläche bzw. des späteren Betriebssystems von seinem Start 1985 bis heute. Detaillierte Erläuterungen auch zu kleineren Versionssprüngen werden ergänzt durch Screenshots, Screencasts sowie Aufnahmen der damaligen Verpackungen und Datenträger. Ein absolutes Highlight sind die in die Seite eingebetteten virtuellen Maschinen, mit denen einzelnen Versionen aus der ersten bis vierten Generation von Windows gestartet werden können.

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#LexCompuHist Zum 100. Beitrag des Lexikons zur Computergeschichte https://eindruecke.achmnt.eu/2019/01/10133/ Fri, 25 Jan 2019 21:26:17 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=10133 Read more…]]> Revision: [²18.10.2020]

Am 27. Juni 2010 erschien mit dem Editorial der erste Beitrag des Lexikons zur Computergeschichte in diesem Blog. Dieses kleine Online-Kompendium vermittelt Begriffe, die im damals beginnenden Computerzeitalter der 1980er und 1990er Jahre geläufig waren. Es wird ferner betrachtet, inwiefern Begriffe und ihre Nutzung sich verändern. Was bedeutet eigentlich die Prozessorbezeichnung Pentium und woher kommt sie? Wieso zeigt mir die Systeminformation von Windows 8 an, dass es sich um ein Windows der Version 6.2 handelt? Und stimmt es wirklich, dass man PCs früher nur in einer Kette vernetzen konnte? Solche und ähnliche Fragen können durch die Begriffsgeschichte unserer modernen Datenverarbeitung erklärt werden. Das Lexikon zur Computergeschichte wird sich fortan auch den Entwicklungen seit der Jahrtausendwende widmen.

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#schleissheim Schreibwaren Günther am Stutenanger (1980er / frühe 1990er Jahre) »ᴇʀɪɴɴᴇʀᴜɴɢᴇɴ https://eindruecke.achmnt.eu/2017/04/8354/ Wed, 12 Apr 2017 21:23:36 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=8354 Read more…]]> sliusica memoria Nr. 1 [12.04.2017]

Der ‚Günther‘ war ein Schreibwaren- und Zeitlungsladen am Stutenanger, der im Einkaufsgebäude des heutigen REWE die Ladenzeile des späteren ‚Heckenstaller‘ besaß. Der Laden wurde geführt von Herrn und Frau Günther, die im Duo ein eher ungleiches Paar abgegeben hatten. Herrn Günther habe ich als eher asketisch klein und immer etwas kauzig in Erinnerung, während seine Frau von stattlicher Erscheinung aber dafür stets freundlich und zuvorkommend war. Wer damals nach 17.45, also 15 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten den Laden betrat, hörte Herrn Günther schon einmal raunen: „Ja, kommt den jetzt noch schon wieder einer daher!“ Nichtsdestoweniger wurde man von ihm letztlich auch zu später Stunde noch zuvorkommend bedient. Legendär war auch immer Herrn Günthers Verabschiedung mit „Auf Wiederschaunga!“. Herr Günther bediente stets den linken Tresen mit Druckerzeugnissen, Zigaretten und Lotto/Toto, während Frau Günther am rechten Tresen Schreibwaren und Süßigkeiten verkaufte. Ich selbst holte mir immer die neuesten Comics von He-Man und Süßigkeiten, wobei wir Kinder darüber hinaus damals auch noch ungehindert für ein paar Mark Lotto spielen durften. Die Lotto-Zettel hatten damals noch einen Durchschlag und Herr Günther quittierte die Abgabe immer in einer Art Stempelautomat. Nachdem das Ehepaar zu Beginn der 1990er Jahre den Laden an die Heckenstallers übergeben hatte, sah ich Frau Günther noch bis etwa Mitte der 1990er Jahre manchmal am Ort.

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#linkhint Schienensuizide in den 1980er und 1990er Jahren — wissenschaftliche Ergebnisse der persönlichen Spurensuche eines Fahrgastes https://eindruecke.achmnt.eu/2017/02/6900/ Fri, 03 Feb 2017 21:28:56 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=6900 Read more…]]> Ein jeder Selbstmord ist ein Selbstmord zu viel. Beim Schienensuizid kommt erschwerend hinzu, dass er ganz im Sinne eines erweiterten Selbstmordes auch Unbeteiligte wie insbesondere Zugführer, Rettungskräfte und Passanten nachhaltig beeinträchtigt. Auf der Suche nach den Hintergründen kommen neben journalistischen Recherchen auch wissenschaftliche Studien zutage.


https://edoc.ub.uni-muenchen.de/5403/

Die Analysen der Untersuchung zeigen deutliche zeitliche Asymmetrien von Bahnsuiziden, die von saisonalen Faktoren beeinflusst sind, und machen auf Hochrisiko-Zeiten suizidalen Verhaltens aufmerksam. Gefundene temporale Muster, regionale und lokale Unterschiede im Suizidaufkommen sowie exakt lokalisierbare Streckenabschnitte als Hochrisiko-Orte über beide Geschlechter hinweg sollten bei Präventionsmaßnahmen Beachtung finden. Fast 10% aller suizidalen Ereignisse im Bahnbereich enden nicht fatal und die Fatalität suizidalen Verhaltens ist mit dem Geschlecht des Opfers assoziiert.


