Link-Hint – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu von Dr. Andreas C. Hofmann Sun, 29 Jan 2023 22:04:29 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.6.2 https://eindruecke.achmnt.eu/wp-content/uploads/2020/05/cropped-einsichten-titel1-2-32x32.jpg Link-Hint – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu 32 32 208800265 #linkhint Comenius-Projekt. Onlinesammlung der Lehrpläne aus Bayern https://eindruecke.achmnt.eu/2022/08/16036/ Thu, 11 Aug 2022 21:05:46 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=16036 Read more…]]> http://www.comenius.gwi.uni-muenchen.de

Das Comenius-Projekt ist eine Onlinesammlung bayerischer Lehrpläne aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die von der Abteilung Didaktik der Geschichte der LMU München in Zusammenarbeit mit Münchner Lehramtsstudenten verwirklicht wurde. Der Fokus liegt auf den Unterrichtsfächern Geschichte, Sozialkunde sowie Heimat- und Sachkunde. Die Darstellung der digitalisierten Lehrpläne erfolgt als Scan mit OCR-Erkennung oder Text.

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#linkhint Kulturgeschichte der Digitalisierung, Sybille Krämer (2020) https://eindruecke.achmnt.eu/2022/04/15654/ Sat, 30 Apr 2022 21:27:31 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=15654 Read more…]]>

https://www.bpb.de/mediathek/video/305607/

Oft wird davon ausgegangen, dass Digitalisierung und Computertechnik untrennbar miteinander zusammenhängen. Das Digitale ist jedoch Teil einer viel älteren Kulturgeschichte, nämlich der Symbole und Zeichen, die Menschen schon seit den ersten Höhlenmalereien, den ersten Schriftzeichen und mathematischen Symbolen erfinden und weiterentwickeln, um ihre Welt zu beschreiben, zu strukturieren und mit anderen zu teilen. Die Geburt des Digitalen erfolgte also nicht erst durch Maschinentechniken, sondern bereits durch frühe Symbolisierungspraktiken. In diesem Sinne ist das Alphabet ein Prototyp eines digitalen Systems, aber auch alle Zählsysteme, die unsere Welt quantifizieren und vergleichbar machen. In ihrem Vortrag versucht die Philosophin Sybille Krämer daher, die Verbindung von Digitalisierung und Computertechnik ein Stück weit aufzulösen um zu verstehen, warum die Digitalisierung unser Leben und unsere Gesellschaft so schnell und so tiefgreifend durchdringen kann. Denn die Fragen “Was bedeutet digital?” und “Was bedeutet digitalisieren?” können auch jenseits vernetzter Computertechnologie beantwortet werden.

Textnachweis: Sybille Krämer: Kulturgeschichte der Digitalisierung, CC BY-NC-SA 4.0

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#linkhint Das wahre Parlament erkennt man in der Not. [Plädoyer für einen Notausschuss des Bundestages], in: Deutsches Verwaltungsblatt 135 (2020), S. 1386-1389 https://eindruecke.achmnt.eu/2021/11/15127/ Fri, 19 Nov 2021 22:22:11 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=15127 Read more…]]> http://tilman-hoppe.de/DVBL_1386.pdf

Die Corona-Pandemie hat im März 2020 eine Regelungslücke ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt, die bislang weitgehend unbemerkt geblieben war: Das Grundgesetz sieht nur für den Verteidigungsfall einen Mechanismus vor, der die Legislative handlungsfähig hält, den Gemeinsamen Ausschuss (Art. 53a GG). Für den Inneren Notstand, Seuchenfall und ähnliche Notfälle fehlt – auf Bundesebene – ein solches »Notparlament«.

Textnachweis: Abstract, ibid.

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#linkhint EDM/2-Wiki. The Electronic Developer Magazine for OS/2 als Wiki (2004ff.) https://eindruecke.achmnt.eu/2021/06/15006/ Wed, 09 Jun 2021 21:46:33 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=15006 Read more…]]> http://www.edm2.com/

Im September 1999 erschien die letzte Ausgabe des Magazins EDM/2. Der Rückgang der OS/2-Nutzung hatte zur Folge, dass das Magazin als solches nicht weiterbetrieben wurde. Seit 2004 existiert das EDM/2-Wiki, das neben den alten Ausgaben des Magazin auch neue aktualisierte Informationen zu OS/2 und der Geschichte der Elektronischen Datenverarbeitung enthält. 

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#linkhint Unheilvolle Nachbarschaft. Die LMU und das „Haus des Deutschen Rechts“ — Ausstellung der Universitätsbibliothek München (27.07. – 09.10.2020) https://eindruecke.achmnt.eu/2020/09/14193/ Sun, 06 Sep 2020 21:31:33 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=14193 Read more…]]> https://www.ub.uni-muenchen.de/aktuelles/veranstaltungen/unheilvolle-nachbarschaft/

1939 bezog die „Akademie für Deutsches Recht” in der Ludwigstraße 28 einen Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft zur Ludwig-Maximilians-Universität München. Die räumliche Nähe wurde von beiden Seiten begrüßt, bestanden doch bereits seit ihrer Gründung im Juni 1933 enge Verbindungen zwischen der „Akademie für Deutsches Recht” und der LMU. Damals war der Dekan der Juristischen Fakultät, Wilhelm Kisch, von Hans Frank zu dessen Stellvertreter an der Spitze der Akademie ernannt worden. Hans Frank, seit März 1933 bayerischer Justizminister, hatte die „Akademie für Deutsches Recht” in seiner Funktion als Leiter des Reichsrechtsamts der NSDAP mit dem Ziel der „Erneuerung des Deutschen Rechts im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung” eingerichtet.

Textnachweis: Universitätsbibliothek München

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#linkhint Stiftung Datenschutz https://eindruecke.achmnt.eu/2020/05/13862/ Mon, 25 May 2020 20:20:42 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=13862 Read more…]]> https://stiftungdatenschutz.org/

Die Stiftung wurde 2013 von der Bundesregierung gegründet. Stifterin ist die Bundesrepublik Deutschland. Aufgabe der unabhängigen Einrichtung ist die Förderung des Datenschutzes. Hierzu bietet sie eine Plattform zur Diskussion zu Fragen der Datenpolitik und informiert zur Umsetzung des Datenschutzrechts in der Praxis. Die Bundestiftung versteht sich als Schnittstelle zwischen Politik, Aufsichtsbehörden, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Die Stiftung Datenschutz ist gemeinnützig und neutral; sie agiert frei von gewerblichen oder aufsichtspolitischen Interessen.

