Königreich Bayern 1806-1918 – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu von Dr. Andreas C. Hofmann Sun, 20 Mar 2022 21:22:57 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.6.2 https://eindruecke.achmnt.eu/wp-content/uploads/2020/05/cropped-einsichten-titel1-2-32x32.jpg Königreich Bayern 1806-1918 – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu 32 32 208800265 Andreas C. Hofmann: Deutsche Universitätspolitik im Vormärz (1815 bis 1848) zwischen Zentralismus, ›Transstaatlichkeit‹ und »Eigen­staatlichkeitsideologien«. Phil. Diss.proj. [abgeschl.] München 2013 https://eindruecke.achmnt.eu/2013/11/4781/ Sat, 09 Nov 2013 00:27:16 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=4781 Read more…]]> Abgeschlossenes Dissertationsprojekt von Andreas C. Hofmann

Bis heute stellt die Universitätspolitik des Deutschen Bundes in der Zeit zwischen dem Wiener Kongress 1814/15 und der Revolution von 1848/49 ein Forschungsdesiderat dar. Im Jahre 1819 verschärften bekanntlich die Karlsbader Beschlüsse auch die Aufsicht auf die Universitäten. Während die Forschung durchaus zur Umsetzung der Karlsbader Beschlüsse vor Ort einige Einzeluntersuchungen hervorbrachte, fehlt es bis heute an einer Gesamtbetrachtung der Universitätspolitik im Deutschen Bund.

Eine solche Untersuchung muss sich drei Ebenen staatlichen Handelns widmen:

1. Dem von der suprastaatlichen Organisation des Deutschen Bundes ausgehenden Zentralismus, welcher bisher — abgesehen von den bereits erwähnten Karlsbader Beschlüssen des Jahres 1819 und deren Verschärfung 1834 — sträflich vernachlässigt wurde.

2. Den sich auch und vor allem außerhalb des formellen Bundesgeschehens bildenden zwischenstaatlichen Zusammenschlüssen und Kooperationen auf dem Universitätssektor, welche durch das Konzept des Transstaatlichen erfasst werden sollen.

3. Den Eigenstaatlichkeitsideologien der Einzelstaaten des Deutschen Bundes, welche nachweislich nicht immer mit dessen Zentralismus konform liefen. Je nach Rolle des Einzelstaates innerhalb des Gefüges der Bundesglieder konnte dieser eine filternde oder katalysierende Wirkung auf das Bundesrecht entfalten.

Das Dissertationsprojekt setzte es sich hierbei zum Ziel, einen Beitrag zur Neubewertung des Deutschen Bundes in der Forschung zu leisten. Hierzu nehmen die Fragestellungen vor allem die Felder der Verfassung des Deutschen Bundes, seiner Bedeutung für die Nationsbildung und der Bewertung seiner Innenpolitik in den Blick. Aber auch bisher wenig betrachtete Felder wie das österreichische Universitätswesen, die Bedeutung der Bundesüberwachungsbehörden und die Rolle der Bundesorgane selbst werden genauer betrachtet.

]]>
4781
Andreas C. Hofmann: Deutsche Universitätspolitik im Vormärz (1815 bis 1848) zwischen Zentralismus, ›Transstaatlichkeit‹ und »Eigen­staatlichkeitsideologien«. Phil. Diss.proj. [abgeschl.] München 2013 https://eindruecke.achmnt.eu/2013/11/4752/ Sat, 09 Nov 2013 00:26:17 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=4752 Read more…]]> Abgeschlossenes Dissertationsprojekt von Andreas C. Hofmann

Bis heute stellt die Universitätspolitik des Deutschen Bundes in der Zeit zwischen dem Wiener Kongress 1814/15 und der Revolution von 1848/49 ein Forschungsdesiderat dar. Im Jahre 1819 verschärften bekanntlich die Karlsbader Beschlüsse auch die Aufsicht auf die Universitäten. Während die Forschung durchaus zur Umsetzung der Karlsbader Beschlüsse vor Ort einige Einzeluntersuchungen hervorbrachte, fehlt es bis heute an einer Gesamtbetrachtung der Universitätspolitik im Deutschen Bund.

Eine solche Untersuchung muss sich drei Ebenen staatlichen Handelns widmen:

1. Dem von der suprastaatlichen Organisation des Deutschen Bundes ausgehenden Zentralismus, welcher bisher — abgesehen von den bereits erwähnten Karlsbader Beschlüssen des Jahres 1819 und deren Verschärfung 1834 — sträflich vernachlässigt wurde.

2. Den sich auch und vor allem außerhalb des formellen Bundesgeschehens bildenden zwischenstaatlichen Zusammenschlüssen und Kooperationen auf dem Universitätssektor, welche durch das Konzept des Transstaatlichen erfasst werden sollen.

3. Den Eigenstaatlichkeitsideologien der Einzelstaaten des Deutschen Bundes, welche nachweislich nicht immer mit dessen Zentralismus konform liefen. Je nach Rolle des Einzelstaates innerhalb des Gefüges der Bundesglieder konnte dieser eine filternde oder katalysierende Wirkung auf das Bundesrecht entfalten.