https://mediatum.ub.tum.de/?id=602526

Für 20 Jahre wurden U-Bahnsuizide und allgemeine Suizide in München verglichen und untersucht, ob ein Stillhalte-Abkommen mit der Presse eine Reduktion der U-Bahnsuizide ermöglichte. Die Daten stammen aus der Unfalldatei der Münchener Verkehrsbetriebe und der Statistik des Freistaats Bayern. Bei U-Bahnsuiziden ist die Geschlechtsverteilung zu Ungunsten der Frauen verschoben und die Suizidenten sind signifikant jünger als bei allgemeinen Suiziden. Die Evaluation des Präventionsprojektes zeigte keinen Rückgang der absoluten Suizide, wobei als Folgefälle definierte Suizide um 15% abnahmen.
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#schleissheim 10 Jahre Herzsportgruppe Ober­schleiß­heim (1982-1992) »ᴀʟʟɢᴇᴍᴇɪɴ https://eindruecke.achmnt.eu/2016/11/8025/ Sun, 20 Nov 2016 00:45:37 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=8025 Read more…]]> sliusica generalia Nr. 66 [20.11.2016]

schleissheim.link/6ik48 

Die Broschüre erschien anlässlich des zehnten Jubiläums der Herzsportgruppe in Oberschleißheim und bietet interessante Einblicke in die damalige medizinische Versorgung vor Ort. Insbesondere die Rolle des damals niedergelassenen Allgemeinarztes Dr. med. Geza Ertsey wird humorvoll und persönlich dargestellt.

Veröffentlichung im Internet mit freundlicher Genehmigung der Volkshochschule Oberschleißheim e.V.

Ressource: schleissheim.net (PDF; 7,3 MB)

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Web 1.0: Arpanet https://eindruecke.achmnt.eu/2013/03/7612/ Sun, 17 Mar 2013 01:05:26 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=3658 Read more…]]> Das Advanced Research Projects Agency Network beruhte auf der seit Beginn der 1960er Jahre insbesondere am MIT entwickelten Idee einer dezentralen Kommunikation für strategsich relevante Verteidigungsprojekte in den USA. Der Startschuss war die Inbetriebnahme des Netzwerkknotens Leonard Kleinrocks an der Universität von Kalifornien im September 1969, die erste Datenübermittelung fand am 29. Oktober 1969 um 22.30 Uhr statt. In den 1970er Jahren entstanden für das Arpanet noch heute gängige Protokolle wie TCP/IP, DNS oder FTP – das Arpanet kann somit als der Vorgänger des Internet bezeichnet werden. Es entwickelte sich folglich zu einem weltweiten Forschungs- und Verteidungsnetz, welches nicht auf die USA beschränkt blieb. 1989 ging das Arpanet außer Betrieb . Es lebt seitdem – wenn auch in anderer Bedeutung – in Hostmasks von Reverse Lookups von IP-Adressen als Top-Level-Domain .arpa weiter.

Zweitpublikation von Lexikon zur Computergeschichte [17.03.2013]

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Tagesschau extra: Zum 60. Geburtstag der Tagesschau – ein Rückblick https://eindruecke.achmnt.eu/2012/12/3292/ Thu, 13 Dec 2012 18:14:11 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=3292 Read more…]]> http://www.tagesschau.de/tagesschau228.html

Die Welt wandelt sich rasant, die Tagesschau bleibt: Seit sechs Jahrzehnten informiert sie über das Geschehen in der Welt. Doch auch die Tagesschau hat sich verändert. Sehen Sie hier Sendungen aus sechs Jahrzehnten. Leider sind auf den 50er und 60er Jahren nur vereinzelt Mitschnitte erhalten.

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Web 1.0: J. Musch (1997): Die Geschichte des Netzes: ein historischer Abriß in: B. Batinic (Hrsg.): Internet für Psychologen. Göttingen 1997, S. 27-48 https://eindruecke.achmnt.eu/2012/10/7603/ Sat, 13 Oct 2012 22:49:50 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=3119 http://www.psycho.uni-duesseldorf.de/abteilungen/ddp/Dokumente/Publications/ 1997.Musch.GeschichteDesNetzes.pdf

Der Beitrag des Düsseldorfer Professors für Diagnostik und Differentielle Psychologie gibt aus der Sicht eines Fachfremden einen Überblick über die Geschichte des Internets und geht hierbei bis in die militärischen Wurzeln des ARPANET seit den späten 1960er Jahren zurück.

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Hans Rosling’s Joy of Stats: Urbanization https://eindruecke.achmnt.eu/2012/08/2891/ Fri, 24 Aug 2012 22:46:20 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=2891 Read more…]]> [embedyt] https://www.youtube.com/watch?v=w33hPL4tdNg[/embedyt]

Hans Rosling ist bekannt für seine graphische Aufbereitung von an sich trockenen Statistiken. In dieser Folge beschäftigt er sich mit der Urbanisierung und gibt eine Übersicht zum Verhältnis von Urbanisierungsgrad der Gesamtbevölkerung zum wirtschaftlichen Fortschritt der Länder in den Jahren 1963 bis 2003.

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