Textnachweis: https://stiftungdatenschutz.org/testings/die-stiftung/

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#linkhint Bericht der Gemeinsamen Verfassungskommission von Bundestag und Bundesrat nach Art. 5 Einigungsvertrag https://eindruecke.achmnt.eu/2020/01/10844/ Fri, 31 Jan 2020 19:52:54 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=10844 Read more…]]> http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/12/060/1206000.pdf

Am 16. Januar 1992 konstituierte sich unter Vorsitz von Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth und des Präsidenten des Bundesrates, Dr. Alfred Gomolka die Gemeinsame Verfassungskommission von Bundestag und Bundesrat. Nach einer langen und kontroversen Debatte hatte der Deutsche Bundestag in der 61. Sitzung seiner zwölften Legislaturperiode am 28. November 1991 die Einsetzung dieser Kommission aus je 32 Mitgliedern des Bundestages und des Bundesrates beschlossen. Nach der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 sollte sich diese Kommission mit notwendigen und wünschenswerten Grundgesetzänderungen und -ergänzungen befassen. Einsetzung und Auftrag gingen auf eine Empfehlung der Vertragsparteien, also der Bundesrepublik und der DDR, in Artikel 5 des Einigungsvertrages vom 31. August 1990 und die Beratungen im Vorfeld zurück.

Textnachweis: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/37370491_kw02_verfassungskommission-207416

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#linkhint WINHISTORY.DE – deutschsprachige Seite zur Entwicklung seit Windows 1 im Jahre 1985 https://eindruecke.achmnt.eu/2019/12/10801/ Sat, 21 Dec 2019 21:58:45 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=10801 Read more…]]> https://www.winhistory.de/

Das privat betriebene Angebot bietet einen virtuellen Durchgang zur Computergeschichte entlang der Entwicklung der grafischen Benutzeroberfläche bzw. des späteren Betriebssystems von seinem Start 1985 bis heute. Detaillierte Erläuterungen auch zu kleineren Versionssprüngen werden ergänzt durch Screenshots, Screencasts sowie Aufnahmen der damaligen Verpackungen und Datenträger. Ein absolutes Highlight sind die in die Seite eingebetteten virtuellen Maschinen, mit denen einzelnen Versionen aus der ersten bis vierten Generation von Windows gestartet werden können.

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#linkhint pedocs. Open Access Erziehungswissenschaften / Fachausschnitt Historische Bildungsforschung https://eindruecke.achmnt.eu/2019/09/10403/ Sat, 21 Sep 2019 20:01:42 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=10403 Read more…]]> https://www.pedocs.de/lucene_ergebnis.php?la=de&suchart=teil&suchfeld1=class_dgfe&suchwert1=01

Der Dokumentenserver des Fachportals Pädagogik bietet einen Fachausschnitt zu ‚Historischer Bildungsforschung‘. Die über 1.100 Einträge haben einen deutlichen Akzent auf die Neuzeit und umfassen überwiegend Zeitschriftenaufsätze, Sammelbandbeiträge und vereinzelt ganze Monographien. Das Nachweissystem bietet u.a. eine persistente Zitation mit URN, Verweise auf die Zeitschriftendatenbank sowie bei Personen Verlinkungen Gemeinsamen Normdatei der Deutschen Nationalbibliothek.

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#linkhint Lost Neighbourhood. Auf den Spuren Münchner Juden im Mittelalter — Ausstellung der Universitätsbibliothek München (11.07. – 11.10.2019) https://eindruecke.achmnt.eu/2019/06/10239/ Tue, 18 Jun 2019 20:11:35 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=10239 Read more…]]> https://www.ub.uni-muenchen.de/aktuelles/veranstaltungen/ausstellung_lost-neighbourhood/

Ausstellung zur mittelalterlichen Geschichte der jüdischen Gemeinden in München und Regensburg: Die mittelalterliche Geschichte der Juden in München ist kaum bekannt; sie gehört allerdings zur Geschichte dieser Stadt und macht sie erfahrbar als Geschichte der christlichen und jüdischen Bürger in ihren Beziehungen zueinander sowie zu den Herzögen, Bischöfen, Königen und Kaisern. Sie ist eng verbunden mit der Geschichte Bayerns und insbesondere mit Regensburg und Augsburg.

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#linkhint Post und Telekommunikation. Chronik der Entwicklung der Kurier-, Express- und Postdienste und der Telekommunikation in Deutschland nach der Postreform 1989 https://eindruecke.achmnt.eu/2019/01/10038/ Wed, 09 Jan 2019 23:25:08 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=10038 Read more…]]> https://www.post-und-telekommunikation.de/

Die Chronik der Deutschen Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte e.V. beleuchtet insbesondere die Entwicklung der Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundespost (Deutsche Post, Deutsche Telekom, Postbank) seit der Postreform im Jahre 1989. Es werden darüber hinaus die Liberalisierung des Post- und Telekommunikationsmarktes und hierbei die nichtstaatlichen Dienstleister in den Blick genommen. Bild- und Textdokumente wie Gesetze, Berichte oder Produktinformationen sowie ein Glossar zur historischen Begriffen der Post und Telekommunikation runden das Angebot ab.

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#linkhint Fotobestände in bayerischen Archiven – ein Archivführer https://eindruecke.achmnt.eu/2018/10/9842/ Sat, 27 Oct 2018 21:40:24 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=9842 Read more…]]> https://www.gda.bayern.de/fileadmin/user_upload/Bildarchivfuehrer19red1.pdf

Der jetzt vorliegende Archivführer für Fotobestände in bayerischen Archiven hat eine lange Entstehungsgeschichte. Vor rund 15 Jahren war angesichts des nach wie vor anwachsenden Interesses an der fotografischen Überlieferung die Idee entstanden, analog zum „Handbuch der Bayerischen Archive“, das 2001 erschienen war, ein eigenes Handbuch der Fotobestände in eben diesen Archiven zu erstellen. Nun steht der Bildarchivführer als pdf zum Download bereit.

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#linkhint Wahl-O-Mat für die Wahlen zur Nationalversammlung 1919 https://eindruecke.achmnt.eu/2018/08/9495/ Thu, 23 Aug 2018 20:03:04 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=9495 Read more…]]> http://weimar.bundesarchiv.de/static/wahlkompass/index.html

Am 19. Januar 1919 findet im ganzen Deutschen Reich die Wahl zur Nationalversammlung statt. Zum ersten Mal dürfen auch die Frauen wählen! Aufgabe der Nationalversammlung wird es sein, der neuen Republik eine Verfassung zu geben. Die Parteien SPD, USPD, Zentrumspartei, DDP, DVP und DNVP stellen sich neben einzelnen Regionalparteien und sonstigen kleineren Parteien zur Wahl. Aber welche Partei steht wofür? Vergleichen Sie Ihre Standpunkte mit denen der Parteien.

© Text: Bundesarchiv / M. Hünninger

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#linkhint Die Staatsanwaltschaft bei dem Obersten Bayerischen Landgericht, von Werner Biebl / Roland Helgerth (Online-Ausg. 2009) https://eindruecke.achmnt.eu/2018/04/9216/ Mon, 16 Apr 2018 10:29:07 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=9216 www.pro-justiz.de/Dokumente/
Geschichte_Staatsanwaltschaft_BayObLG_PDF.pdf

Die im Internet bereitgestellte Monographie blickt auf die Geschichte der Staatsanwaltschaft bei dem Obersten Bayerischen Landgericht von den Ursprüngen im 19. Jahrhundert bis zur Auflösung der Behörde Ende 2004.

