{"id":1717,"date":"2011-08-17T00:07:19","date_gmt":"2011-08-16T22:07:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.einsichten-online.de\/?p=1717"},"modified":"2022-07-08T20:45:17","modified_gmt":"2022-07-08T18:45:17","slug":"trotz-ignoranz-der-mehrheit-ein-pladoyer-fur-den-fortbestand-eines-vermeintlich-anonymen-internet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eindruecke.achmnt.eu\/2011\/08\/1717\/","title":{"rendered":"\u203aTrotz Ignoranz der Mehrheit\u2039. Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr den Fortbestand eines vermeintlich anonymen Internet"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/0,1518,778988,00.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/0,1518,778988,00.html<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Die Diskussion um einen Klarnamenszwang im Netz geh\u00f6rt zwar schon nicht mehr zum Tagesgeschehen; trotzdem erscheint es umso wichtiger, die Problematik des staatlichen Zugriffs auf die informationelle Selbstbestimmung aktuell zu halten. Es sei vorab gestattet, an dieser Stelle mit einigen Ammenm\u00e4rchen aufzur\u00e4umen.<\/p>\n<p><strong><\/strong>1. Eine Anonymit\u00e4t im Netz gibt es nicht! Es ist an der Zeit, dass der Staat, die Wirtschaft und andere Interessenten aufh\u00f6ren, diese handliche Keule stets aus dem Repertoire des sicherheitspolitischen Jahrmarkts zu holen.<\/p>\n<p>2. Jeder Nutzer hinterl\u00e4sst im Netz durch seine IP-Adresse eine Spur, durch welche er identifiziert werden kann. Sofern ein juristisch berechtigtes Interesse besteht, k\u00f6nnen staatliche Beh\u00f6rden auf diese Daten zugreifen<\/p>\n<p>3. Eine besondere Schelte erfuhren die Blogger, welche wie der Unterzeichnete ihre Identit\u00e4t nicht preisgeben m\u00fcssen. Hieran sind einige Fragen zu stellen, die R\u00fcckschl\u00fcsse auf den &#8218;Informiertheitsgrad&#8216; der Allgemeinheit zulassen.<\/p>\n<p>a) Wieso qu\u00e4len der Rundfunkdienstestaatsvertrag und das Telemediengesetz Seiten- und insbesondere Betreiber redaktionell gestalteter Inhalte mit einem Impressumszwang, welcher die Kasse der Abmahnindustrie klingeln l\u00e4sst?<\/p>\n<p>b) Welchen Zweck erf\u00fcllt mein Impressum (<a href=\"http:\/\/www.einsichten-online.de\/impressum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.einsichten-online.de\/impressum<\/a>), wenn die Allgemeinheit einschlie\u00dflich des Bundesinnenministers offensichtlich nicht in der Lage ist, durch dieses auf meine Person zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>4. Man muss ja schon froh sein, dass nicht der islamistische Durchschnittsterrorist als <em>argumentum ad hominem <\/em>herhalten musste. Denn ein deutsches Gesetz f\u00fcr den Klarnamenzwang h\u00e4tte den islamistischen Terror \u00e4hnlich zielgerichtet bek\u00e4mpft, wie der Biometriezwang f\u00fcr deutsche Personalausweise!<\/p>\n<p>Es bleibt an dieser Stelle nur zu hoffen, dass uns in Zukunft Debatten wie diese erspart bleiben. Neben Vorratsdatenspeicherung und zivilrechtlichem Auskunftsrecht gegen\u00fcber Internetprovidern handelt es sich hier um eine Fortsetzung l\u00e4stiger Debatten der Vergangenheit. Abgesehen davon erscheint die technische Umsetzung eines Klarnamenzwangs h\u00f6chst fraglich. Wenn sie dem Bundesinnenminister bekannt ist, m\u00f6chte er mir diese mitteilen. Meine Kontaktdaten sind nach \u00a7 55 Abs. 1 und 2 RStV im Impressum eingetragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/0,1518,778988,00.html Die Diskussion um einen Klarnamenszwang im Netz geh\u00f6rt zwar schon nicht mehr zum Tagesgeschehen; trotzdem erscheint es umso wichtiger, die Problematik des staatlichen Zugriffs auf die informationelle Selbstbestimmung aktuell zu halten. 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