Italienische Geschichte – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu von Dr. Andreas C. Hofmann Wed, 29 Jun 2022 19:41:50 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.6.2 https://eindruecke.achmnt.eu/wp-content/uploads/2020/05/cropped-einsichten-titel1-2-32x32.jpg Italienische Geschichte – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu 32 32 208800265 Museumsreport: Galleria dell’Accademia in Florenz/Italien https://eindruecke.achmnt.eu/2014/09/5844/ Wed, 10 Sep 2014 14:19:06 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=5844 Read more…]]> http://www.gallerieaccademia.org

Die Fiorentiner Akademiegallerie ist eine der beeindruckendsten Samm­lungen der Welt. Großherzog Pietro Leopoldo — der aufgeklärte der Lothringer Fürsten, die etwa ein Jahrhundert lang über die Toskana herrschten — verordnete 1784, sämtliche damalige Zeichenschulen von Florenz in einer einzigen Akademie zusammen­zufassen. Er bestimmte ferner, daß diese Akademie eine Galerie alter Gemälde erhalten sollte, um deren Kenntnis und Studium den jungen Studenten besser nahezubringen. Der dort seit 1873 auf einem Podium thronende und zwischen 1501 und 1504 entstandene David des Michelangelo gilt als eine der berühmtesten Skulpturen der Kunstgeschichte. Dement­sprechend hoch ist auch der Andrang auf das wohl berühmteste Kunstmuseum in Florenz.

Da stets nur Kontingente an Besuchern eingelassen werden, empfiehlt es sich zur Vermeidung horrender Wartezeiten, mit dem Kartenkauf eine Reservierung zu tätigen, die auch noch vor Ort vorgenommen werden kann. Der Eintritt kostet 9 € für Erwachsene bzw. 6 € ermäßigt, wobei Minderjährige, Schüler und Studenten sowie Behinderte freien Zutritt haben. Nach dem Zutritt zum Haus sind je nach Publikumsverkehr noch einige Minuten für ausführliche Sicherheitschecks einzuplanen. Die Gallerie befindet sich ca. 15 Fußminuten vom Hauptbahnhof entfernt und liegt im Zentrum der Stadt, womit zahlreiche Verpflungsmöglichkeiten in nächster Nähe zur Verfügung stehen. Für einen ausführlichen Besuch der Akademiegallerie sind in etwa anderthalb bis zwei Stunden einzuplanen.

Die Vielfältigkeit der auf zwei Ebenen ausgestellten Objekte macht es unmöglich, auch nur eine Auswahl davon mit der gebotenen Sorgfalt vorzustellen. Ausgestellt sind zahlreiche Gemälde deren Entstehungszeit bis ins 14. Jahrundert reicht, religiöse Ikonen wie Triptycha und Altäre, aber auch Skulpturen und Gipsmodelle sowie Michaelangelos ‚Gefangene‘. Einen virtuellen Rundgang mit Erläuterungen und (eingeschränkten) Sichten auf die Ausstellungsobjekte gibt es beim elektrinischen Museumsführer der Stadt Florenz.

Zeitpunkt des Museumsbesuchs:
August 2014

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Claudia A. Zonta: Schlesische Studenten an ita­lie­nischen Universitäten. Eine prosopographische Studie zur frühneuzeitlichen Bildungsgeschichte, Köln u.a. 2004 https://eindruecke.achmnt.eu/2014/08/5785/ Thu, 28 Aug 2014 08:10:30 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=5785 Read more…]]> http://elib.uni-stuttgart.de/opus/volltexte/2004/2019

Die vorliegende Studie entspricht der überarbeiteten Fassung der 1999 an der Universität Stuttgart verteidigten Dissertation über das Italienstudium von Schlesiern in der Zeit vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Die hierbei gewählten Eckdaten 1526 und 1740 markieren politische Zäsuren: den Übergang des Herzogtums Schlesien in den habsburgischen Machtbereich sowie den Verlust Schlesiens nach über zweihundertjähriger Zugehörigkeit zum Haus Habsburg an Preußen. Das Jahr 1740 setzte auch dem Auslandsstudium der Schlesier ein vorläufiges Ende. […] Erstmals konnten für die wichtigsten italienischen Universitäten Padua, Bologna, Siena und Rom die Prüfungslisten ausgewertet werden. Das Ergebnis: Rund jeder fünfte Schlesier schloß sein Studium in Italien mit einer Promotion ab. Die Konfession der Studenten spielte bei der Wahl des Studienortes eine wichtige Rolle. Ein Anliegen der Arbeit war es denn auch, die Anziehungskraft der italienischen Universitäten auf die schlesische Studentenschaft aufzuzeigen, die beiden Konfessionen angehörte. Die aus den italienischen Matrikeln gewonnenen Informationen über die Studenten wurden in Form von Biogrammen in einem alphabetischen Katalog zusammengestellt und mit weiteren biographischen Angaben versehen. Diese Vorgehensweise ermöglichte Aussagen von herrschafts- und sozialgeschichtlicher Relevanz, so daß idealtypische Karrieremuster als ein Ausschnitt frühneuzeitlicher Elitenformierung herausgearbeitet werden konnten.

© Text: Abstract des Verfassers @ elib.uni-stuttgart.de

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