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#linkhint Die Entwicklung des Souveränen Malteser Ritterordens von der Hospitalbruderschaft zum Völkerrechtssubjekt https://eindruecke.achmnt.eu/2017/11/7270/ Fri, 24 Nov 2017 20:36:15 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=7270 Read more…]]> http://www.univie.ac.at/rechtsgeschichte/seminararbeiten/susannefrodl.pdf

Kein Orden war und ist von so langem Bestand, so großer Beständigkeit und nicht zu unterschätzender Bedeutung auf humanitärem und völkerrechtlichem Gebiet gekennzeichnet, wie der Orden vom Hl Johannes zu Jerusalem, genannt von Rhodos, genannt von Malta, besser bekannt unter der Bezeichnung Souveräner Malteser Ritterorden. Er ist der älteste noch bestehende geistliche Ritterorden der Welt.

Stud.arb. jur. Wien 2002 v. Susanne Frodl, hier. S. 1.

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#linkhint Kein Bedarf für ein Oberstes Bundesgericht in der westdeutschen Rechtssprechung (Der Spiegel v. 14.01.1959) https://eindruecke.achmnt.eu/2017/08/7211/ Fri, 25 Aug 2017 21:11:10 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=7211 Read more…]]> http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/42624296

Laut Artikel 95 des Grundgesetzes in seiner ursprünglich verabschiedeten Fassung hätte über den damals so genannten oberen Bundesgerichten (Bundesgerichtshof, Bundesverwaltungsgericht, Bundesfinanzhof, Bundesarbeitsgericht, Bundessozialgericht) zur Wahrung der Rechtseinheit ein „Oberstes Bundesgericht“ errichtet werden sollen. Der Spiegel berichtete 1959 darüber, wie das Bundesverfassungsgericht immer mehr zu einer faktischen Superrevisionsinstanz wurde und das Oberste Bundesgericht unnötig machte.

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#linkhint Das Bayerische Oberste Landgericht. Geschichte und Gegenwart, hrsg. v. Gerhard Herbst (München 1993) https://eindruecke.achmnt.eu/2017/05/7148/ Wed, 03 May 2017 19:17:36 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=7148 Read more…]]> www.pro-justiz.de/Dokumente/Das Bayerische Oberste Landesgericht_Internet.pdf

Das Bayerische Oberste Landgericht stellte bis zu seiner Auflösung im Jahre 2006 eine bayerische Besonderheit in der deutschen Gerichtsverfassung dar. Es stellte in vielen Fällen eine zusätzliche oder letzte Instanz im Rechtszug dar und übernahm somit teilweise Zuständigkeiten des Bundesgerichtshofes. Seine Tradition reicht bis in das Jahr 1625 zurück, weshalb das „Bayerische Oberste“ — wie es Juristen liebevoll nannten — stets als ein Zeichen bayerischer Eigenstaatlichkeit galt.

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#linkhint Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945 https://eindruecke.achmnt.eu/2017/03/6999/ Sun, 26 Mar 2017 22:01:39 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=6999 Read more…]]> https://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/

Die Datenbank erschließt in 596 Biogrammen die Zusammensetzung der höheren Stellen der Staatsverwaltung Bayerns in der Zeit von der Abschaffung der Monarchie im November 1918 bis zur Kapitulation des Deutschen Reichs am 08. Mai 1945. Sie beendet damit ein Desiderat der landes- und zeitgeschichtlichen Forschung und will die Grundlage für künftige Forschungen legen.Alle Biogramme sind über das alphabetische Register oder die hierarchisch aufgebauten Listen der Amtsinhaber erschlossen.

Walter Schärls 1955 Untersuchung ‚Die Zusammensetzung der bayerischen Beamtenschaft von 1806 bis 1918‘ ist – obwohl teils ergänzungsbedürftig – ein unverzichtbares Hilfsmittel zur Biographik der leitenden bayerischen Beamten aus der Zeit des Königreichs. Eine zeitliche Fortsetzung des „Schärl“ gehört seit längerem zu den Desideraten der bayerischen Geschichtsforschung. Die vorliegende Dokumentation erschließt unter modifizierter Fragestellung den Zeitraum zwischen November 1918 und Mai 1945.

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#linkhint Schienensuizide in den 1980er und 1990er Jahren — wissenschaftliche Ergebnisse der persönlichen Spurensuche eines Fahrgastes https://eindruecke.achmnt.eu/2017/02/6900/ Fri, 03 Feb 2017 21:28:56 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=6900 Read more…]]> Ein jeder Selbstmord ist ein Selbstmord zu viel. Beim Schienensuizid kommt erschwerend hinzu, dass er ganz im Sinne eines erweiterten Selbstmordes auch Unbeteiligte wie insbesondere Zugführer, Rettungskräfte und Passanten nachhaltig beeinträchtigt. Auf der Suche nach den Hintergründen kommen neben journalistischen Recherchen auch wissenschaftliche Studien zutage.


https://edoc.ub.uni-muenchen.de/5403/

Die Analysen der Untersuchung zeigen deutliche zeitliche Asymmetrien von Bahnsuiziden, die von saisonalen Faktoren beeinflusst sind, und machen auf Hochrisiko-Zeiten suizidalen Verhaltens aufmerksam. Gefundene temporale Muster, regionale und lokale Unterschiede im Suizidaufkommen sowie exakt lokalisierbare Streckenabschnitte als Hochrisiko-Orte über beide Geschlechter hinweg sollten bei Präventionsmaßnahmen Beachtung finden. Fast 10% aller suizidalen Ereignisse im Bahnbereich enden nicht fatal und die Fatalität suizidalen Verhaltens ist mit dem Geschlecht des Opfers assoziiert.


https://mediatum.ub.tum.de/?id=602526

Für 20 Jahre wurden U-Bahnsuizide und allgemeine Suizide in München verglichen und untersucht, ob ein Stillhalte-Abkommen mit der Presse eine Reduktion der U-Bahnsuizide ermöglichte. Die Daten stammen aus der Unfalldatei der Münchener Verkehrsbetriebe und der Statistik des Freistaats Bayern. Bei U-Bahnsuiziden ist die Geschlechtsverteilung zu Ungunsten der Frauen verschoben und die Suizidenten sind signifikant jünger als bei allgemeinen Suiziden. Die Evaluation des Präventionsprojektes zeigte keinen Rückgang der absoluten Suizide, wobei als Folgefälle definierte Suizide um 15% abnahmen.
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#linkhint Prostitution – Das „älteste Gewerbe der Welt“?, in: Aus Politik und Zeitgeschichte (19.2.2013) https://eindruecke.achmnt.eu/2016/12/6859/ Tue, 20 Dec 2016 23:24:38 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=6859 Read more…]]> www.bpb.de/apuz/155369/

Die Vorstellung, Prostitution sei „das älteste Gewerbe der Welt“ wird – nicht nur am Stammtisch – bis in die Gegenwart hinein kolportiert. Die historische Realität sieht jedoch anders aus. Die ältesten Erscheinungsformen der Prostitution – von der Heiligen Hochzeit über die Hierodulenpaarung bis zur Apotropäischen beziehungsweise Unheilabwehrenden Prostitution – gingen auf sakrale Riten zurück. In der griechischen und römischen Antike waren Prostituierte, von freigelassenen Hetären und Kurtisanen abgesehen, Sklavinnen, in der Neuzeit wurden sie als „Huren“ kriminalisiert und seit 1700 als „liederliche Weibspersonen“ staatlicherseits reglementiert.