Das Dissertationsprojekt setzte es sich hierbei zum Ziel, einen Beitrag zur Neubewertung des Deutschen Bundes in der Forschung zu leisten. Hierzu nehmen die Fragestellungen vor allem die Felder der Verfassung des Deutschen Bundes, seiner Bedeutung für die Nationsbildung und der Bewertung seiner Innenpolitik in den Blick. Aber auch bisher wenig betrachtete Felder wie das österreichische Universitätswesen, die Bedeutung der Bundesüberwachungsbehörden und die Rolle der Bundesorgane selbst werden genauer betrachtet.

]]>
4752
aventinus media Nr. 5 [30.11.2011]: Königreich Bayern 1806–1918 [=Link-Hint Nr. 4/2011] https://eindruecke.achmnt.eu/2011/11/2148/ Wed, 30 Nov 2011 21:59:13 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=2148 Read more…]]> aventinus-online.de/no_cache/persistent/artikel/9143/

Das Projekt “Königreich Bayern 1806–1918″ des Hauses der Bayerischen Geschichte bietet einen multimedialen Überblick über die Geschichte Bayerns als Königreich. Die Grobgliederung des Portals folgt den Regierungszeiten der jeweiligen Könige bzw. Prinzregenten; jeder Bereich untergliedert sich wiederum in die Unterabschnitte “Ein…

]]>
2148
Link-Hint Nr. 4/2011: Königreich Bayern 1806–1918 https://eindruecke.achmnt.eu/2011/11/2100/ Mon, 21 Nov 2011 19:38:04 +0000 http://www.einsichten-online.de/?p=2100 Read more…]]> http://www.hdbg.eu/koenigreich

Das Projekt „Königreich Bayern 1806–1918“ des Hauses der Bayerischen Geschichte bietet einen multimedialen Überblick über die Geschichte Bayerns als Königreich. Die Grobgliederung des Portals folgt den Regierungszeiten der jeweiligen Könige bzw. Prinzregenten; jeder Bereich untergliedert sich wiederum in die Unterabschnitte „Einleitung“, „Themen“, „Ereignisse“, „Personen“ und „Objekte“. Besonders erfreulich ist der mittlerweile bei Online-Publikationen zunehmend seltener anzutreffende PDF-Export, während auch hier – wie bei eigentlich allen in dieser Reihe besprochenen Internetressourcen – man auf (funktionale) persistente URLs oder gar URNs verzweifelt hofft. Im Folgenden soll das Portal beispielhaft am Beispiel des Abschnitts Ludwig I. (13. Oktober 1825 bis 19. März 1848) besprochen werden.

‚Begrüßt‘ wird der Leser dieses Abschnitts mit einem Porträt Ludwigs I. sowie einer (zu) kurz gehaltenen Einleitung zu seiner Regierungezeit, welche durch Hinweise auf die aktuelleste grundlegende Literatur abgerundet wird. Als störend erweist sich sehr früh der (sichtlich) gut gemeinte Versuch, die zur Verfügung stehende Informationsflut durch Hypertextualität zu bändigen: So stehen insgesamt drei Navigationsleisten (Hauptabschnitte, Unterabschnitte, Querschnittsanzeige) zur Verfügung, um durch das Gesamtportal bzw. den jeweiligen Abschnitt zu steuern, welche durch je nach Datensatz bis zu vier weitere Auswahllinklisten ergänzt werden. Zusammen mit den beiden Service-Navigationsleisten für das HdbG und die Impressa lässt sich hier sehr leicht der Überblick verlieren. Eine behutsame Ent-„Frachtung“ des Angebots sowie eine (vlt. sogar personalisierbare) History bisher angezeigter Datensätze würden hier das Leben erleichtern.

Diese Kritik ändert allerdings nichts an der bemerkenswerten Monumentalität des Angebots – ja vielleicht ist ein solches Portal in seiner Multidimensionalität (Regenten, Sachbereiche, Dokumententypen) nicht anders zu meistern! Es bietet dem interessierten Nutzer (ob wissenschaftsnah oder -fern) einen ersten Zugriff auf die Materie. Während der Bereich „Themen“ (https://www.hdbg.eu/koenigreich/web/index.php/themen/index/herrscher_id/2) die damalige Zeit in Ihren Facetten (Herrscherfamilie, Innenpolitik, Außenpolitik, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Bildung und Kirche, Kultur und Kunst) umfassend widergibt, bietet die Rubrik „Ereignisse“ (https://www.hdbg.eu/koenigreich/web/index.php/ereignisse/index/herrscher_id/2) leider keinen umfassenden ereignisgeschichtlichen Überblick. Besonders umfang- und ertragreich sind die Personendatensätze, welche Kurzbiogramme mit weiterführenden Hinweisen bieten. Hinter dem Punkt Objekte verbirgt sich eine Sammlung verschiedenster Digitalisate von Personenportäts, Landschaften, digitalisierten Quellen u.v.m.

Summa summarum ist zu konstatieren, dass das Haus der Bayerischen Geschichte für den Versuch einer Quadratur des Kreises ein durchaus respektables Ergebnis vorgelegt hat. Ein derart vielfältiges und zudem umfangreiches Thema kann nur mit Hilfskonstruktionen erfasst werden, über deren Auswahl trefflich gestritten werden kann; inwiefern eine seriellere Darstellung sinnvoller gewesen wäre, ist wiederum Geschmacksache.

]]>
2100