Pressemitteilungen – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu von Dr. Andreas C. Hofmann Wed, 27 May 2020 11:43:28 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.6.2 https://eindruecke.achmnt.eu/wp-content/uploads/2020/05/cropped-einsichten-titel1-2-32x32.jpg Pressemitteilungen – eindrücke — Information, Geschichte, Kultur https://eindruecke.achmnt.eu 32 32 208800265 #vabosh Der Verkauf des Alten Bahnhofs Schleißheim ist gestoppt! Aber wie geht es weiter? https://eindruecke.achmnt.eu/2018/11/9860/ Mon, 12 Nov 2018 21:43:09 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=9860 Read more…]]> Ende Juli gab die Deutsche Bahn bekannt, dass der Alte Bahnhof Schleißheim zum Verkauf stünde und binnen einer Woche Gebote abzugeben seien. Wegen der kurz gesetzten Frist konnte der Verein VABOSH trotz umfassender Vorbereitungen kein tragfähiges Angebot erstellen. Die Gemeinde Oberschleißheim beteiligte sich mit einer eigenen Offerte, die aus Haushaltsmitteln und zweckgebundenen Spenden von Vereinsmitgliedern bestritten wurde. Anfang Oktober wurde bekannt, dass nun der Alte Bahnhof an eine Privatperson verkauft würde und die Gemeinde den Zuschlag nicht erhalten habe. Nach einer Intervention von Bürgermeister Kuchlbauer teilte die Bahn aber mit, der Verkauf des Alten Bahnhofs Schleißheim sei vorerst gestoppt.

Da der Verein kein Gebot abgegeben hatte, ist er formell am weiteren Verfahren nicht mehr beteiligt und kommt auch als potenzieller Eigentümer nicht in Frage. „Wir sehen uns trotzdem in der Pflicht, die Gemeinde beim Erhalt des Alten Bahnhofs und seiner öffentlichen Nutzung als Kulturbahnhof zu unterstützen“, sagt der VABOSH-Vor­sit­zen­de und Historiker Dr. Andreas C. Hofmann. Die damit einhergehenden Herausforderungen konzentrieren sich im Wesentlichen auf zwei Komplexe: 1. die Finanzierbarkeit des Vorhabens durch die Einwerbung öffentlicher oder privater Gelder; 2. die Lösung des Problems, dass Zufahrt, Parkplätze und Versorgungsleitungen gegenwärtig über ein Privatgrundstück verlaufen, das dafür nicht mehr genutzt werden könnte.

„Was die Finanzierbarkeit des Vorhabens betrifft, war es immer unser erklärtes Ziel, die Folgekosten für die Gemeinde zu minimieren“, betont die VABOSH-Vorsitzende und Architektin Anke Schuster. Hierzu führt der Verein aktuell Gespräche mit finanziell potenten Personen, wobei das Interesse erklärt wurde, eine siebenstellige Summe (!) in den Kauf und die Sanierung des Gebäudes zu investieren. Darüber hinaus wird auch geprüft, inwiefern öffentliche Gelder aus Töpfen der Heimatpflege und der Infrastrukturförderung bezogen werden könnten. Auch für das Problem der Zufahrt, Parkplätze und Versorgungsleitungen arbeitet der Verein an einem Konzept, das zu gegebener Zeit der Öffentlichkeit vorgestellt werden wird.