© Text: Romina Schmitter für bpb.de; Lizenz: CC BY-NC-ND 3.0;

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#linkhint Liste von Bundes­tags­abgeordneten (bis 1987), die zugleich Mitglieder der NSDAP oder ihrer Gliederungen waren https://eindruecke.achmnt.eu/2016/10/6804/ Mon, 31 Oct 2016 21:01:03 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=6804 Read more…]]> http://www.niqel.de/bredel/news/mdb.pdf

Der Historiker Helmut Gewalt veröffentlichte im Auftrag der linksintellektuellen Willi-Bredel-Gesellschaft Listen von Bundestagsabgeordneten (bis 1987), die zugleich Mitglieder der NSDAP oder ihrer Gliederungen waren. Es ist zu beachten, dass seine Nachforschungen nicht mit einem wissenschaftlichen Apparat versehen sind und daher nicht quellenkritisch hinterfragt werden können.

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#linkhint Sprechender Sprachatlas von Bayern https://eindruecke.achmnt.eu/2016/08/6757/ Thu, 25 Aug 2016 22:38:07 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=6757 Read more…]]> https://sprachatlas.bayerische-landesbibliothek-online.de/

Die diesem Projekt zugrundeliegenden Karten stammen aus dem ‚Kleinen Bayerischen Sprachatlas‘. Er ist 2006 im dtv-Verlag München erschienen und bietet mit mehr als 120 Karten und dazugehörigen Kommentaren einen wissenschaftlich fundierten und dennoch auch für den Laien verständlichen Überblick über die Vielfalt der Dialekte Bayerns. […] Basis für diese Atlanten sind jeweils einwöchige Aufnahmefahrten zu ca. 1.600 Orten in ganz Bayern, die aus jedem Ort ein vergleichbares Datenmaterial von mindestens 2.300 in phonetischer Schrift festgehaltenen Dialektsequenzen erbracht haben. Die für den ‚Sprechenden Sprachatlas von Bayern‘ verwendeten Tondokumente aus 70 Orten wurden 2006 neu aufgenommen und aufbereitet.

© Text: https://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/sprachatlas

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#linkhint Internetressourcen der Bayerischen Landesbibliothek Online https://eindruecke.achmnt.eu/2016/06/6521/ Thu, 02 Jun 2016 22:01:05 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=6521 https://als.bayerische-landesbibliothek-online.de/metaopac/start.do?View=bloals&Query

Ein schneller Zugang zu Internetseiten, die einen inhaltlichen Bezug zu Bayern aufweisen und optionale Filterung für verfeinerte Rechercheergebnisse bietet seit Ende 2015 die auf Academic Linkshare basierende Internetressourcen-Plattform der Bayerischen Landesbibliothek Online.

Via https://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/newsarchiv-der-blo/feed/rss

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Link-Hint spezial [24.02.2015]: Fünf Jahre „L.I.S.A. Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung“ https://eindruecke.achmnt.eu/2015/02/5685/ Mon, 23 Feb 2015 23:42:39 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=5685 Read more…]]> http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/fuenfter_geburtstag?newsletter=1

Heute vor fünf Jahren ist [das] Wissenschaftsportal online gegangen — am 23. Februar 2010. Anlässlich des Starts diskutierten im Haus der Gerda Henkel Stiftung Hans-Ulrich Wehler und Susanne Froehlich, damals Stipendiatin der Gerda Henkel Stiftung, über Sinn und Nutzen eines Onlineportals, das sich inhaltlich überwiegend auf die Geisteswissenschaften konzentriert. Es gab viele gute Argumente für und gegen den Erfolg eines solchen Unternehmens, das in der Geburtsstunde tatsächlich einem Aufbruch ins Ungewisse glich, wusste[…] doch [die] Redaktion selbst nicht so recht, wohin die Reise gehen wird. Heute nach fünf Jahren ist klar, dass sich vieles anders entwickelt hat als gedacht — [man könne] aber mit der bisherigen Odyssee sehr gut leben, wohlwissend und versprechend, dass sie noch lange nicht an ihr Ende gekommen ist.

© Text: Georgios Chatzoudis @ L.I.S.A.


Der gesamte einsichten-Publikationsverbund gratuliert sehr herzlich!

Oberschleißheim, den 24. Februar 2015,
Andreas C. Hofmann

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Link-Hint Nr. 17 [19.10.2014]: Lichtbildarchiv älterer Originalurkunden bis 1250 https://eindruecke.achmnt.eu/2014/10/5423/ Sun, 19 Oct 2014 21:01:01 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=5423 Read more…]]> http://www.uni-marburg.de/fb06/mag/lba
http://lba.hist.uni-marburg.de/lba

Das Lichtbildarchiv älterer Originalurkunden / Lichtbildarchiv Marburg (kurz: LBA) ist eine Sammlung und Dokumentation zur Erforschung original überlieferter Urkunden aus der Zeit vor 1250. Seit 1928 hat es mittelalterliche Urkunden auf dem Gebiet des Deutschen Reiches photographisch erfasst. Seit 2006 wurden die Bestände digitalisiert und in einer Datenbank online bereitgestellt. Das Suchportal selbst ist in seinem Aufbau nicht besonders inituitiv aufgebaut, da das vermeintlich unvermeidbare Faktum einer Anmeldung als erstes ins Auge sticht. Hinter dem Slogan „Gastzugang“ verbirgt sich dann schließlich die eigentliche Suchmaschine, was man definitiv glücklicher hätte formulieren können. Ferner vermisst man auf den Suchportal jegliche Infomationen zum Projekt, die letztlich über den wenig aussagekräftigen Link „Zurück zur Homepage des Fachbereichs“ erreichbar sind. Auf dieser externen Ebene angelangt, bekommt der Nutzer nun doch lang ersehnte Informationen wie eine Projektbeschreibung, das Personaltableau, eine Publikationsliste oder eine Beschreibung weiterer (nicht digitaler) Tätigkeitsfelder.

