Stadtmuseum – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu von Dr. Andreas C. Hofmann Wed, 29 Jun 2022 19:40:41 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.6.2 https://eindruecke.achmnt.eu/wp-content/uploads/2020/05/cropped-einsichten-titel1-2-32x32.jpg Stadtmuseum – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu 32 32 208800265 #museumsreport Kempten-Museum im Zumsteinhaus https://eindruecke.achmnt.eu/2022/02/15226/ Thu, 10 Feb 2022 23:09:28 +0000 https://eindruecke.achmnt.eu/?p=15226 Read more…]]> https://kempten-museum.de/

Als Teil der Museen der Stadt Kempten ist das Kempten-Museum im Zumstein-Haus das Stadt- und Heimatmuseum. Der Besucher erhält im Erdgeschoß durch eine Zeitleiste mit partizipativen Elementen anhand von 100 Ereignissen einen Überblick über die Kemptener Geschichte von der Römerzeit bis zur Gegenwart. Ein weiterer Raum im Erdgeschoß beleuchtet die Familie Zumstein, ihre wirtschaftlichen Betätigungsfelder und deren Bedeutung für Kemptens. 

Im I. und II. Obergeschoß illustrieren elf Themenräume die wechselreiche Geschichte Kemptens: Macht und Ohnmacht; Verkehr; Glauben; Gesundheit; Stadtraum; Produktion; Migration; Markt; Wohnen; Freizeit; Allgäuer Festwoche. Das multimediale Highlight des Museums ist das Stadtmodell im Stadtraum, auf welches die verschiedenen Entwicklungsstufen und Ereignisse der Kemptener Geschichte pr0jeziert und somit plastisch gemacht werden. Kulturgeschichtlich besonders interessant ist der Raum Migration, in welchem die Lebenswege verschiedener Personen vorgestellt werden, die in Kempten eine neue Heimat gefunden haben. 

Das Museum setzt die neuen Medien gewinnbringend und zugleich sparsam ein. Die Interaktion mit dem Nutzer wird durch verschiedene Mitmach-Stationen erreicht. Diese haben wie der Zeitstrahl teilweise digitale Elemente, sind aber wie eine Prägezange zum Fertigen von Prägesiegeln teilweise auch rein mechanisch. Das museumspädagogische Ziel wird klar erreicht: Als zwar fachlich vorbelasteter, aber inhaltlich unkundiger Gast hatte ich nach dem Besuch des Kempten-Museums den Eindruck, der facettenreichen Geschichte dieses Ortes deutlich näher gekommen zu sein.

Dass der Eintritt für ein Museum dieses Formates kostenlos ist, ist keine Selbstverständlichkeit. Am besten ist das Museum mit dem Bus erreichbar, da es über keine eigenen Parkplätze verfügt. Der Museumsshop und das Museumscafé im Erdgeschoß runden den inhaltlich wie atmosphärisch erfreulichen Besuch ab.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
August 2021

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Museumsreport: Schnupftabak- und Stadtmuseum Grafenau https://eindruecke.achmnt.eu/2017/02/8259/ Sat, 25 Feb 2017 19:46:17 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=8259 Read more…]]> http://www.museum-grafenau.de/

Das Schnupftabakmuseum ist im ehemaligen Spital der Stadt Grafenau untergebracht. Es erwartet den Besucher eine Auswahl an ca. 1.500 Schnupftabakgläsern verschiedener Farben, Größe und Bemalung. Dass einige Exponate auch aus China und Afrika kommen verdeutlicht, wie weit verbreitet und kulturell integriert das „Schnupfen“ ist. Ein Schmankerl ist das größte Schnupftabakglas der Welt mit 69,7 x 45,7 cm und einem Gewicht von ca. 32 kg. Ein Film zeigt seine Produktion und erste Nutzung des Rekordbehältnisses. Angegliedert ist eine Sammlung mit Karikaturen zum „Schnupfen“.

Im Stadtmuseum finden sich eine Reihe an Exponaten wie v.a. Uniformen der Bürgerwehr mit direktem Bezug zur Geschichte der Stadt Grafenau. Neben einer Reihe an Kramerläden ist die auf die 1860er Jahre datierte originalgetreue Stadtapotheke einer der Hingucker des Museums. Aber auch das religiöse Brauchtum der Region wird durch eine Reihe an Wachs­stöcken präsentiert. Ein eigenes Stockwerk richtet sich dem Handwerk der Region und zeigt vergangene Instrumente, die der nachwachsenden Generation des 21. Jahrhunderts nur als fremd erscheinen können.

Sowohl der interessierte Laie als auch der geneigte Experte sollten einen Aufenthalt in der Region nutzen, um das Schnupftabak- und Stadtmuseum Grafenau zu besuchen. Für einen aufmerksamen Besuch sollte mindestens eine Stunde eingeplant werden. Das Museum befindet sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
September 2016

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