{"id":4139,"date":"2013-04-19T13:35:06","date_gmt":"2013-04-19T11:35:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.einsichten-online.de\/?p=4139"},"modified":"2020-04-22T14:52:24","modified_gmt":"2020-04-22T12:52:24","slug":"archivreport-extra-stadtarchiv-koln-planungsstopp-des-neubaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eindruecke.achmnt.eu\/2013\/04\/4139\/","title":{"rendered":"Archivreport extra: Stadtarchiv K\u00f6ln &#8211; Planungsstopp des Neubaus"},"content":{"rendered":"<p>Es ist skandal\u00f6s, dass wichtige Politiker im K\u00f6lner Stadtrat damit beginnen, Bedeutung und Folgen des Archiveinsturzes vom 3. M\u00e4rz 2009 zu missachten. Neuerdings wird der Wiederaufbau des Historischen Archivs der Stadt K\u00f6ln in der geplanten Form in Frage gestellt, Sogar der Standort des Neubaus wird in Frage gestellt. Warum soll ein neuer Standort gefunden werden? Der Standort ist ideal. Eines der wertvollsten Geb\u00e4ude der Stadt wird in den inneren Gr\u00fcng\u00fcrtel aufgenommen. Dort besteht \u00fcbrigens auch die M\u00f6glichkeit einer Erweiterung. Diese M\u00f6glichkeit besteht nicht, wenn das neue Archiv in eine H\u00e4userzeile integriert wird, weshalb eine Erweiterung am Waidmarkt ja auch nicht m\u00f6glich war. Warum soll also ein neuer Standort gefunden werden?<br \/>\nMit dieser Diskussion sendet die Stadt ein verheerendes Signal an alle, die sich um die Wiederherstellung des Archivs bem\u00fcht haben und weiterhin bem\u00fchen. K\u00f6lns Bild ist schon gesch\u00e4digt, nun droht die n\u00e4chste Blamage.<\/p>\n<p>Was vor knapp zwei Jahren \u2013 als der Neubauentwurf in einem Wettbewerb gek\u00fcrt wurde \u2013 noch vollmundig erkl\u00e4rt wurde, soll nun nicht mehr gelten: Der Neubau sei ein wichtiger Schritt zur \u201eWiedergutmachung&#8220;, hie\u00df es noch im Juni 2011, und Oberb\u00fcrgermeister J\u00fcrgen Roters sagte damals: \u201eDie Stadt K\u00f6ln hat es sich zum Ziel gesetzt, das sicherste und modernste Archiv Europas zu errichten. Diesen Anspruch haben wir an die Architekten gestellt, und ich bin zuversichtlich, dass wir dies jetzt auch erreichen werden.\u201c Nun pl\u00e4dieren Sprecher der Stadtratsfraktionen, die auch in der Wettbewerbsjury vertreten waren, f\u00fcr \u201emehr Sachlichkeit\u201c und wollen \u201edie kostspielige Planung eines B\u00fcrgerarchivs hinterfragen\u201c, wie in den K\u00f6lner Medien berichtet wird. Dieser Ruf nach mehr \u201eSachlichkeit\u201c ist eine Zumutung f\u00fcr alle, diejenigen, die bald nach dem Einsturz ehrenamtlich oder auf dem Wege der Amtshilfe die ersten Ma\u00dfnahmen der Archivgutbergung mit unterst\u00fctzt haben. Er ist ein Schlag ins Gesicht aller, die dem K\u00f6lner Archivgut seither, meist ohne Kosten zu berechnen Asyl, gew\u00e4hrt haben und noch oft genug bis an die Grenze der Belastungsf\u00e4higkeit Asyl gew\u00e4hren. Vertrauen ist verloren gegangen und kann nur durch \u00fcberzeugende Handlungen wieder gewonnen werden.<\/p>\n<p>Wir appellieren nun an die Mitglieder des Stadtrates, die Bedeutung der Wiederherstellung des Stadtarchivs als B\u00fcrgerarchiv dauerhaft anzuerkennen und den verh\u00e4ngten Planungsstopp zur\u00fcckzunehmen. Das viel beschworene K\u00f6lner \u201eStadtged\u00e4chtnis\u201c, ein europaweit bedeutendes Kulturgut, wird noch lange unter dem Einsturz zu leiden haben; die Restaurierung der Objekte wird noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Noch ist ungesichert, wie diese Arbeiten finanziert werden k\u00f6nnen. In dieser Situation w\u00e4re ein R\u00fcckzug des Stadtrates verheerend. Den Neubau des Stadtarchivs \u2013 einschlie\u00dflich der st\u00e4dtischen Kunst- und Museumsbibliothek und des Rheinischen Bildarchivs \u2013 z\u00fcgig fertig zustellen ist das absolute Minimum. Begr\u00fcndung: Denn eine neue Planung, ein neuer Entwurf oder sogar ein neuer Standort m\u00fcssen erst einmal finanziert werden. Und selbst wenn sich eine abgespeckte L\u00f6sung finden lie\u00dfe: Eine neue Planung w\u00fcrde mit gro\u00dfer Sicherheit daf\u00fcr sorgen, dass der angepeilte Er\u00f6ffnungstermin Ende 2017 nicht zu halten sein wird. Das wiederum verursacht zus\u00e4tzliche Kosten f\u00fcr die Lagerung der 23 Regalkilometer Archivgut, das momentan in 14 Asylarchiven untergebracht ist. Die Vertr\u00e4ge mit den Asylarchiven enden sp\u00e4testens 2016, danach w\u00fcrde eine Lagerung nach aktuellen Sch\u00e4tzungen des Stadtarchivs bis zu sechs Millionen Euro j\u00e4hrlich kosten. [&#8230;]<\/p>\n<p><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/www.openpetition.de\/widget\/petition\/fuer-die-aufhebung-des-planungsstopps-fuer-den-neubau-des-historischen-archivs-der-stadt-koeln\"><\/script><\/p>\n<p><em>Text von <a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/fuer-die-aufhebung-des-planungsstopps-fuer-den-neubau-des-historischen-archivs-der-stadt-koeln\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/fuer-die-aufhebung-des-planungsstopps-fuer-den-neubau-des-historischen-archivs-der-stadt-koeln<\/a>; Lizenz: <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-sa\/3.0\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">CC BY-NC-SA 3.0<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist skandal\u00f6s, dass wichtige Politiker im K\u00f6lner Stadtrat damit beginnen, Bedeutung und Folgen des Archiveinsturzes vom 3. M\u00e4rz 2009 zu missachten. 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