Im Zentrum dieser Besprechung steht allerdings das digitale Suchportal. Nach einem Klick auf den Gastzugang gelangt man schließlich zu der Suchmaschine (es sei der Hinweis erlaubt, dass der für die Aufgabenstellung dieses Instruments doch essentielle Suchbutton nach allen Regeln einer Schnitzeljagd versteckt ist und nur aufgrund eines ausdrücklichen Hinweises gefunden werden kann). Gesucht werden kann in den Feldern „Aussteller“, „Dynastien“, „Empfänger“, „Archiv“, „Zugangsnummer“, „Überlieferung“, „Mitsiegler“, „Ort“, „Druckort“ und „Datierung“. Die Suchergebnisse präsentieren sich mit einem Thumbnail des Digitalisats, ausführlichen Metadaten sowie einem Shortlink auf die Stellen in den Regesta Imperii. Die Detailansicht bietet darüber hinaus Angaben zum Negativ, der Siegelung oder benutzerspezifische Bemerkungen. Die Digitalisate sind aufgrund des Alters der Fotographien in Graustufen und bis zum Faktor 4 gut zoombar (der ebenfalls vorhandene Faktor 8 liefert zwar einen höheren Informationsgehalt aber auch Verwischungen). Gut gelungen sind die Möglichkeiten einer Darstellung als kontrastverstärkt, kontrastreduziert, negativ oder mit Raster. Wie bei vielen Angeboten dieser Art sucht man einen Permalink vergebens und je nach Ansicht lässt auch das obligatorische Wasserzeichen nicht auf sich warten.

Summa summarum bietet das Angebot durch die digitale Bereitstellung seiner Sammlung und deren Auszeichnung mit Metadaten einen für die mediaevistische Forschung unverzichtbaren Mehrwert. Eine intuitive Nutzerführung, einen ergonomischen Aufbau oder eine Ausstattung mit zeitgemäßen Werkzeugen der Internettechnologie sucht man nur vergebens.

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Link-Hint Nr. 16 [12.05.2014]: „Die Chronik der Wende“. 163 Tage Rückblick auf die Wendezeit — ein trimediales Projekt des ORB https://eindruecke.achmnt.eu/2014/05/5114/ Mon, 12 May 2014 14:03:28 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=5114 Read more…]]> http://www.chronikderwende.de

Aufg Grundlage der vom (früheren) Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg entwickelten 163-teiligen Sendereihe „Chronik der Wende“ wurde die vorliegende Internetpräsenz entwickelt. Das Angebot erscheint auf dem ersten Blick hinsichtlich der Benutzerführung etwas veraltet, da die insgesamt drei Navigationsleisten erst einmal Verwirrung stiften. Berücksichtigt man, dass das Angebot laut eigenen Angaben seit knapp 15 Jahren nicht mehr gepflegt worden war, ist allerdings durchaus der damals aktuelle Stand der Webentwicklung erkennbar. Gleichermaßen störend wie überflüssig ist trotz alledem die oberste Navigationsleiste, in welcher sich der RBB unübersehbar werbetaktisch platziert hat und auch noch einen Link zum hauseigenen Wetterdienst anpreist.

Diese eher kosmetischen Fehler dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass „Chronik der Wende“ ein umfassendes Repositorium an Texten, sowie Bild- und Tondokumenten zu den Tagen zwischen dem Mauerfall und den ersten freien Volkskammerwahlen bietet. Diese auch im Rahmen einer Rezension unzählbaren Quellenstücke erschließen sich über verschiedene Wege: Zum einen bietet die oben angelegte Zeitleiste einen chronologischen Zugriff auf die einzelnen Tage der Zeit, wobei die Dokumente von den dazugehörigen Überblickstexten aus verlinkt sind — eine Zeitleiste zu den bedeutendsten „Wendepunkten“ ist aiuch angeboten. Darüher hinaus kann man systematisch nach der Dokumentenart oder Sach- und Personenbegriffen auf die Quellenstücke zugreifen.

Und hierin liegt der eigentliche Mehrwert für Forscher der Zeitgeschichte: Seien es Protokolle, Briefe, Flugschriften, Fotographien, Radiomitschnitte, MfS-Berichte oder Umfrageergebnisse — um eine unvollständige Aufzählung anzuführen: Die „Chronik der Wende“ bietet ein digitales Archiv, dass in der Geschichtswissenschaft seinesgleichen suchen dürfte

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Link-Hint Nr. 15 [31.05.2013]: Das digitale Bildarchiv des Bundesarchivs — 200.000 Fotographien seit 1860 https://eindruecke.achmnt.eu/2013/05/4454/ Fri, 31 May 2013 20:02:33 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=4454 Read more…]]> http://www.bild.bundesarchiv.de

Über 200.000 Fotographien aus der Zeit seit 1860 sowie knapp 90.000 Materialien des Bundespresseamtes enthält das digitale Bildarchiv des Bundesarchivs. Dass ein repräsentativer Querschnitt aus dem Bestand an Fotographien ausgewählt wurde ist lobenswert, wenn auch eine Angabe nicht aufgenommener Bilder zu wünschen wäre. Das Portal, welches zahlreiche wirkmächtige Funktionalitäten bietet, ist leider wenig intuitiv aufgebaut. Während die horizontale Navigation mit Suchfunktionalitäten, Servicelinks und rechtlichen Hinweisen denkbar überfrachtet ist, scheint die vertikale Navigation immerhin vom jeweiligen Navigationspunkt abzuhängen. Etwas eigensinnig erscheint (zumindest dem Rezensenten) die Verwendung der Bezeichnung Leuchttisch für den eher geläufigen Warenkorb.

Für die Recherche stehen eine Einfache Suche sowie eine Erweiterte Suche zur Verfügung; die in der horizontalen Navigation angegebene Themensuche stellt nur einen Shortlink auf einen Teilbereich der Erweiterten Suche dar. Diese bietet dafür umso mehr Möglichkeiten: Über Volltextsuche, Chronologie, Signaturen sowie Personen-, Orts- und Sachklassifikation kann man sich dem selbst gesetzten Ziel annähern. Die meisten Suchfelder bieten darüber hinaus eine Browsing-Möglichkeit für die bestehenden Datensätze. In der Ergebnisansicht werden die jeweiligen Fotographien mit ausführlichen Metadaten geliefert, wobei die getaggeden Personen bereits mit der GND-Nummer ausgezeichnet, aber nicht zur DNB verlinkt sind.

Ein sehr ergiebiges Ärgernis ist es indes, dass sämtliche Abbildungen unabhängig von ihrer Kostenpflichtigkeit nur in einer besseren Thumbnail-Ansicht angeboten werden. Wer eine höhere Auflösung ohne die zudem dilletantischen Wasserzeichen haben will, muss sich bei der Bilddatenbank anmelden. Und hier wird es noch ärgerlicher, denn eine Anmeldung ist nur möglich, wenn man entweder seine Kreditkartendaten angibt, oder eine schriftliche Vereinbarung zur Vorkasse abschließt. Ohne einen dieser beiden Schritte kann (und konnte deswegen) der Anmeldeprozess nicht beendet werden. Vor dem Hintergrund, dass einige Fotographien kostenfrei sind, ist es unverständlich, dass diese Angaben nicht im gegebenen Fall nachgeliefert werden können.

Summa summarum: Ein (auch vor dem Hintergrund der Zusammenarbeit mit Wikipedia) lobenswertes Angebot, welches allerdings wenig intuitiv aufgebaut ist und sich einige klassische Kritikpunkte wie geringe Auflösung, Wasserzeichen und umständlichen Anmeldeprozess wird gefallen lassen müssen. Nachtrag: Dass weder die Suchergebnisse, noch die einzelnen Datensätze über persistente URLs verfügen mindert den Wert des Portals enorm.