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#vabosh Intervention von Bürgermeister Kuchlbauer bewirkt Stopp des Verkaufs des Alten Bahnhofs an Privatperson https://eindruecke.achmnt.eu/2018/10/9827/ Sat, 13 Oct 2018 21:42:18 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=9827 Read more…]]> Am 9. Oktober 201 erreichte den Verein VABOSH die Nachricht, dass der Alte Bahnhof nun verkauft worden sei und die Gemeinde den Zuschlag nicht erhalten habe. Dank eines Anrufs des Herrn Ersten Bürgermeisters Christian Kuchlbauer bei dem Ansprechpartner bei der Deutschen Bahn Immobilien-Süd Herrn Winfried Unglert wird der seit letztem Dienstag verkündete Entschluss, den Alten Bahnhof Schleißheim nicht an die Gemeinde zu verkaufen, auf „Retour“ gesetzt und neu überdacht. Wie der VABOSH-Vorsitzenden Anke Schuster am 12. Oktober 2018 in einem freundlichen Gespräch mit Herrn Unglert mitgeteilt wurde, hat sich Herr Kuchlbauer als Vertreter des Gemeinderats ausdrücklich und vehement dafür ausgesprochen, dass die Gemeinde den Alten Bahnhof erwerben wolle. Dass die Gemeinde sich eingebracht hat und nicht „irgendein Verein, der aus dem Gebäude vielleicht ein Schmuckstück mit Kulturzentrum und Heimatmuseum machen wolle“, sei maßgeblich ausschlaggebend für das erneuerte nun erfolgende Nachdenken gewesen. Die Bahn interessiere sich in erster Linie dafür, dass keine Teile vom Dach auf die Gleise fliegen, um das zu verhindern „könne man natürlich das Gebäude auch abreißen lassen“, so Unglert.

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#vabosh Die Deutsche Bahn verkauft den Alten Bahnhof Schleißheim. Verein VABOSH kritisiert Bieterverfahren https://eindruecke.achmnt.eu/2018/08/9671/ Mon, 06 Aug 2018 21:08:15 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=9671 Read more…]]> Am Donnerstag, den 28. Juli 2018 erhielten der Verein Verrückter Alter Bahnhof Oberschleißheim und die Gemeinde ohne Vorwarnung von der Bahn die Nachricht, dass der Alte Bahnhof zum Verkauf stünde und bis Donnerstag, den 2. August, also eine Woche Zeit wäre, um ein Gebot abzugeben. „Die Bahn hat ihre Zusage leider nicht eingehalten, wonach sowohl der Verein als auch die Gemeinde Oberschleißheim über einen Verkauf rechtzeitig informiert würden“, sagt der VABOSH-Vorsitzende und Historiker Dr. Andreas C. Hofmann. Der Alte Bahnhof war auch auf den einschlägigen Plattformen für den Verkauf von Bahnliegenschaften nicht gelistet.

„Innerhalb dieser kurzen Zeit war es nicht möglich, die von einzelnen Vereinsmitgliedern in Aussicht gestellten Beteiligungen von bis zu 65.000 € abzurufen, geschweige denn in eine vernünftige Organisationsform zu bringen“, berichtet  der stellvertretende VABOSH-Vorsitzende Walter Klar. Es gab allerdings Gespräche des Vereinsvorstandes mit dem Bürgermeister, dem Eigentümer der Alten Post, dem aktuellen Mieter des Alten Bahnhofs, mit der Bahn selbst sowie mit Personen, die bereits in der Vergangenheit die finanzielle Unterstützung eines Angebotes in Aussicht gestellt hatten. Auch der Oberschleißheimer Gemeinderat hat sich in seiner Sondersitzung vom 31. Juli 2018 mit dem Thema befasst.

Im Ergebnis steht ein Gebot der Gemeinde Oberschleißheim selbst. Weitere Details sind nicht bekannt, wobei die Offerte sich an den für den Verein zurückgestellten 10.000 € orientieren könnte. Dies wird flankiert durch private Initiativen aus dem Umfeld des Vereins, wobei eine Konkurrenzsituation ausgeschlossen werden soll. Es ist davon auszugehen, dass auch der Eigentümer der Alten Post sich an dem Bieterverfahren beteiligt hat. „Dieser hat sein Bewusstsein für historische Gebäude durch die beachtliche Renovierung der Alten Post bereits unter Beweis gestellt“, sagt die VABOSH-Vorsitzende und Architektin Anke Schuster.

Ein Zuschlag für die Gemeinde Oberschleißheim wäre das optimale Szenario. Denn es war immer das Ziel des Vereins, den Alten Bahnhof zu erhalten und für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen.