Mit diesem Link-Hint wird die bislang jährliche Zählung auf eine fortlaufende Zählung umgestellt, welche die bislang erschienenen Internetressourcenbesprechung mit einberechnet.

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Link-Hint Nr. 4/2012: De Imperatoribus Romanis. An Online Encyclopedia of Roman Rulers and Their Families https://eindruecke.achmnt.eu/2012/12/3691/ Sat, 22 Dec 2012 03:43:37 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=3691 Read more…]]> http://www.roman-emperors.org

De Imperatoribus Romanis (DIR) ist ein Portal zu den römischen Kaisern und deren Familien, wobei es sich auf die weströmischen und oströmisch-byzantinischen Kaiser beschränkt. Es untergliedert sich in folgende Abschnitte: Imperial Index (chronological & alphabetical) bietet meist sehr ausführliche Biogramme. Imperial Stemmata zeigt zu den einzelnen Dynastien synoptische Stammbäume, welche die familiären Zusammenhänge graphisch verdeutlichen. Imperial Battle Index vermittelt miltärhistorische Hintergründe, wobei Kartenmaterial hinterlegt ist und Querverlinkungen vorgenommen wurden. Abgerundet wird DIR durch Karten, welche jeweils in Jahrhundertschritten angeboten sind sowie eine externe Verlinkung auf  den Virtual Catalogue of Roman Coins.

An den von ausgewiesenen Altertumswissenschaftlern verfassten Biogrammen ist höchstens auszusetzen, dass die teilweise Mitte der 1990er Jahre verfassten Texte bislang nur vereinzelt überarbeitet worden sind. Die Texte selbst sind von unterschiedlicher Länge, wobei sie in jedem Fall weiterführende Literatur enthalten, was den Einstieg in die Materie erheblich erleichtert. Während die Liste der weströmischen Kaiser annähernd komplett ist, stehen zahlreiche Lemmata zu oströmischen Kaisern noch aus. Eine wahre Freude bereiten die Imperial Stemmata, welche die feinsten Verästelungen der jeweiligen Dynastie mit Farbcodes aufbereitet darstellen. Etwas dürftig erscheint die Lage beim Imperial Battle Index, welcher – so zumindest die Einschätzung eines fachlichen Laien – von der Vollständigkeit noch weit entfernt ist. Besonders erfreulich ist, dass die Biogramme, die Stammbäume sowie die Schlachtbeschreibungen einer frei formulierten Open-Access Lizenz unterliegen, wonach sie in unveränderter und sämtliche Präliminaria und Postscripta enthaltender Form weiterverwendet werden dürfen. Dies gilt leider nicht für das Kartenmaterial, welches in der vergrößerten Ansicht auch nur einen Ausschnitt der angezeigten Karte darstellt.

Wissenschaftlich geleitet wird DIR von einem Herausgeberkollegium aus etwa 30 Fachwissenschaftlern, welche bei neuen Artikeln ein Peer-Review vornehmen. Lobenswert ist, dass DIR Hinweise für Autoren, zur Texterstellung und zur Einreichung bereitstellt. Auch wenn es technisch sicherlich nicht mehr dem neuesten Stand entspricht, kann das Portal sowohl Studierenden, als auch Wissenschaftlern nur empfohlen werden. Es bietet einen soliden Einstieg in die nicht immer leichte Materie römischer Kaiser, ihrer Dynastien und ihrer Schlachten.

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Link-Hint Nr. 3/2012: Virtual Library Bayerische Landesgeschichte https://eindruecke.achmnt.eu/2012/09/3300/ Sun, 16 Sep 2012 17:34:15 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=3300 Read more…]]> http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_III/Geschichte/Bayern.html

Dass das Prinzip der kommentierten und dauerhaft gepflegten sowie von fachlich ausgewiesenen Wissenschaftlern betreuten Linklisten, welches unter dem Namen Virtual Library (VL) bekannt wurde, ausgestorben sei, war in der Vergangenheit an vielen Stellen zu vermuten. In der Tat ist es so, dass zahlreiche Sektionen nicht mehr betreut sind und andere seit teilweise mehreren [!] Jahren nicht mehr aktualisiert wurden. Die VL Bayerische Landesgeschichte des Regensburger Landeshistorikers Georg Köglmeier gehört definitiv und erfreulicherweise zu den noch aktiven Sektionen der VL – die letzte Aktualisierung ist immerhin auf den 4. September 2012 datiert.

Die Unterteilung folgt einer überwiegend systematischen Gliederung, welche teilweise etwas unkoordiniert anmutet. So vermisst man beispielsweise Einführendes zu den jeweiligen Epochen bayerischer Landesgeschichte, wobei die Historischen Hilfswissenschaften und das Archivwesen verhältnismäßig ausführlich berücksichtigt werden. Außerordentlich lobenswert ist es, dass der Betreiber der VL über reine Linklisten hinausgeht und selbst Content in Form von beispielsweise erschienenen Titeln einer Reihe anbietet (e.g. http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_III/Geschichte/ litmhs1.html). Ein nur bedingt dem Betreiber anzulastendes, aber umso größeres Ärgernis ist es, dass sämtliche Links auf das Zeitschriftenfreihandmagazin von Stuart Jenks (mal wieder) ins Leere führen. Nachdem bereits die Erlanger Präsenz vor einigen Jahren dead war, scheint die Datensammlung nun auch von den Servern der Fordham University verschwunden zu sein. Nichtsdestotrotz hat das Angebot aber zahlreiche weitere Deadlinks, welche durch eine regelmäßige Überprüfung hätten vermieden werden können. Hier besteht eindeutig Handlungsbedarf.

Obwohl das Portal wegen seiner hohen Zahl an Deadlinks (e.g. fast alle Links auf Stadtarchive) eine große Hypothek zu tragen hat, bietet es doch Zugriff auf Informationen, welche ansonsten mühsam recherchiert werden müssten (v.a. http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_III/Geschichte/Bayern.html#darstellung). Als Teil der VL ist es zwar ein Relikt vergangener Zeit; als zumindest teilweise aktuell gehaltene Linkliste stellt es allerdings trotzdem einen Mehrwert dar.

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Link-Hint Nr. 2/2012: geschichte.transnational https://eindruecke.achmnt.eu/2012/06/2950/ Sat, 23 Jun 2012 21:56:30 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=2950 Read more…]]> http://geschichte-transnational.clio-online.net

Das „Fachforum zur Geschichte des kulturellen Transfers und der transnationalen Verflechtungen in Europa und der Welt“ aus dem Kooperationsverbund der Clio-Online-Portale stellt einen Fachausschnitt von H-Soz-u-Kult zur Transnationalen Geschichte und verwandten Themen dar. Es gliedert sich nach dem Vorbild von H-Soz-u-Kult in die Bereiche „Chancen“, „Forum“, „Projektankündigungen“, „Rezensionen“, „Tagungsberichte“, „Termine“, „Websites“ und „Zeitschriftenschau“ und bietet somit einen gebündelten Zugang zu verschiedenen Informationen, welche im weiteren Sinne das Themenfeld Transnationale Geschichte betreffen. Ein Blick auf das Impressum offenbart, dass es sich hierbei nicht um Zweitpublikationen aus H-Soz-u-Kult handelt, sondern vielmehr die Beiträge aus geschichte.transnational dort zweitveröffentlicht werden. Denn hinter dem Portal stehen neben einer eigenen Redaktionen zwei fachlich ausgewiesene Herausgeber und ein hochkarätiger Wissenschaftlicher Beirat.

Durch den Bereich „Forum“, welcher sich in „Artikel“ und „Diskussion“ unterteilt, fungiert geschichte.transnational nicht nur als Mitteilungsdienst, sondern auch als Publikationsplattform. So sind wissenschaftlich begutachtete Beiträge zu verschiedenen Bereichen des Themenfeldes enthalten. So bietet der Bereich natürlich vorwiegend Artikel zur Transnationalen Geschichte, wobei auch Beiträge zu verwandten Konzepten, wie der Welt- und Globalgeschichte oder der Metanationalen Geschichte angeboten werden. Darüber hinaus unternimmt geschichte.transnational auch eine wissenschaftstheoretische Beschäftigung mit Transnationaler Geschichte „als neuem Paradigma“ (Kiran Klaus Patel). Leider wird der große Vorzug dieser publizistischen Tätigkeit dadurch eingeschränkt, dass teilweise über mehrere Jahre hinweg keine neuen Beiträge eingestellt wurden. Ferner lehnt die Redaktion eine Publikation bereits andernorts veröffentlichter Beiträge in der Regel ab (Anfrage des Verfassers in eigener Angelegenheit vom Juli 2011 ).

Nichtsdestotrotz schmälert dies nicht den Mehrwert des Portals. Der Bereich Rezensionen enthält Besprechungen einschlägiger Literatur, wobei über den teilweise äußerst weiten Focus trefflich gestritten werden könnte.  So gewinnt man bei genauer Betrachtung den Eindruck, dass so ziemlich alles fernab der klassischen eurozentrischen Nationalgeschichte unter „Geschichte des kulturellen Transfers“ subsumiert werden soll (http://geschichte-transnational.clio-online.net/rezensionen/id=13876). Inwiefern geschichte.transnational sich daher den Vorwurf gefallen lassen muss, auf einer Trendwelle mitzusurfen, hängt sicherlich von der Betrachtungsweise des Nutzers ab. Wie Johannes Paulmann 2005 in einer Rezension im unkritischen Kontext bereits feststellte: „Transnational ist in: Das Adjektiv lässt sich leicht einfügen und scheint allen historischen Projekten, ob sie sich nun mit nur einem einzigen Nationalstaat oder mit mehreren befassen, eine unwiderlegbare Rechtfertigung zu verleihen.“ (http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2005-3-163)

Summa summarum gibt es weder an der grundsätzlichen Konzeption noch der Aufstellung des Portals irgendetwas auszusetzen. Einzig dem bereits für den Bereich „Forum“ festgestellten Eindruck mangelnder Aktivität, welcher sich auch bei der mit zehn Titeln nur spärlich ausgestatteten Zeitschriftenschau (http://geschichte-transnational.clio-online.net/zeitschriften) fortsetzt, sollten die Herausgeber und Redakteure sukzessive entgegentreten.

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Link-Hint Nr. 1/2012: demokratiegeschichte.eu https://eindruecke.achmnt.eu/2012/02/2484/ Wed, 29 Feb 2012 20:00:00 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=2484 Read more…]]> http://www.demokratiegeschichte.eu

Wer bei diesem Portal seinem Namen nach eine Darstellung der Geschichte der Demokratie von der Antike bis zu Gegenwart erwartet, muss entäuscht sein. Das Portal setzt mit der Französischen Revolution ein, behandelt schwerpunktmäßig das Hambacher Fest sowie die Revolution von 1848 und reicht bis in die Gegenwart. NB: Auch das Portal regionalgeschichte.net, welches ebenfalls aus der Schmiede des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. stammt, schmückt sich mit einem Titel, der mehr verspricht, als das Portal enthält (http://www.einsichten-online.de/2011/04/1197). Handelt es sich somit um systematishe Augenwischerei? Müssen die Portale des Mainzer Instituts inhaltliche Defizite mit knackigen Titeln ausgleichen?

Das Portal ist in die Abschnitte Vorgeschichte, Hambacher Fest, Revolution von 1848/49,  Grundrechte – Parlamente – Parteien sowie Pressefreiheit gegliedert und nimmt dadurch bereits seine Schwerpunktsetzung vorweg. Während die ersten drei Abschnitte eine überwiegend chronologische Gliederung verfolgen und mit der „gescheiterten“ Revolution enden, reichen die letzten beiden, thematisch gegliederten Abschnitte bis in die Gegenwart. Besonders reizvoll ist der in der Navigation angebotene Zeitstrahl, welcher es in Jahrzehnt-Schritten ermöglicht, die Materialien des Portals einzeln abzurufen. Diese bestehen aus einzelnen – teilweise zu prägnanten – Einführungstexten (vgl. e.g. http://demokratiegeschichte.eu/index.php?id=88), Quellenausschnitten sowie zahlreichen Digitalisaten zeitgenössischer Bilder und Quellen. Leider ist die Qualität der Digitalisate nach unten aber auch nach oben sehr heterogen (e.g. http://demokratiegeschichte.eu/fileadmin/user_upload/revolution_1848_49/CMV.jpg); Angaben zu den Quellen der Abbildungen vermisst man gänzlich.

Äußerst hilfreich sind die gesammelt angebotenen Biographien (http:// demokratiegeschichte.eu/index.php?id=17) sowie die bibliographischen Listen (http://demokratiegeschichte.eu/index.php?id=189). Die Funktion des Ortsregisters, welches nur eine Auflistung von Ortsnamen ohne – zumindest auf dem System des Rezensenten – funktionierende Verlinkung erschließt sich indes nicht. Auch den Punkt Burgengeschichte (http://demokratiegeschichte.eu/index.php?id=19) würde man eher auf einem Portal zum Hambacher Fest, als zur Demokratiegeschichte vermuten. Und hier liegt auch der konzeptionelle Fehler des Angebots: Ein landesgeschichtlich angelegtes Portal, welches die Geschichte der Demokratie am Beispiel Hambach und Frankfurt erörtern will, muss sich wegen eines ehrgeizig gewählten Titels in eine erweiterte Herangehensweise pressen lassen.

Trotz dieser konzeptionellen Mängel ist der Mehrwert des Portals für die interessierte Öffentlichkeit und den Einstieg in das Thema (i.e. Hambacher Fest und Revolution von 1848/49) nicht zu verachten. Wer allerdings eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der Geschichte unserer Demokratie erwartet, wird enttäuscht bleiben.