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#vabosh Schleißheim bekommt eine Eisenbahn! Nach mehrjährigen Planungen und Baumaßnahmen wurden 1858 in Oberschleißheim die Bahnstrecke und der (Alte) Bahnhof eröffnet https://eindruecke.achmnt.eu/2018/06/11088/ Sat, 09 Jun 2018 19:54:13 +0000 http://www.aussichten-online.net/?p=9435 Read more…]]> Am 3. November 1858 wurde auf der Bahnstrecke München-Landshut der Personenverkehr in Betrieb genommen und die Station Schleißheim eröffnet. Dies war der Startschuss für eine 160jährige Geschichte. Der Historiker und VABOSH-Vorsitzende Dr. Andreas C. Hofmann war auf Spurensuche nach Berichten über die Vorbereitungen, Bauarbeiten sowie die Eröffnung.

Dass die Bahnstrecke München-Landshut über Oberschleißheim führt, haben wir offensichtlich unseren Schlössern zu verdanken. Denn bei den Diskussionen um das 1855 gegründete Bayerische Nationalmuseum war auch Schloss Lustheim als Standort im Gespräch und der spätere Museumsdirektor Karl Maria Freiherr von Aretin wies König Maximilian II. am 23. März 1854 extra darauf hin, dass die Eisenbahn deswegen durch Oberschleißheim führen solle. Eine Streckenführung über Garching wäre kürzer gewesen, scheiterte aber ferner am dortigen Posthalter, der dies als eine Konkurrenz zu seinem 50 Pferde starken Betrieb sah.

Der endgültige Beschluss zum Bau des (Alten) Bahnhofs fiel am 2. Mai 1857 in der Direktion der kgl. privilegierten Bayerischen Ostbahnen. Durch eine Bekanntmachung wissen wir, dass über 11.000 Gulden für das Gebäude eingeplant waren. Dies ist knapp zwanzigmal so viel wie das Jahresgehalt eines bayerischen Generals. Der Löwenanteil von über 6.000 Gulden entfiel auf Erd-, Maurer- und Steinhauerarbeiten. Die Handwerker mussten bis 18. Mai 1857 ihre Angebote bei der Bahnverwaltung einreichen, wobei die Auftragsvergabe bereits am Tag darauf stattfand. Ob auch Schleißheimer Betriebe einen Auftrag erhielten, ist uns nicht bekannt.

Zum Jahreswechsel 1857/58 war der Abschnitt München-Schleißheim bereits fertiggestellt und ab dem 7. Januar 1858 fuhren schon die ersten Züge. Einer der frühen Lokomotiv-Produzenten in Deutschland war Joseph Anton von Maffei, der 1930 mit seinem Konkurrenten Krauss & Comp zur heutigen Krauss-Maffei AG fusioniert wurde. Der in Betrieb genommene Streckenabschnitt wurde auch genutzt, um die neu gelieferten Lokomotiven zu testen. Zum anderen konnten jetzt bis Schleißheim Schienen und anderes Baumaterial für die weiteren Passagen schneller transportiert werden.

Am 29. Oktober 1858 fand schließlich die Eröffnungsfahrt von München nach Landshut mit dem bayerischen Ministerratsvorsitzenden Ludwig von der Pfordten als Ehrengast statt. Sie startete 8:40 Uhr und fuhr 23 Minuten später durch Schleißheim. Der Regelbetrieb begann für Personen am 3. November und für Güter am 15. November 1858. Im Winter 1858 kostete eine Fahrt München-Schleißheim in der dritten Klasse mit 15 Kreuzer etwa so viel wie ein Hühnchen. In Schleißheim hielten die Züge um 8:33 Uhr, 12:09 Uhr und 19:03 Uhr in Richtung München sowie um 6:58 Uhr, 10:52 Uhr und 17:28 Uhr in Richtung Landshut.

Quellen: S. Haberstetter u.a. (2008): Eisenbahnstrecke; A. Hofmann (2017): Vortrag Alter Bahnhof Schleißheim; ausführliche Nachweise unter http://achlnk.eu/ls1bd.

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