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Link-Hint Nr. 4/2011: Königreich Bayern 1806–1918 https://eindruecke.achmnt.eu/2011/11/2100/ Mon, 21 Nov 2011 19:38:04 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=2100 Read more…]]> http://www.hdbg.eu/koenigreich

Das Projekt „Königreich Bayern 1806–1918“ des Hauses der Bayerischen Geschichte bietet einen multimedialen Überblick über die Geschichte Bayerns als Königreich. Die Grobgliederung des Portals folgt den Regierungszeiten der jeweiligen Könige bzw. Prinzregenten; jeder Bereich untergliedert sich wiederum in die Unterabschnitte „Einleitung“, „Themen“, „Ereignisse“, „Personen“ und „Objekte“. Besonders erfreulich ist der mittlerweile bei Online-Publikationen zunehmend seltener anzutreffende PDF-Export, während auch hier – wie bei eigentlich allen in dieser Reihe besprochenen Internetressourcen – man auf (funktionale) persistente URLs oder gar URNs verzweifelt hofft. Im Folgenden soll das Portal beispielhaft am Beispiel des Abschnitts Ludwig I. (13. Oktober 1825 bis 19. März 1848) besprochen werden.

‚Begrüßt‘ wird der Leser dieses Abschnitts mit einem Porträt Ludwigs I. sowie einer (zu) kurz gehaltenen Einleitung zu seiner Regierungezeit, welche durch Hinweise auf die aktuelleste grundlegende Literatur abgerundet wird. Als störend erweist sich sehr früh der (sichtlich) gut gemeinte Versuch, die zur Verfügung stehende Informationsflut durch Hypertextualität zu bändigen: So stehen insgesamt drei Navigationsleisten (Hauptabschnitte, Unterabschnitte, Querschnittsanzeige) zur Verfügung, um durch das Gesamtportal bzw. den jeweiligen Abschnitt zu steuern, welche durch je nach Datensatz bis zu vier weitere Auswahllinklisten ergänzt werden. Zusammen mit den beiden Service-Navigationsleisten für das HdbG und die Impressa lässt sich hier sehr leicht der Überblick verlieren. Eine behutsame Ent-„Frachtung“ des Angebots sowie eine (vlt. sogar personalisierbare) History bisher angezeigter Datensätze würden hier das Leben erleichtern.

Diese Kritik ändert allerdings nichts an der bemerkenswerten Monumentalität des Angebots – ja vielleicht ist ein solches Portal in seiner Multidimensionalität (Regenten, Sachbereiche, Dokumententypen) nicht anders zu meistern! Es bietet dem interessierten Nutzer (ob wissenschaftsnah oder -fern) einen ersten Zugriff auf die Materie. Während der Bereich „Themen“ (https://www.hdbg.eu/koenigreich/web/index.php/themen/index/herrscher_id/2) die damalige Zeit in Ihren Facetten (Herrscherfamilie, Innenpolitik, Außenpolitik, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Bildung und Kirche, Kultur und Kunst) umfassend widergibt, bietet die Rubrik „Ereignisse“ (https://www.hdbg.eu/koenigreich/web/index.php/ereignisse/index/herrscher_id/2) leider keinen umfassenden ereignisgeschichtlichen Überblick. Besonders umfang- und ertragreich sind die Personendatensätze, welche Kurzbiogramme mit weiterführenden Hinweisen bieten. Hinter dem Punkt Objekte verbirgt sich eine Sammlung verschiedenster Digitalisate von Personenportäts, Landschaften, digitalisierten Quellen u.v.m.

Summa summarum ist zu konstatieren, dass das Haus der Bayerischen Geschichte für den Versuch einer Quadratur des Kreises ein durchaus respektables Ergebnis vorgelegt hat. Ein derart vielfältiges und zudem umfangreiches Thema kann nur mit Hilfskonstruktionen erfasst werden, über deren Auswahl trefflich gestritten werden kann; inwiefern eine seriellere Darstellung sinnvoller gewesen wäre, ist wiederum Geschmacksache.

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Link-Hint Nr. 3/2011: German History in Documents and Images https://eindruecke.achmnt.eu/2011/07/1573/ Sun, 31 Jul 2011 14:17:08 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=1573 Read more…]]> http://germanhistorydocs.ghi-dc.org.

Das Angebot des Washingtoner Deutschen Historischen Instituts bietet mit German History in Documents and Images (GHDI) eine kommentierte Dokumenten- und Bildersammlung zur Deutschen Geschichte der Neuzeit an. Das Angebot folgt den klassischen Zäsuren der Deutschen Geschichte der Neuzeit (1500, 1648, 1815, 1866, 1890, 1918, 1933, 1945, 1961, 1989) und folgt in den einzelnen Kapiteln einem Vierklang von Einführungstexten, Dokumenten, Bildern und Karten. Die Kapitel sind von auf dem jeweiligen Gebiet ausgewiesenen Historikern herausgegeben und in englischer Sprache bzw. englischen Übersetzungen verfügbar; die deutschsprachige Version ist gegenwärtig noch lückenhaft.

Im Folgenden soll exemplarisch der Abschnitt „From Vormärz to Prussian Dominance (1815-1866)“ von Jonathan Sperber dargestellt werden. Das Kapitel wird von einem umfangreichen Text eingeleitet, welcher in die verschiedenen Aspekte (e.g. Parties and Organizations; Military and War; Economy and Labor) und Spannungsfelder der Epoche (Confederation or Nation-State? Authoritarian or Parliamentary/Rule? Emancipation of the Jews) einführt und hierbei auch neue Forschungsfelder (Nature and Environment; Gender, Family, and Generation; Elite and Popular Culture) berücksichtigt. Da der Text in zahlreiche Einzel-Webseiten zergliedert ist, empfhiehlt sich zur Lektüre der Download der zusammenhängenden PDF-Datei.

Die Auswahl der Dokumente berücksichtigt in der Regel den gesamten Zeitraum, was aufgrund des Verlaufs mancher Prozesse möglich nicht immer möglich ist. So enthält beispielsweise das Unterkapitel „Parties and Organizations“ (http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/sub_doclist.cfm?sub_id=17&section_id=9) nur Quellenstücke ab 1845. Leider zu kurz kommt in der gesamten Darstellung die Revolution von 1848/49: So vermisst der interessierte Leser leider einschlägige Bilder wie die Versammlung der Paulskirche (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Nationalversammlung.jpg) gleichermaßen wie Quellenstücke, die zum Verständnis der Zäsur von 1848/49 unerlässlich gewesen wären (so hätte aus den zahlreichen Beispielen aus den Revolutionsjahren, welche e.g. unter http://www.documentarchiv.de/nzjh.html zu finden sind, wenigstens eines den Weg zu GHDI finden können).

Summa summarum handelt es sich um ein Angebot, welches qualitativ wie quantitativ als hochwertig einzustufen ist. Neben der interessierten Öffentlichkeit dürften sich insbesondere Schüler, Studierende und Lehrer für die Angebotenen Materialien interessieren.

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